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Viele Anregungen für die Stadtentwicklung

LokalesOstfildernViele Anregungen für die Stadtentwicklung

Mit detaillierten Rückmeldungen tragen Bürgerinnen und Bürger dazu bei, Ostfildern auf Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.

Ostfildern.| Die Themengebiete soziale Infrastruktur, Wohnen, Verkehr und Klimaschutz sind der Bürgerschaft besonders wichtig, wenn es darum geht, wie sich Ostfildern in den nächsten rund zwei Jahrzehnten entwickeln soll. „Stadtentwicklung ist ein großes Thema, aber die Rückmeldungen kamen sehr detailliert. Wir haben aus der Bürgerbeteiligung viele Informationen gesammelt“, sagte Carina Hornung, Leiterin der Abteilung Planung bei der Stadtverwaltung, als sie am Mittwoch vergangener Woche im Gemeinderat einen Zwischenstand des Projekts „Stadtentwicklung Ostfildern verbindet“ und einen Ausblick präsentierte.

Bei verschiedenen Aktionen konnten in den vergangenen Monaten neben Bürgerinnen und Bürgern auch Akteure unterschiedlicher Zielgruppen Ideen und Anregungen einbringen. Zusammen mit Fachplanungen für einzelne Bereiche bilden sie die Grundlage des Stadtentwicklungskonzepts, das insgesamt sieben Handlungsfelder umfasst und ein breites Spektrum an Beteiligungsformaten ermöglicht. Zusätzlich zu den bereits genannten Themengebieten zählen dazu Wirtschaft und Handel, Freiraum und Landschaft sowie Zukunftsfähigkeit. Das Stadtentwicklungskonzept mit der Kooperation von Politik, Stadtverwaltung, Bürgerschaft und Fachplanern dient dazu, Ziele für die Zukunft Ostfilderns zu beschreiben. Diese werden anschließend mit einem Flächennutzungsplan zusammengeführt und umgesetzt.

Für die unterschiedlichen Themengebiete stellte Carina Hornung ausgemachte Stärken, Schwächen und Ziele vor. So wurden beim Handlungsfeld soziale Infrastruktur unter anderem das Vereinsleben, die Bürgerbeteiligung und Synergieeffekte der ehemals eigenständigen Ortschaften als positive Aspekte genannt. Zugleich werden die Dezentralität, die Vernetzung der Stadtteile und Infrastruktur für ältere Menschen als Herausforderung gesehen. Als Ziele sind konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, die sich unter den Schlagworten Treffpunkte schaffen, Bewegungsangebote bieten und Gemeinschaft fördern zusammenfassen lassen.

Als Stärken des Bereichs Wohnen sind beispielsweise das grüne Umfeld, die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr und die Autobahn sowie die Tatsache, dass alle Schulformen in der Stadt angeboten werden, aufgeführt. Weniger positiv werden hingegen etwa steigende Wohnkosten, innerorts brachliegende Flächen und der Durchgangsverkehr beziehungsweise Fluglärm gesehen. So zählen bezahlbarer Wohnraum für alle, eine verbesserte Infrastruktur oder alternative, innovative Wohnformen zu den ausgemachten Zielen.

Die Rückmeldungen zum Verkehr spiegeln sich in detaillierter Form auch im entsprechenden Themengebiet wider. Aus Sicht der Befragten sollen der öffentliche Personennahverkehr gestärkt, Anreize für eine fahrradfreundliche Stadt sowie alternative Mobilitätsangebote geschaffen werden. Zudem wird angeregt, Verkehrsflächen wie etwa Parkplätze umzugestalten.

Im Handlungsfeld Klimaschutz gefallen die windoffene Filderebene als Schutz vor Überhitzung, das Blockheizkraftwerk sowie das geplante klimaneutrale Gewerbegebiet Scharnhausen West und dessen nachhaltiges Energiekonzept. Als Herausforderung werden derweil unter anderem ungenutzte Potenziale bei der Solarenergie, ein großer unsanierter Gebäudebestand und die Gefahr von Schäden durch Starkregen betrachtet. So lassen sich die Ziele in den Rubriken Klimaanpassung, nachhaltige Energieversorgung, Energieeffizienz und klimaschonende Mobilität zusammenfassen.

Nach den verschiedenen Beteiligungsformaten zuletzt sind für die kommenden Monate weitere Aktionen geplant, um die Bevölkerung detailliert über die bisherigen Ergebnisse des Projekts „Stadtentwicklung Ostfildern verbindet“ zu informieren. Anschließend soll die Bürgerschaft beim Blick auf angestrebte Maßnahmen abermals eingebunden werden, bevor das Stadtentwicklungskonzept voraussichtlich im zweiten Quartal des nächsten Jahres abgeschlossen wird und der Flächennutzungsplan in den Mittelpunkt rückt.


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