Zugezogene werden mit verschiedenen Angeboten unterstützt

Ostfildern.| Knapp 40.000 Menschen leben in der Stadt. Fast 7.000 von ihnen besitzen ausschließlich eine ausländische Staatsbürgerschaft. Insgesamt sind mehr als 100 Nationalitäten vereint.

Egal ob aus Europa oder Afrika, ob aus Amerika, Asien oder Australien – Ostfildern vereint Menschen aus allen Teilen der Welt. Dabei sind mehr als die Hälfte aller Nationalitäten in der Stadt vertreten, von albanisch über chinesisch, kolumbianisch und tunesisch bis vietnamesisch. 6.997 Personen mit ausschließlich ausländischer Staatsbürgerschaft waren Ende Juli in Ostfildern gemeldet. Insgesamt leben im Stadtgebiet 39.784 Menschen, 10.459 in Nellingen, 8.476 im Scharnhauser Park, 8.063 in Ruit, 5.446 in Kemnat, 4.528 in Scharnhausen und 2.812 in der Parksiedlung.

Während die Mehrheit der Bevölkerung einen deutschen Personalausweis oder Reisepass besitzt, weist sich ein kleinerer Teil mit Dokumenten anderer Länder aus. 116 Nationalitäten sind in der aktuellen Statistik aufgeführt. Am stärksten vertreten ist die Türkei mit 1.005 Staatsangehörigen, gefolgt von Kroatien mit 526, Italien mit 496, Griechenland mit 447 und dem Kosovo mit 442. Gemeinsam machen sie den Großteil der 5.239 Menschen aus 36 europäischen Ländern aus. Darüber hinaus wohnen 1.228 Personen aus 32 asiatischen Staaten, 284 Personen aus 31 afrikanischen Ländern, 173 Personen aus 15 amerikanischen Ländern sowie 18 Personen aus der Region Australien und Ozeanien in Ostfildern. 55 Menschen sind keinem Land zugeordnet. Mehr als drei Viertel der Bürgerschaft ohne deutsche Staatsangehörigkeit leben dabei bereits seit mindestens vier Jahren in der Bundesrepublik, knapp die Hälfte seit zehn Jahren oder länger.

Während die Gesamtzahl der Bürgerinnen und Bürger seit Jahresbeginn nahezu unverändert geblieben ist, sind in den vergangenen Monaten 1.741 Menschen zugezogen. Um insbesondere jenen, die aus einem anderen Kulturkreis nach Ostfildern kommen, das Einleben vor Ort zu erleichtern, koordiniert Daniel Lopes von der Stabsstelle Integration die Zusammenarbeit von Stadtverwaltung, Vereinen und privaten Organisationen. Das Angebotsspektrum, das detailliert im umfangreichen Integrationskonzept der Stadt dargestellt ist, umfasst unter anderem das Projekt „eins plus b“, das Eltern mit Migrationshintergrund unterstützt, das Mentoring-Programm für geflüchtete Menschen und den Dolmetscher-Pool. Außerdem engagiert sich die Stadt im Rahmen der bundesweiten interkulturellen Woche, die dieses Jahr vom 26. September bis 3. Oktober unter dem Motto „#offengeht“ stattfindet.

Abgesehen von den Staatsangehörigen europäischer Länder stellen Menschen aus Syrien mit 349 Personen die größte Gruppe mit ausländischem Ausweis, wobei die meisten aufgrund von humanitären, politischen oder völkerrechtlichen Gründen ihre Heimat verlassen haben. Danach folgen China mit 144, Indien mit 125, Afghanistan mit 107 und die USA mit 76 Personen. „Die Anzahl von Menschen aus Syrien ist in den vergangenen Jahren deutlich größer geworden. Vor der Flüchtlingswelle haben kaum Syrerinnen und Syrer in Ostfildern gelebt“, sagt Sonja Löffler, die bei der Stadtverwaltung die Abteilung Integration und Servicecenter leitet.