Foto: ITFS/Reiner Pfisterer | Bild von links: Dieter Krauß (FMF), Guido Wolf (Minister des Justiz und für Europa Baden-Württemberg, Muhterem Aras (Landtagspräsidentin Baden-Württemberg), Isabel Fezer (Bürgermeisterin Stuttgart), Dr. Walter Rogg (Wirtschaftsförderung Region Stuttgart), Claus Paal (Mitglied des Landtags Baden-Württemberg), Prof. Ulrich Wegenast (FMF), Evelyne Gebhardt (Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments)

Stuttgart.|  Deutschlands größtes Animationsfilmfestival, das Internationale Trickfilm-Festival Stuttgart (ITFS), geht in die 26. Runde: Am Dienstagabend, 30. April wurde das Festival feierlich im Gloria 1 und 2 der Innenstadtkinos Stuttgart eröffnet. Bei der Eröffnungsgala waren neben den Festivalmachern Prof. Ulrich Wegenast und Dieter Krauß auch Evelyne Gebhardt, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments und Guido Wolf, Minister der Justiz und für Europa Baden-Württemberg, zu Gast.

Evelyne Gebhardt betonte bei der Eröffnung die Bedeutung des Animationsfilms für Europa: „Filme und Trickfilme sind äußerst wichtig, weil sie unsere Kultur widergeben und die Geschichte übernehmen, in denen wir leben. Die Gedanken und Diskussionen unserer Gesellschaft werden verständlicher dargestellt: „Was heißt es, in Europa zu leben? Was heißt es, die Freiheiten und die Demokratie zu haben?“ All das greift der Animationsfilm auf, und auch die Gedanken der Grenzenlosigkeit, in der wir leben dürfen, werden über Animation und Games weitergegeben.“

Besonderes Highlight der Eröffnung war die Premiere des Films „Ode“, den die Filmemacherin Shadi Adib zusammen mit Studio Soi realisiert hat. Mit ihrem Konzept gewann sie den Projektwettbewerb „Trickfilm für Europa“, der mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums der Justiz und für Europa von der Film- und Medienfestival gGmbH, Veranstalterin des ITFS,  ausgeschrieben wurde. Der Film wirbt insbesondere vor den anstehenden Europawahlen für die europäische Idee.

Guido Wolf vom Ministerium der Justiz und für Europa Baden-Württemberg: „Für uns Politiker stellt sich immer die Frage, wie man die Leute für das Thema Europa und die europäische Idee interessieren kann. Da braucht man viel Kreativität und ich freue mich, dass es den Impuls aus der Politik gab, mit einem Trickfilm und einer neuen Idee neue Zielgruppen anzusprechen für Europa. Wir bringen das in die Kinos hinein und damit können wir echte Politik für Europa gestalten.“

Ebenfalls gab es bei der Eröffnungsfeier bereits den ersten Block des Internationalen Kurzfilm-Wettbewerbs mit zahlreichen anwesenden Regisseuren und Produzenten zu sehen, das Herzstück des Festivals: Sechs Filme beweisen die grenzenlose Vielfalt des Animationsfilms, darunter mit „Animal Behaviour“ ein Oscar-Nominierter, eine Botschaft des Friedens und der Hoffnung für die Menschen in Syrien in „Four Acts for Syria“ und eine gnadenlose Abrechnung mit den großen Plagen unserer Zeit in „My Generation“. Zum ersten Mal gibt es aufgrund der hohen Qualität der Einreichungen sechs statt fünf Kurzfilmwettbewerbs-Blöcke im Festivalprogramm.

Sechs Tage lang präsentiert eines der größten Festivals für Animation weltweit über 1000 Animationsfilme bei über 200 Veranstaltungen. Highlights sind neben den zahlreichen Filmvorführungen auf dem Open Air und in den Innenstadtkinos die GameZone im Kunstgebäude mit den aktuellesten Computerspielen, eine kuratierte Reihe zur Verbindung von Wissenschaft, Games und Animation und die I/P/D-Konferenz mit Talks und Konzerten zu Popkultur und neuen Medien. Im thematischen Zentrum des diesjährigen Festivals steht Europa mit zahlreichen kuratierten Filmprrogrammen und Hackathons, die sich mit der europäischen Idee und Wirklichkeit auseinandersetzen – so z.B. das vom britischen Animationsfilmer Chris Shepherd kuratierte Programm „Brexicuted“!