Ostfildern.| Vertreter der Bauverwaltung haben im Dezember bei einer Bürgerinformationsveranstaltung die Planungen zum Gewerbegebiet „Unter dem Plieninger Weg“ in Scharnhausen vorgestellt.

Die Bürgermeisterin Monika Bader sowie Karl-Josef Jansen, Stefan Rothe und Matthias Schmidt vom Fachbereich 3 (Baurecht und Planung) stellten im Feuerwehrhaus in Scharnhausen im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens zur Ausweisung des Gewerbegebiets das Vorhaben vor. „Das Gewerbegebiet „Unter dem Plieninger Weg“ ist die letzte bedeutende Gewerbefläche in der Stadt, deswegen entwickeln wir dieses Gebiet mit großer Umsicht und Sorgfalt“, sagte die Bürgermeisterin. Vorrangig solle in dem Gewerbegebiet den ortsansässigen Unternehmen eine Entwicklungsmöglichkeit vor Ort geboten werden. „Somit können wir auch langfristig Arbeitsplätze in der Stadt halten“, sagte Bader. In einem weiteren Schritt der Vermarktung soll dann Unternehmen von außerhalb die Möglichkeit geboten werden, sich in Ostfildern anzusiedeln, erläuterte Bader.

Die Bürger hatten bei dem Termin im Feuerwehrhaus Scharnhausen zahlreiche Fragen und Anmerkungen zu dem Bauprojekt. Eine zentrale Rolle spielte dabei das Thema Verkehr, insbesondere bei Bewohnern an der Plieninger Straße. Sie befürchteten, dass mit der Ausweisung des Gewerbegebiets und der Ansiedlung von Unternehmen noch mehr Verkehr als bisher durch die Plieninger Straße fließt. Zudem wollten Zuhörer wissen, wie es mit der Schließung der Scharnhauser Straße auf der Gemarkung Stuttgart weiter gehe. Und Landwirte machten auf Probleme bei der Querung der Hauptstraßen mit ihren Fahrzeugen aufmerksam.

Die Besucher interessierte vor allem die Fragestellung, welche Unternehmen nach dem Willen der Stadt in dem Gewerbegebiet angesiedelt werden sollen. Auch die Natur spielte bei den Zuhörern eine Rolle. Eine mögliche Beeinträchtigung der Kaltluftschneise, Artenschutz und der Verlust an weiterem Ackerboden wurden genannt.

Die Vertreter der Verwaltung konnten einen großen Teil der Fragen bei der Veranstaltung beantworten. Weitere Anregungen und Fragestellungen nahmen die Verwaltungsmitarbeiter als Arbeitsauftrag in das weitere Verfahren mit.