Ostfildern.| Im Rathaus Ruit sind derzeit die Wettbewerbsarbeiten für die Konzeptvergabe zur Bebauung des Areals an der ehemaligen Justinus-Kerner-Schule ausgestellt.

„Der Siegerentwurf spricht eine klare Architektursprache“, sagte die Bürgermeisterin Monika Bader bei der Ausstellungseröffnung. Für die Bebauung des Areals an der ehemaligen Justinus-Kerner-Schule hatten zehn Bewerber ihre Arbeiten eingereicht, vier Arbeiten wurden in die Wertung der Jury genommen, besetzt aus Mitarbeitern der Verwaltung, Mitglieder des Gemeinderats und externen Experten. Die Juroren bewerteten bei der Konzeptvergabe verschiedene Kriterien wie die städtebauliche Lösung, die Architektur, die Nutzung des Gebäudes sowie Aspekte der Mobilität, Energie und Wirtschaftlichkeit.

Als Sieger ging der Entwurf der Lesta Baubetreuung aus Esslingen aus der Jurybewertung hervor. Der Planverfasser habe die Rahmenplanung der Grünen Mitte mit zwei vorgegebenen Baukörpern optimal umgesetzt. Zwei kubische Baukörper werden gegenüber der Grünen Mitte auf ein leicht erhabenes Plateau gesetzt. Der Entwurf verzichtet auf jegliche Auskragungen. Die klare Bauform und die Klinkerfassade sind „in ihrer Schlichtheit zeitlos, vermitteln Wertigkeit und haben zur Entscheidung des Preisgerichts für diesen Entwurf mit beigetragen“, heißt es in der Bewertung der Jury.

In den beiden Bauten ist im Erdgeschoss Gewerbe vorgesehen. Eine Eisdiele als Gelenk zur Grünen Mitte mit Spielplatz soll ein belebendes Element sein. Weitere Büronutzungen in öffentlich wirksamen Erdgeschoss- Bereichen können zur Beruhigung der Freiflächen dienen, so die Meinung der Jury. In den Obergeschossen kommen insgesamt zwölf Wohnungen mit einer Größe von zwei bis fünf Zimmer unter.

Von der Otto-Vatter-Straße aus wird die Tiefgarage angedient, auch der Haupteingang zu den beiden Kuben liegt an dieser Straßenseite. An diesem Zugang, der auf einer kleinen Platzfläche endet, befinden sich Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, im Bereich der Otto-Vatter-Straße sind weitere Abstellplätze für Autos vorgesehen. Der Baubeginn für die beiden Gebäude erfolgt voraussichtlich 2020, die Fertigstellung könnte 2022 sein.