Ostfildern.| Mitarbeiter des Grünflächenmanagements der Stadt haben in Nellingen beim Friedhof auf städtischen Grundstücken Blumenwiesen angelegt. Auch in Kemnat sind Blühflächen entstanden.

„Wir werden nach und nach weitere blühende Wiesen anlegen“, sagt Dieter Krautter, der Leiter des Sachgebiets Grünflächen im Fachbereich 4 (Bauen, Immobilien). Im vergangenen Jahr sind bereits rund 30 Ar Rasen- in Wiesenflächen umgewandelt worden. Künftig sollen jährlich etwa zehn bis 20 Ar umgewandelt werden, „dort, wo es sinnvoll ist. Das ist gut für die Natur und auch etwas fürs Auge“, sagt Krautter.

Hinter dem Nellinger Friedhof blüht seit diesem Jahr eine artenreiche Blumenwiese mit nieder- bis hochwüchsigen Arten, derzeit recken Sonnenblumen ihre gelben Köpfe in die Höhe. Mitarbeiter des Grünflächenmanagements der Stadt haben die Blühflächen auf zwei städtischen Grundstücken angelegt. Bereits im ersten Jahr sollen Kornblume und Klatschmohn für ein ansprechendes Bild sorgen. Im zweiten Jahr gelangen Margeriten und Glockenblumen zur Blüte, später werden Bocksbart, Witwen- und Flockenblumen die bunt blühende Wiese prägen.

Auch in Kemnat sind in Kooperation der Stadtverwaltung mit den evangelischen, katholischen und städtischen Kindergärten und dem Obst- und Gartenbauverein (OGV) Kemnat brachliegende Grünflächen optisch aufgewertet worden und es wurde obendrein etwas für die Insektenvielfalt getan.

Am Feldweg in Richtung Riedenberg/Sillenbuch, an der Kreuzung Schönberg-/Hagäckerstraße und am Ortsausgang Kemnat in Richtung Ruit an der Kreuzung Heumadener-/Sillenbucher Straße haben die städtischen Mitarbeiter Samen für eine Insektenwiese ausgesät. „Seit rund drei Wochen summt und brummt es erheblich auf den bunten Blumen- und Kräuterwiesen“, berichtet Oliver Galle, der Vorsitzende des OGV Kemnat. Überwiegend hätten dort bereits Bienen, Hummeln und Schmetterlinge Einzug gehalten.

Die Kinder der Kemnater Kindergärten haben Holzschmetterlinge bunt bemalt. Sie wurden als markante Erkennungszeichen für die Insektenwiesen an den einzelnen Wiesenflächen angebracht. „Das Thema Umweltschutz und das Insektensterben sind in aller Munde und auch wir möchten die Bürger zu diesem Thema mitnehmen und ein Zeichen setzen“, sagt Galle. Er möchte die Bürger ermuntern, auch im eigenen Garten eine Blühwiese anzulegen.

Und nicht zuletzt haben die Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die beteiligten Kindergärten und der Obst- und Gartenbauverein mit der Umgestaltung der Flächen in blühende Wiesen bereits eine Forderung erfüllt, wie sie von den Teilnehmern der Klimademonstration von Mitte Juli gestellt worden war: „Um dem Insektensterben entgegen zu wirken, soll die Stadt Maßnahmen ergreifen, die zu blütenreicheren öffentlichen Grünflächen und Ackerrandstreifen führen“, heißt es in dem Forderungskatalog der Schüler.