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StartVeranstaltungAusstellungen / MärktePferdetag im Freilichtmuseum Beuren

Pferdetag im Freilichtmuseum Beuren

VeranstaltungAusstellungen / MärktePferdetag im Freilichtmuseum Beuren

Das Freilichtmuseum Beuren lädt am Sonntag, 3. September, erstmals zum “Forum der Pferdestärken”. Die gemeinsam mit dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb neu konzipierte Veranstaltung bietet von 11 bis 18 Uhr vielfältige Aktionen und Informationen rund um den Einsatz von Arbeitspferden in der Landschaftspflege. Züchterinnen und Züchter sowie Pferdehalter und Pferdeliebhaberinnen aus der Region sind mit über 20 Pferden, Ponys und Fohlen im Museumsdorf und Teil eines abwechslungsreichen Programms für Kinder und Erwachsene.  

Vom Arbeitspferd zur gefährdeten Nutztierrasse

Vormittags können Museumsgäste zwei alte Nutztierrassen, Pferde der Rassen Schwarzwälder Kaltblut und Altwürttemberger, anschaulich kennen lernen. Im Südwesten waren sie seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts unverzichtbare Helfer in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Fuhrgewerbe. Nach dem Zweiten Weltkrieg und mit der Motorisierung und Technisierung der Landwirtschaft in den 1950er- und 1960er Jahren sank ihre Bedeutung. Heute gehören das Schwarzwälder Kaltblut und das Altwürttemberger Pferd zu den von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen gelisteten Nutztierrassen. Simon Blattert und Meinrad Maurer, Rassebeiräte des Pferdezuchtverbandes Baden-Württemberg e. V., berichten über aktuelle Zuchtbemühungen, Ausbildung und Einsatz dieser Arbeitspferde.

Gestern, heute, morgen: Nachhaltige Landschaftspflege

Ein weiterer Themenschwerpunkt des „Forums der Pferdestärken“ widmet sich dem Einsatz von Pferden in der Landschaftspflege früher und heute. Durch Zeitzeugenberichte und bei Gesprächsrunden kann man erfahren, wie Arbeitspferde früher in der Landwirtschaft eingesetzt wurden. Aufgezeigt wird, welche Rolle sie bis heute bei der nachhaltigen Bewirtschaftung von Agrar- und Waldflächen sowie sensiblen Natur- und Kulturlandschaften spielen können, etwa in Naturschutzgebieten wie dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Renommierte Expertinnen und Experten stehen für Fragen und Diskussionen bereit. Zu ihnen gehört auch Landwirtschaftsmeister Klaus-Peter Hagel vom Nebershof in Riepe, der extra aus der Lüneburger Heide anreist.

Zur Anschauung gibt es auf dem weitläufigen Museumsgelände den ganzen Tag Vorführungen zur Arbeit mit Pferden, es wird geackert, gemäht und Holz gerückt. Nahe der Aktionsflächen stehen an markierten Infopunkten Fachleute bereit, die die Vorführungen mit den Gespannen kommentieren und Fragen beantworten. Es wird eine Führung zur Fohlenweide am Beurener Albtrauf angeboten, wo es Infos über die Aufzucht und die Ausbildung von Jungpferden gibt.

Erlebnisreiches Programm für die ganze Familie

Das „Forum der Pferdestärken“ bietet zudem ein buntes Programm und jede Menge Unterhaltung für die ganze Familie. Kinder können Steckenpferde bauen und beim Hobby Horsing ausprobieren, beim Ponyreiten mitmachen und bei der Mitmachaktion „Erklär‘ mir den Pferdekörper“ beim Bemalen eines Ponys dabei sein. Erwachsene erlernen beim Seminar „Kontakt zum Pferd“ unter sachkundiger Anleitung den gelingenden Umgang mit Pferden. Zwei Hufschmieden kann man bei ihrem traditionellen Handwerk zuschauen und Interessantes über die Bedeutung der heute hiermit verbundene Huforthopädie erfahren.

Ermöglicht wird das informative und unterhaltsame Programm durch die wertvolle Zusammenarbeit mit einem starken Netzwerk in der Region: Christel Erz von Rossnatour in Laichingen, Daniel Gluiber, Bürgermeister und Pferdemann der Gemeinde Beuren sowie Florian Wagner von der Fuhrmannskameradschaft Neckar-Schönbuch. Die lokalen Fachleute konnten nicht nur Vereine und Verbände, sondern auch Züchter und Pferdehalterinnen, Handwerker sowie Zeitzeuginnen aus der Region für eine Beteiligung gewinnen. Für das leibliche Wohl sorgt die Museumsgastronomie.

Kostenloser Pendelbus zur Veranstaltung

Am Sonntag, dem 3. September, steht im Tiefenbachtal an der K 1243 beim ehemaligen Bundeswehrdepot ein Ausweichparkplatz zur Verfügung. Ein kostenloser Buspendeldienst bringt die Gäste ab 10.30 Uhr regelmäßig zur Bushaltestelle beim Freilichtmuseum und zurück. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist auch empfehlenswert, detaillierte Fahrplanauskünfte sind unter www.efa-bw.de abrufbar.

Freilichtmuseum Beuren, 72660 Beuren, www.freilichtmuseum-beuren.de, Info-Telefon 0711 3902-41890, [email protected]. Öffnungszeiten: bis 6. November, Dienstag bis Sonntag 9 bis 18 Uhr.


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