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StartSportBietigheim kämpft sich zum Unentschieden gegen Coburg

Bietigheim kämpft sich zum Unentschieden gegen Coburg

SportBietigheim kämpft sich zum Unentschieden gegen Coburg

von Bernhard Gaus

Punkteteilung zwischen Bietigheim und Coburg. Das 29:29 (14:15)-Unentschieden im Nachholspiel des 30. Spieltages löste am Mittwoch bei den Gästen aus Oberfranken mehr Begeisterung aus als bei der SG BBM. Coburg hilft der Punkt, um die Distanz zur Abstiegszone zu vergrößern, für Bietigheim ist es mit Blick auf den Kampf um Rang 4 eher ein verlorener Punkt. Schon am Sonntag (17 Uhr) haben die Schwaben die Chance, es im Heimspiel gegen den VfL Lübeck-Schwartau besser zu machen.

„Das war eine schöne Moral meiner Jungs nach der Klatsche in Lübeck“, freute sich HSC-Cheftrainer Brain Ankersen. „Wenn man zurückliegt vor dem letzten Angriff, müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein.“ SG BBM-Coach Iker Romero sah im Vergleich zu den letzten Spielen eine schwächere Vorstellung seines Teams: „Wir waren heute nicht bei 100 Prozent. Wir haben am Ende gekämpft, waren aber nicht in der Lage, das Spiel für uns zu entscheiden.“

Dabei lief es bei den Gastgebern vor 1741 Zuschauern in der EgeTrans Arena in der ersten Viertelstunde ganz nach Plan. Bietigheim führte mit 7:2 und das, obwohl HSC-Keeper Jan Kulhánek gleich zu Beginn auf dem Posten war. Aber die SG BBM wirkte in ihren Aktionen konzentrierter, stand stabil in der Abwehr und profitierte von technischen Fehlern des Bundesliga-Absteigers.

Dabei hatte Bietigheim den ersten Tiefschlag schon vor dem Anpfiff hinnehmen müssen. Neben dem erkrankten Tim Dahlhaus, konnte kurzfristig auch der angeschlagene Dominik Claus nicht eingesetzt werden und nur auf der Bank Platz nehmen. „Das war schon eine Hypothek, dass beide Rückraum-Rechte gefehlt haben“, sagte SG BBM-Routinier Christian Schäfer. „Auch wenn das Marco Rentschler in dieser Situation gut gemacht hat.“ Der 27-jährige Linkshänder, mit einem Überraschungs-Comeback am Freitag in Rimpar in den Kader gerutscht, stand am Mittwoch gleich mal in der Anfangsformation. Coburg musste dafür auf der Rechtsaußenposition improvisieren. „Weil wir hier keinen nominellen Rechtsaußen hatten, konnte die SG auf dieser Abwehrposition aufmachen“, so Ankersen.

Die Oberfranken kamen nach der Anfangsviertelstunde ins Spiel, auch weil Bietigheim immer weniger gefährliche Angriffe generieren konnte. Nach 24 Minuten glich Coburgs torgefährlichster Mann im ersten Abschnitt, Tobias Varvne, zum 11:11 aus und praktisch mit dem Halbzeitpfiff markierte Jan Schäffer die erste Führung des HSC zum 14:15.

Das schien noch keinen nachhaltigen Hallo-Wach-Effekt auf die Angriffsleistung der Schwaben zu zeitigen. Nur vier Tore gelangen der Romero-Truppe in der ersten Viertelstunde nach dem Seitenwechsel. Der für Konstantin Poltrum in Tor gewechselte Nick Lehmann hielt mit einigen Paraden sein Team im Spiel. Max Öhler markierte in der 40. Minute zwar noch das 17:17, doch anschließend lag meist der Bundesliga-Absteiger in Front.

„Wir führen lange in der 2. Halbzeit, haben die Möglichkeit mit 3 nach vorn zu gehen aber nicht genutzt“, so Ankersen. Stattdessen packte die SG BBM pünktlich zur Crunchtime ihren Kampfgeist aus. Zunächst übersteht Bietigheim beim Stand von 23:25 eine Unterzahlsituation. Drei blitzsauber Tore von Kapitän Paco Barthe in Folge bringen den 26:26- Ausgleich, Sven Weßeling legt zur ersten Bietigheimer Führung in Halbzeit Zwei nach. Coburg gleicht jeweils die folgende Führungstreffer von Jan Asmuth und Juan de la Peña aus. Merlin Fuß trifft schließlich für den HSC zum 29:29, während Bietigheim in den verbleibenden Sekunden keinen Werfer in eine aussichtsreiche Position mehr bringen kann.

SG BBM Bietigheim: Welz, Poltrum, Lehmann; Vlahovic (2), Claus, Öhler (1), Schäfer (6/3), de la Peña (4), M. Urban, Barthe (7), Asmuth (3), Weßeling (3), M. Rentschler, Pfeifer, Boschen (1), Fischer (2).

HSC 2000 Coburg: Kulhánek, Jochens; Runarsson, Fuß (4), Toom (2), Mund, Mubenzem (1), Juskenas, Knauer (1), Varvne (6), Schäffer (4), Dettenthaler (4), Kurch (1), Grozdanić (4/4), Schröder (2).

Spielverlauf: 7:2 (13.), 9:7 (19.), 11:11 (24.), 13:11 (26.), 14:15 (30.), 17:17 (40.), 22:22 (50.), 24:26 (54.), 27:27 (57.), 29:29 (60.).
Zeitstrafen: Boschen (14.), Barthe (24.), de la Peña (29.), Vlahovic (53.) – Grozdanić (22.), Kurch (26.)
Siebenmeter: 3/4 – 4/4
Schiedsrichter: Suresh Thiyagarajah / Ramesh Thiyagarajah (Internationale Schiedsrichter des DHB)
Zuschauer: 1741 (EgeTrans Arena, Bietigheim)


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