20.1 C
Stuttgart
Sonntag, 21. Juli , 2024

Vorsicht Zecken! Richtige Maßnahmen schützen.

Wenn Zecken stechen, können sie Krankheiten wie...

Lebensmittel nutzen statt verschwenden

Stadt Stuttgart fördert das Einrichten von Lebensmittel‐Fairteilern...

Letztes Fußballspiel in der Stuttgart-Arena

Polizei zufrieden mit dem Einsatzverlauf Stuttgart.| Das letzte...
StartLokalesStuttgartStuttgarter Klima‐Innovationsfonds

Stuttgarter Klima‐Innovationsfonds

LokalesStuttgartStuttgarter Klima‐Innovationsfonds

Stadt fördert weitere 13 innovative Klima‐Projekte

Stuttgart.| Mit neuen einfallsreichen Ideen steuert Stuttgart weiter auf dem Kurs zur klimafreundlichen Stadt. Die Landeshauptstadt hat am Freitag, 26. April, 13 neue Förderprojekte des Stuttgarter Klima‐Innovationsfonds beschlossen.

Das größte kommunale Programm dieser Art in Europa schiebt vielversprechende Klimaschutz‐Projekte und Klimaanpassungsmaßnahmen an. Deren breite Themenpalette hat viele Ziele, zum Beispiel: ressourcenschonend bauen, das Mikroklima im Straßenraum verbessern oder dank Künstlicher Intelligenz Wasser sparen.„Erneut zeigt sich, wie engagiert und innovativ Start‐ups, Initiativen und Vereine Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung in Stuttgart vorantreiben. Die Projekt‐Vielfalt bildet sehr gut die Herausforderungen ab, vor denen wir im Klimaschutz stehen“, sagt Niels Barth, Projektleiter des Stuttgarter Klima‐Innovationsfonds.In der jetzigen Auswahlrunde werden Projekte in drei Förderlinien mit Zuschüssen zwischen 25.000 und 500.000 Euro unterstützt.
Förderlinie „Fuchs“: Ressourcenschonendes Bauen, schnelles Umsetzen von Gebäudesanierungen und lebenswerte Gestaltung des öffentlichen Raums
In der Förderlinie „Fuchs“ mit einer Fördersumme von bis zu 500.000 Euro müssen die Antragstellenden ihren Sitz in Baden‐Württemberg haben. Drei Projekte wurden ausgewählt:
Die Concular GmbH hat das Ziel, zirkuläres Bauen in Stuttgart nach vorne zu bringen. Mit einem „Urban Mining Kataster“ wird der Gebäudebestand in der Stadt analysiert, um das Potenzial an wiederverwendbaren Baustoffen zu erheben.Mit dem Projekt „Smart Sanieren“ unterstützt die Digital Building Industries AG das Handwerk. Dank des Online‐Tools sollen Handwerksbetriebe Gebäudesanierungen leichter planen und gewerkeübergreifend schneller umsetzen können.Das dritte bewilligte Projekt ist „Artus (reloaded)“ der BABLE GmbH. Das Unternehmen entwickelt Konzepte für klimafreundliche soziale Begegnungsräume mit hoher Aufenthaltsqualität – sowohl im virtuellen als auch im realen Raum.
Förderlinie „Efeu“: Von Klimaschirmen über Stadtoasen auf Balkonen bis zu mehr Grün auf Firmengeländen
„Die Efeu‐Linie ist eine spezielle Themenlinie für Klimafolgenanpassung und naturbasierte Lösungen – das heißt, für innovative Projekte, die mehr Natur in die Stadt holen und die bestehende grünblaue Infrastruktur stärken“, erklärt Sophie Mok, die beim Stuttgarter Klima‐Innovationsfonds die Förderlinie „Efeu“ betreut. In dieser Linie für Antragstellende mit Sitz in Europa und einer Fördersumme von bis zu 500.000 Euro wurden fünf Projekte ausgewählt:Als Hitzeschutz und Begrünungsmaßnahme auf stark versiegelten Flächen entwickelt die ECOTRII GbR einen schattenspendenden Klimaschirm. Im Rahmen des geförderten Projektes „ECOTRII – Der Klimaschirm für unsere Städte“ wird ein Prototyp implementiert und eine Kleinserie für Stuttgart produziert.Mit ihrem Projekt „Kein Garten“ ermöglicht die GartenKulturLabor gUG Zugang zu mehr Grün. Dabei wird ein ehemaliges Gartenhaus auf einer landwirtschaftlichen Brachfläche von über 5000 Quadratmetern im Stadtbezirk Feuerbach zum Reallabor. Hier können Stuttgarterinnen und Stuttgarter Zukunftsszenarien für die aktuell brachliegende Fläche entwickeln. Daraus sollen konkrete Projekte entstehen, die die Natur vor Ort stärken.Dachterrassen und Balkone werden im Sommer zu Hitze‐Hotspots. Wie es anders geht, zeigt der do‐it‐yourself‐Bausatz der str.ucture GmbH. Mit dem Projekt „str.auch“ liefert das Unternehmen individualisierte Baupläne für Rankgerüste, um mehr Grün auf Balkone zu bringen. Das Unternehmen stellt ein Planungstool zur Konfigurierung des Rankgerüsts zur Verfügung.Der Tilia e.V. hat das Ziel, die Aufenthaltsqualität urbaner Räume zu verbessern und einen Beitrag zur Mobilitätswende zu leisten. Mit seinem Projekt „car2tree“ wird ein Vorgehen pilotiert, bei dem für jeden dauerhaft abgeschafften Pkw ein temporäres „car2tree“‐Objekt im freigewordenen Straßenraum aufgestellt wird. Die begrünte Installation bietet Raum für Sitzgelegenheiten, Fahrradstellplätze oder eine Tauschstation.Mehr Blühwiesen, Klimabäume oder Wildbienenhäuser auf Firmengeländen – das ist das Ziel der Z‐Horizon GmbH. Mit ihrem Projekt „Wild Company“ unterstützt sie lokale Unternehmen bei der Analyse ihrer Firmengelände, der Auswahl passender Maßnahmen sowie deren Umsetzung und Monitoring.
Förderlinie „Wiesel“: von der Kunst als Klimabotschafterin übers Wassersparen dank KI bis zu zukunftsfähigem Verpackungsmaterial
„Wiesel“ ist die kleinste Förderlinie des Stuttgarter Klima‐Innovationsfonds. Antragstellende mit Sitz in Stuttgart können sich über eine Fördersumme von bis zu 100.000 Euro freuen. „Neben den großen Leuchtturm‐Projekten sorgen auch viele kleinere Projekte dafür, dass Klimaschutzthemen in der Gesellschaft ankommen und ihre Wirkung entfalten“, so Projektleiter Hauke Diederich. Fünf Projekte wurden in der Förderlinie „Wiesel“ bewilligt:Das Kunstprojekt „Ocean Gallery“ in der Eberhardstraße ist eine Ausstellung zur Verletzlichkeit der Meere. Sie stellt den abstrakten Klimaschutz konkret dar und bietet so einen direkten, emotionalen Einstieg in das Thema. Mit der Förderung wird der Verein das Konzept erweitern, etwa um Workshops mit lokalen Initiativen.Mehr Klarheit beim Wasserverbrauch – hier setzt die hydrop systems GmbH mit ihrem Projekt „Digitalisierung des Wasserverbrauchs“ an. Dank eines eigens entwickelten Wasserzähler‐Aufsatzes wird der Verbrauch ausgelesen und in einer App dargestellt. Mithilfe Künstlicher Intelligenz sollen die Daten analysiert werden, um aus der Verbrauchsmenge die einzelnen Anwendungen wie Toilette oder Dusche zu erkennen – zunächst für 300 Stuttgarter Haushalte.„Future Climate Pioneers” ist ein Innovations‐Labor der wizemann.space GmbH – aufgebaut mit Unterstützung des Stuttgarter Klima‐Innovationsfonds. Das neue Projekt „Future Forward“ soll die bisherigen Erfahrungen in Wirkungs‐Wachstum übersetzen. Sechs lokale „Impact Ventures“ werden bei der Finanzierung und Skalierung unterstützt.Die nachhaltige Verpackungsalternative „RECOU“ des Stuttgarter Start‐ups Proservation ist komplett kompostierbar: Sie besteht aus Getreidespelzen, von der Agrarwirtschaft ungenutzte Hüllen von Getreidekörnern. Die Proservation GmbH entwickelt Prototypformen, um sie anschließend in die Serienproduktion zu überführen.Die SCS GmbH will mit ihrem Projekt „Kreislaufwirtschaft made in Stuttgart“ die natürliche Kohlenstoffbindung in und um Stuttgart erhöhen. Aus alten Weinreben wird Pflanzenkohle erstellt, die dann wieder in Weinbergen ausgebracht wird. So kann der Boden mehr Humus aufbauen und der Luft zusätzliches CO2 entziehen. Dieser Kreislauf soll optimiert und in einem Leitfaden für die Winzer der Region dokumentiert werden.
Hintergrund: Der Stuttgarter Klima‐Innovationsfonds
Das Budget von über 20 Millionen Euro macht den Stuttgarter Klima‐Innovationsfonds zum europaweit größten kommunalen Innovationsfonds für das Klima. Ein unabhängiges Auswahlgremium, der Stuttgarter Klima‐Innovationsrat, entscheidet über die Projekte. Bei der Förderlinie „Efeu“ arbeitet die Stadt Stuttgart mit der Naturschutzorganisation The Nature Conservancy (TNC) Europe zusammen. TNCs Europe Urban Greening Program wird unter anderem vom Right Now Climate Fund von Amazon unterstützt.Neue Bewerbungen für alle vier Förderlinien des Stuttgarter Klima‐Innovationsfonds sind noch bis zum 30. April möglich. Mehr Informationen unter  https://jetztklimachen.stuttgart.de/klima‐innovationsfonds

 

Weitere Artikel

Beliebte Artikel