• Landkreis, Kommunen und Malteser legen Konzept vor
  • Zusätzliches Impfangebot startet bereits am Dienstag

Kreis Esslingen.| Der Landkreis Esslingen hat gemeinsam mit Kommunen und dem Malteser Hilfsdienst ein Konzept für ein flächendeckendes Impfnetzwerk erarbeitet. An das Land wird ein Bedarf von vier zusätzlichen Mobilen Impfteams (MIT) gemeldet. So können rund 8.000 Impfungen pro Woche im Landkreis erreicht werden.

„Mit dem flächendeckenden Angebot können wir die Impfangebote der Ärzte und Betriebsärzte wirksam flankieren“, sagt Landrat Heinz Eininger. „Dafür melden wir dem Land zusätzlich zu den bereitgestellten drei mobilen Impfteams und dem Impfbus Bedarf für vier weitere Teams. So können wir eine zusätzliche Kapazität von insgesamt rund 8.000 Impfungen pro Woche erreichen. Jetzt ist das Land am Zug.“ Vertreter von Kommunen haben am vergangenen Wochenende zusammen mit dem Malteser Hilfsdienst und Landrat Heinz Eininger das Konzept für ein flächendeckendes Impfnetzwerk erarbeitet.

Die Ergebnisse: Bereits ab Dienstag, 23. November werden in den sechs Großen Kreisstädten im Landkreis und damit insgesamt rund 270.000 Einwohnern zusätzliche Impfangebote gemacht. Dabei sind drei Mobile Impfteams mindestens einmal pro Woche an festen Wochentagen in den Kreisstädten vor Ort. Die Aktion startet am Dienstag in Kirchheim (Stadthalle), am Mittwoch folgt Nürtingen (Beutwanghalle), am Donnerstag Leinfelden-Echterdingen (Walter-Schweizer-Kulturforum), am Freitag Filderstadt (Fil- harmonie) und Samstag und Sonntag wird Esslingen versorgt. Am darauffolgenden Montag ist dann erstmals die Impfaktion in Ostfildern (Körschtalhalle). Die Aktionen beginnen jeweils um 12 Uhr und enden um 18 Uhr. „Damit schaffen wir ein verlässliches, wöchentliches Angebot in festen Räumen“ sagt Landrat Heinz Eininger. Mit den Einsätzen in den Großen Kreisstädten können täglich bis zu 400 Impfungen durchgeführt werden.

Desweiteren sind bei der Erarbeitung des Impfnetzwerks sieben Raumschaften definiert worden, in denen mit den vier zusätzlichen geforderten mobilen Impfteams ebenfalls zu festen Wochentagen Impfaktionen durchgeführt werden. Die Raumschaften erstrecken sich auf das Lenninger Tal, Wendlingen, Aichtal/Neckartenzlingen, Weilheim, das Neuffener Tal, Reichenbach und Plochingen. Die konkreten Impftage und Örtlichkeiten werden derzeit mit den Kommunen abgestimmt. Mit den zusätzlichen Teams können weitere etwa 270.000 Einwohner erreicht werden. „Wir erwarten vom Land, dass es jetzt sehr schnell sein Einverständnis zu dem Konzept gibt und die vier weiteren mobilen Teams, die dafür erforderlich sind, bereitstellt“, sagt Eininger.

Zudem erhält der Impfbus weitere Verstärkung, sodass dort statt der bisher zwei Impflinien nunmehr drei aufgemacht werden können. Damit schafft der Impfbus pro Tag ebenfalls rund 400 Impfungen.

Daneben seien die niedergelassenen Ärzte aufgerufen, weiterhin so engagiert wie bisher ihre Impfungen durchzuführen. Selbstverständlich könnten auch noch zusätzliche kommunale Aktionen unter Beteiligung der Ärzteschaft und der örtlichen Kräfte des Ehrenamtes organisiert werden. In mehreren Kommunen laufen bereits entsprechende Planungen dazu.

„Wir gehen davon aus, dass wir mit diesem Konzept pro Woche gut 8.000 Impfungen hinbekommen. Damit liegen wir fast in dem Bereich wie zu Zeiten der Vollauslastung der Kreisimpfzentren“, erläutert der Landrat. Wichtig sei es den Verwaltungschefs aus Landkreis, Städten und Gemeinden, dass die Einwohnerschaft ein verlässliches Impfangebot in der Fläche bekommt und dieses dann auch wahrnimmt: „Impfen ist nicht nur Privatsache, sondern ein Gebot der Solidarität.“