Zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf und hungrig auf mehr

Ludwigsburg.| Für die Aufstiegsrunde (Beginn 06. April) haben sich die Ludwigsburger Bundesligawasserballer souverän qualifiziert. Wird auch der SVL um Coach Milosav Aleksic für diese gewappnet sein und bilanzieren die Hauptrunde. Einige sportliche Bereiche wurden dabei etwas genauer unter die Lupe genommen, um Klarheit über die bisherige Stärken und Schwächen der Mannschaft zu erhalten.

Der Angriff – Keine Mannschaft aus der Pro B hat mehr Tore in der Hauptrunde erzielt wie der SV Ludwigsburg, 184 nach 12 Spielen um genau zu sein. Das entspri cht 15,3 Toren pro Partie. Ein Wert, der für die Offensivqualitäten der Barockstädter spricht. Dreh- und Angelpunkt ist dabei Center Timo van der Bosch. Neben seinen Torinstinkt (26 Tore nach 12 Spielen) verschafft er Freiräume für die gefährlichen Außenspieler Deni Cerniar (aktuell bei 36 Toren) und Domagoj Mijatovic (18 Tore). Auch Kapitän Adrian Jakovcev (18 Treffer) und Allrounder Marvin Thran (23 Treffer) sorgen stets für Torgefahr.

Die Verteidigung – Anders sieht es dagegen in der Verteidigung aus. Hier fehlt dem SVL noch etwas an Konsequenz und Abstimmung vor dem eigenen Tor. So resultieren aus 12 Hauptrundenspielen 9,5 Gegentore pro Partie. Besonders in den Anfangsphasen der Partien tut sich die Mannschaft um SVL-Kapitän Adrian Jakovcev schwer. Etwa beim 11:10-Auswärtssieg gegen Wedding Berlin, als man acht Gegentore bis zur Halbzeit kassierte oder gegen Bayer Uerdingen auswärts, wo man das erste Viertel verschlief (1:4). „Wir müssen noch an unserem Abwehrverhalten und der Spielumkehr arbeiten, da kassieren wir das ein oder andere Mal zu viele Gegentore“, sagt SVL-Coach Milosav Aleksic.

Die Torhüter – Sollte es im Spiel eng werden ist auf Ivan Pisk und Josip Katusa Verlass. Beiden haben eine Erfolgsquote von 55 Prozent, das bedeutet etwas mehr wie jeder zweite Schuss wird von den SVL-Goalies pariert. Ein sehr ordentlicher Wert, wenn man von einer maximalen Quote bei Wasserball-Torhütern zwischen 65 und 70 Prozent abgewehrten Schüssen ausgeht.

Die Stimmung im Team – Den Ergebnissen zufolge sollte die Atmosphäre in der Mannschaft gut sein, aber auch während der kurzen negativen Phase mit drei Niederlagen in Folge zeigte sich die Mannschaft stabil bis selbstkritisch. Das es dabei zu kleineren verbalen Auseinandersetzungen im Spiel kommt, bewertet jedoch SVL-Kapitän Adrian Jakovcev nicht als kritisch: „Das ist ein klares Zeichen dafür, dass die Mannschaft lebt. Es geht schließlich um die Aufstieg in die Pro A.“

Fazit – Die SVL-Wasserballer haben eine gute Hauptrunde gespielt, besonders im Angriff. Sollte die Verteidigung besser stehen, haben die Ludwigsburger gute Karten für die Aufstiegsrunde und wollen nun weiter an ihren Zielen arbeiten.