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Der Verein für Bewegungsspiele Stuttgart, wie der Club 1893 offiziell getauft wurde, ist eine der Instanzen des deutschen Fußballs. Als Gründungsmitglied der Bundesliga kann der Verein aus Baden-Württemberg auf eine lange Tradition zurückblicken. Besonders die Fußballmannschaft der Herren hat der Region in der Vergangenheit viel Freude bereitet – hat aber auch für viel Kopfzerbrechen unter seinen Anhängern gesorgt.

Die Geschichte des Vereins ist ein einziges Auf und Ab. Der VfB konnte fünf Meisterschaften und drei Pokalsiege erringen, stieg aber auch mehrmals in die 2. Bundesliga ab. Am Ende der letzten Saison mussten die Stuttgarter erneut, das Mal seit 1975, den Weg ins deutsche Fußballunterhaus antreten. Dabei wurde das Team zu Beginn der Vorsaison nicht unbedingt als Absteiger gehandelt. Als Team mit mittlerem Budget im Vergleich zur Ligakonkurrenz gingen die meisten davon aus, dass sich die Stuttgarter im Tabellenmittelfeld wiederfinden werden. Doch aufgrund sehr schwacher Leistungen, für die nicht nur die Spieler, sondern auch das Team der Trainer und Verantwortlichen grade stehen mussten, reichte es für Stuttgart am Ende nur für Platz 16.

So hatten die Stuttgarter am Ende der Saison noch die Chance, durch gute Auftritte in der Relegation die Liga zu halten. Doch kam das Team in Hin- und Rückspiel gegen Union nicht über zwei Unentschieden hinaus und musste aufgrund der viel umstrittenen Auswärtstorregel den Weg in Liga 2 antreten.

In der Saison 2019/20 spielt der VfB nun zweitklassig und gilt, neben den andere n Absteigern und dem überraschend in der 2. Bundesliga verbliebenen HSV, als Favorit auf den Aufstieg. Neben dem Namen des Vereins ist hier auch das Budget einer der Gründe, warum man auf Stuttgart zählen muss. Ihr Budget ist eines der größten der 2. Liga und sie können es sich sogar leisten, den ehemaligen Nationalspieler Mario Gomez zu halten. Der Stürmer ist nun das unumstrittene Gesicht des Vereins. Er hat allerdings fähige Kollegen an seiner Seite, da sich der VfB Stuttgart aufgrund des finanzstarken Sponsors Mercedes Benz und dem Verkauf vom französischen Weltmeister Benjamin Pavard an den FC Bayern München sehr gut für die Aufgabe direkter Wiederaufstieg aufgestellt hat.

Gomez stellt mit dem Abstieg in Liga Zwei sogar einen Rekord auf. Der ehemalige Champions League Sieger wird mit einem kolportierten Gehalt von über 4 Millionen Euro im Jahr der teuerste Stürmer, der je in der 2. Bundesliga gespielt hat. Mit 4 Millionen Euro gehen etwa 10 Prozent des für Liga Zwei rekordverdächtigen Budget für den Stürmer drauf.