Bild: „Kinderspielstadt Stutengarten erhält regionales Holz aus dem Stadtwald“. Von rechts: Torsten Lehmann, Marvin Oesting, Christian Franger, Burkhard Behrends. Autor: Marcel Dommer (Mitarbeiter Stutengarten) | Foto: LHS

Stuttgart.| Die Landeshauptstadt Stuttgart spendet für die Kinder, die in den Sommerferien im Stutengarten sind, rund zehn Festmeter Fichtenholz aus dem Stadtwald. „Ein Festmeter entspricht einem Kubikmeter, zehn Festmeter sind die Menge einer halben Lkw-Ladung“, erläutert Torsten Lehmann, Förster beim Garten-, Friedhofs- und Forstamt.

Der Projektleiter des Stutengartens, Christian Franger, ist begeistert, dass die Kinder im Stutengarten die Berufe des Zimmermanns und des Tischlers entdecken können. Aus Fichtenstämmen des Stadtwaldes werden in der Kinderspielstadt Stutengarten Bretter gesägt, und die Kinder erstellen unter Anleitung eines Zimmermanns unter anderem einen Dachstuhl aus dem heimischen Rohstoff.

Die Fichten wurden im „Neuen Wald“ der Stadt Stuttgart eingeschlagen. Nach den trockenen und heißen Phasen der letzten Jahre hatte der Borkenkäfer die Bäume befallen, sodass sie aus Waldschutzgründen gefällt werden mussten. „Uns war wichtig, dass für Projekte wie dem Stutengarten heimische Hölzer aus der Region verwendet werden. Daher haben wir die Kinderspielstadt gerne mit Holz versorgt“, so Lehmann.

Für den Beruf des Zimmermanns ist Burkhard Behrends dieses Jahr das dritte Mal dabei und freut sich darüber, mit regionalem Holz arbeiten zu können. Holzverwendung ist klimafreundlich, und dazu gehören auch kurze Transportwege. Mittels eines mobilen Sägewerks werden die fünf Meter langen Fichtenstämme zu einzelnen Brettern gesägt und die Säume entfernt. Aus den Bretter werden unter anderem ein Dachstuhl und eine Leiter gebaut.