Transglobaler Folkpop mit politischer Haltung

Stuttgart.| Die sieben Musiker*innen von Rupa and the April Fishes stammen aus allen Teilen der Welt – entsprechend vielfältig ist auch ihr musikalisches Programm: Im Melting Pot San Francisco haben sie sich gefunden, um mit ihrer Musik Statements gegen Umweltzerstörung, Alltagsrassismus und andere gesellschaftliche Missstände  zu setzen. Im Mittelpunkt der Band steht ganz klar die charismatische Sängerin, Aktivistin und Ärztin Rupa Marya, die bei ihrem Auftritt beim Sommerfestival der Kulturen am Freitag, 19. Juli 2019 um 18.30 Uhr gemeinsam mit ihren Bandkollegen und ihren weltumspannenden, intensiven Songs für Gänsehaut sorgt.

Rupa Marya wird als Tochter indischer Eltern in der Bay Area von San Franciso geboren, verbringt ihre ersten zehn Lebensjahre jedoch bei ihren Großeltern in Nordindien. Von da aus geht sie zu ihren Eltern nach Aix-en-Provence in Südfrankreich und zieht mit ihnen als junge Frau zurück in ihre Geburtsstadt an der westamerikanischen Küste. Auch wenn sie dort erst Medizin studiert, um dann als Chirurgin zu arbeiten, ist sie bereits zu dieser Zeit als Solo-Künstlerin fest mit den unterschiedlichsten Musikszenen der Stadt verbunden, in denen sie vielfältigste musikalische Eindrücke sammelt und auf ihre sechs Bandkollegen trifft. Zusammen veröffentlichen sie 2007 ihr Debüt-Album eXtraOrdinary rendition, mit dessen Titel sie sich auf die US-amerikanische Justiz-Praxis der außerordentlichen Auslieferung, etwa von Terrorverdächtigten, beziehen. Seitdem stehen Rupa and the April Fishes für einen umwerfenden musikalischen Stilmix aus Chanson, Reggae, Hindi-Lyrics, Jazz, Folk, Pop und Indie, der mit Latin-Rhythmen, Elementen aus Balkanfolklore, Texmex, Gypsy-Swing und Mariachi-Klängen sowie textlich um starke politische Referenzen ergänzt wird.

Die Band um Rupa Marya sprengt eben nicht nur musikalische Grenzen: Auch jene in den Köpfen der Menschen möchte sie einreißen und gleichzeitig auf Missstände in Politik und Gesellschaft hinweisen.

Die Bandmitglieder sehen für sich einen klaren Auftrag, Haltung zu zeigen und mit ihrer Musik Menschen dabei zu unterstützen, ein Leben in Würde und – wie Rupa Marya sagt – „im Einklang mit der Natur“ zu leben.

Und so scheint es ein passender Zufall, dass Rupa and the April Fishes beim Sommerfestival der Kulturen 2019 ausgerechnet an einem Freitag auf dem Stuttgarter Marktplatz spielen – genau dort vor dem Rathaus, wo zurzeit jeden Freitag hauptsächliche junge Menschen gegen die aktuelle Klimapolitik demonstrieren.

Wie auch bei vorherigen Veröffentlichungen von Rupa and the April Fishes treffen auf dem aktuellen Album Growing Upward (2019) Aktivismus und Popkultur aufeinander – Themen wie Alltagsrassismus, Umweltzerstörung und Klimawandel werden behandelt. Die explizit politischen Texte wechseln sich mit poetischen Passagen ab, ebenso wie sich die musikalischen Genres durchmischen. Dass die polyglotte Nomadin Rupa Marya die Songtexte in insgesamt fünf verschiedenen Sprachen vorträgt, die sie allesamt perfekt beherrscht, ist bei ihrer Lebensgeschichte nicht weiter verwunderlich.

Ihren politischen Protest verpackt die Band in einer intensiven Musik, die sie live mal humorvoll, mal pathetisch-theatralisch präsentiert und damit die Zuschauer*innen berührt. Davon, wie mutig und erfolgreich Rupa and the April Fishes den gewagte Balanceakt zwischen Gesellschaftskritik und Pop vollziehen, kann sich das Stuttgarter Publikum beim diesjährigen Sommerfestival der Kulturen überzeugen!

Rupa and the April Fishes, live beim Sommerfestival der Kulturen:
Freitag, 19. Juli 2019, 18.30 Uhr, Marktplatz Stuttgart

Besetzung: Rupa Marya: Gesang, Gitarre | Aaron Kierbel: Schlagzeug | Jhno Eichenseer: Klavier | Misha Khalikulov: Cello | Mario Silva: Trompete | Matt Szemela: Geige | Daniel Fabricant: Bass

Eintritt: frei

Weitere Infos zur Band: https://www.theaprilfishes.com/
Videos: https://www.theaprilfishes.com/videos

Das Sommerfestival der Kulturen 2019
16.–21. Juli 2019
Marktplatz Stuttgart, EINTRITT FREI

Buhnenprogramm:
Dienstag bis Donnerstag von 18 bis 22 Uhr,
Freitag und Samstag von 16.30 bis 22 Uhr,
Sonntag von 11 bis 22 Uhr.

Essens- und Getränkestände:
Dienstag bis Donnerstag von 17.30 bis 23 Uhr,
Freitag und Samstag von 16.30 bis 24 Uhr,
Sonntag von 11 bis 22 Uhr.

Markt der Kulturen:
Dienstag von 17.30 bis 23 Uhr,
Mittwoch und Donnerstag von 10 bis 23 Uhr,
Freitag und Samstag von 10 bis 24 Uhr,
Sonntag von 11 bis 22 Uhr.

Weitere Infos zum Festival: www.sommerfestival-der-kulturen.de