Bild: Louiza Avraam, links von hinten Sidney Elizabeth Turtschi | Foto Bernhard Weis
Lieben Sie Gershwin?
Ballett von Marco Goecke

Künstlerische Leitung Gauthier Dance
Choreograph: Eric Gauthier
Company Coach: Egon Madsen

Choreographie: Marco Goecke
Musik: George Gershwin
Bühne und Kostüme: Michaela Springer
Lichtdesign: Udo Haberland
Dramaturgie: Nadja Kadel
Produktionsleitung: Alexandra Brenk, Inga Kunz
Künstlerisches Betriebsbüro: Lisa Beck
Ballettmeister: Cesar Locsin, Luis Eduardo Sayago
Tanz: Bruna Andrade, Louiza Avraam, Nora Brown, Andrew Cummings, Anneleen Dedroog, Alessio Marchini, Barbara Melo Freire, Luca Pannacci, Garazi Perez Oloriz, Mark Sampson, Jonathan dos Santos, Izabela Szylinska, Sidney Elizabeth Turtschi, Theophilus Veselý, Shawn Wu, Shori Yamamoto

Der Tanz und George Gershwin – das ist nichts weniger als eine große Liebesgeschichte. Davon zeugen nicht nur Filmklassiker aus Hollywoods goldener Ära, mit Stars wie Fred Astaire, Ginger Rogers oder Gene Kelly. Es ist vor allem die Musik Gershwins selbst, die erst in der Kombination mit Bewegung und Tanz ganz bei sich zu sein scheint. Und so war es wohl nur eine Frage der Zeit, bevor sich auch Marco Goecke diesem unnachahmlichen Wanderer zwischen Jazz und Klassik, zwischen „E- und U-Musik“ zuwandte. Der musikalische Reichtum, aus dem er schöpfen konnte, ist immens und reicht von Hits wie Summertime, Someone to Watch over Me oder The Man I Love über populäre Musical-Songs zu Gershwins Orchesterwerken wie dem Klavierkonzert in F-Dur. Die Qual der Wahl war im Übrigen auch bei der Auswahl der Interpretinnen angesagt. Jazz-Ikonen wie Sarah Vaughan haben Gershwins Songs legendäre Alben gewidmet, Janis Joplin hat sich von Summertime zu einer spektakulären, herben Blues-Version inspirieren lassen. Ihre Stimmen werden diese Produktion begleiten.

Dass Marco Goecke und der ultimativ tanzbare Komponist trotzdem erst jetzt zusammenkommen, hat einen Grund. Denn Gershwin hat „für die Füße komponiert“, wie Fred Astaire einmal sagte. Der Künstler, der in seiner Arbeit den Fokus konsequent auf die Arme und den Oberkörper der Tänzerinnen und Tänzer legt und mit diesem vibrierenden Stil berühmt wurde, hat diesmal so ganz neue Facetten des Choreographierens erkunden. Und musste sich darüber hinaus einer weiteren Herausforderung stellen: dem Proben und Kreieren unter Corona-Bedingungen. Die Company und ihr Chef sind freudig gespannt – und zuversichtlich! Denn obwohl Vorhersagen in diesen unsicheren Zeiten schwierig sind – für diese Prognose zögert Eric Gauthier keine Sekunde. „Ich bin mir sicher: Am Ende des Stücks werden die Zuschauer nicht nur die Frage „Lieben Sie Gershwin?“ mit einem klaren Ja beantworten – sondern auch: „Lieben Sie Marco Goeckes Gershwin?“.

Theaterhaus Stuttgart, T1
Mittwoch, 16. Dezember 2020
Donnerstag, 17. Dezember 2020
Freitag, 18. Dezember 2020  – jeweils um 19:30 Uhr
Samstag, 19. Dezember 2020 um 20:00 Uhr
Sonntag, 20. Dezember 2020 um 19:00 Uhr
Dienstag, 22. Dezember 2020 um 19:30 Uhr