Uraufführung von Marco Goecke

Künstlerische Leitung Gauthier Dance / Choreograph: Eric Gauthier
Company Coach: Egon Madsen

Bühne und Kostüme: Michaela Springer
Lichtdesign: Udo Haberland
Dramaturgie: Nadja Kadel
Produktionsleitung: Alexandra Brenk, ab der Spielzeit 2020/21 Lisa Beck, Inga Kunz
Künstlerisches Betriebsbüro: Alexandra Brenk, Maria Strack, ab der Spielzeit 2020/21 Lisa Beck, Inga Kunz
Ballettmeister: Cesar Locsin, Luis Eduardo Sayago
Tanz: Bruna Andrade, Louiza Avraam, Nora Brown, Anneleen Dedroog, Alessio Marchini, Barbara Melo Freire, Luca Pannacci, Garazi Perez Oloriz, Mark Sampson, Jonathan dos Santos, Sidney Elizabeth Turtschi, Theophilus Veselý
Gasttänzer/in: Andrew Cummings, Izabela Szylinska

Der Tanz und George Gershwin – das ist nichts weniger als eine große Liebesgeschichte. Davon zeugen nicht nur Filmklassiker aus Hollywoods goldener Ära, mit Stars wie Fred Astaire, Ginger Rogers oder Gene Kelly. Es ist vor allem die Musik Gershwins selbst, die erst in der Kombination mit Bewegung und Tanz ganz bei sich zu sein scheint. Und so war es wohl nur eine Frage der Zeit, bevor sich auch Marco Goecke diesem unnachahmlichen Wanderer zwischen Jazz und Klassik, zwischen „E- und U-Musik“ zuwendet. Der musikalische Reichtum, aus dem er schöpfen kann, ist immens und reicht von Hits wie Summertime, I Got Rhythm oder The Man I Love über populäre Musical-Songs zu Gershwins Orchesterwerken wie dem Klavierkonzert in F-Dur. Die Qual der Wahl ist im Übrigen auch bei der Auswahl der Interpretinnen angesagt. Jazz-Ikonen wie Sarah Vaughan oder Ella Fitzgerald haben Gershwins Songs legendäre Alben gewidmet, Janis Joplin hat sich von Summertime zu einer spektakulären, herben Blues-Version inspirieren lassen. Ihre Stimmen werden diese Produktion begleiten.

Dass Marco Goecke und der ultimativ tanzbare Komponist trotzdem erst jetzt zusammenkommen, hat einen Grund. Denn Gershwin hat „für die Füße komponiert“, wie Fred Astaire einmal sagte. Der Künstler, der in seiner Arbeit den Fokus konsequent auf die Arme und den Oberkörper der Tänzerinnen und Tänzer legt und mit diesem vibrierenden Stil berühmt wurde, wird diesmal wohl ganz neue Facetten des Choregraphierens erkunden. Und muss sich darüber hinaus einer weiteren Herausforderung stellen: dem Proben und Kreieren unter Corona-Bedingungen. Die Company und ihr Chef sind freudig gespannt – und zuversichtlich! Denn obwohl Vorhersagen in diesen unsicheren Zeiten schwierig sind – für diese Prognose zögert Eric Gauthier keine Sekunde. „Ich bin mir sicher: Am Ende des Stücks werden die Zuschauer nicht nur die Frage „Lieben Sie Gershwin?“ mit einem klaren Ja beantworten – sondern auch: „Lieben Sie Marco Goeckes Gershwin?“.

Theaterhaus Stuttgart, T1
Uraufführung am Mittwoch, 7. Oktober 2020 um 20:00 Uhr
weitere Vorstellungen am Donnerstag, 8. Oktober 2020 / Freitag, 9. Oktober 2020 / Samstag, 10. Oktober 2020 – jeweils um 20:00 Uhr / Sonntag, 11. Oktober 2020 um 19:00 Uhr

Gauthier Dance unterwegs
Dienstag, 20. Oktober 2020, Stadthalle am Schloss, Aschaffenburg
Freitag, 23. Oktober & Samstag, 24. Oktober 2020, Tollhaus Karlsruhe
Dienstag, 10. November 2020, Teatro Comunale Bozen (Italien)
Freitag, 13. November & Samstag, 14. November 2020, TANZ Köln an den Bühnen Köln
Freitag, 27. November & Samstag, 28. November 2020, Theater Gütersloh
Dienstag, 1. Dezember 2020, Graf-Zeppelin-Haus Friedrichshafen
Donnerstag, 3. Dezember 2020, Burghof Lörrach