Trotz 6:3-Halbzeitführung gegen routinierte Duisburger unterlegen

Ludwigsburg.| Die Bundesligawasserballer des SV Ludwigsburg verlieren im Viertelfinale des Deutschen Pokals gegen den Pro A-Vertreter ASC Duisburg knapp mit 10:12 (5:2/1:1/2:5/2:4) und verpassen damit den erstmaligen Einzug ins Final-Four Turnier.

Zweihundert Zuschauer applaudierten minutenlang den Ludwigsburger Wasserballern nach dem Spiel. Es war gefühlt nur ein kleiner Trost für die Mannschaft um SVL-Kapitän Adrijan Jakovcev. Kurz zuvor musste sich sein Team nach einer wahren Schlacht mit 10:12 gegen favorisierte Duisburger aus dem Viertelfinale des Deutsc hen Pokals verabschieden.

Der Einzug ins Final Four wurde damit nach 2001 zum zweiten Mal verpasst. „Wir haben unglücklich verloren, hätten das Spiel gewinnen können. Bis zur Halbzeit haben wir mit drei Toren geführt, aber leider danach die Balance verloren“, resümierte SVL-Spieler Marvin Thran nach dem Aus.

Mit breiter Brust gingen die Barockstädter gegen den Vorjahresvierten ins Spiel und machten den Gästen von Beginn an klar, dass sie gegen eine A-Gruppen Mannschaft parieren können. Wie am Fließband schossen die Männer von SVL-Kapitän Adrian Jakovcev aus der zweiten Reihe ein Tor nach dem anderen und kamen so zur 6:3-Halbzeitführung.

Es roch nach einer Sensation, denn der ASC Duisburg schien im kleinen Becken des Stadionbades sichtlich überfordert zu sein. Klare Chancen blieben auf Seiten der Gäste bis dato aus. Doch dann wendete sich das Blatt. Unkonzentriertheiten und fehlende Kaltschnäutzigkei bei Überzahlspielen kostete die Schwaben ein besseres Ergebnis.

Die Duisburger nahmen in Gegenzug das Heft in die Hand und kamen durch geschickt ausgespielte Konter wie aus dem Nichts auf 8:8 heran. „Wir haben bis zum dritten Viertel gezeigt, dass wir gegen eine Spitzenmannschaft mithalten können, doch dann ging uns die Kraft aus und damit die nötige Konzentration für das letzte Viertel“, sagt SVL-Kapitän Adrian Jakovcev.

Den Kräfteschwund nutzten die Gäste zu ihren Gunsten aus, und entschieden im Schlußabschnitt das Spiel für sich. Trotz des Ausscheidens zollten die Gäste aus Duisburg dem SVL Respekt. „Ich gratuliere den Ludwigsburgern zu einem starken Spiel. Ich sehe sie nach uns, Spandau Berlin und Waspo Hannover zukünftig im Final Four“, sagte ASC-Torwart Stefan Popovic.

Heim – SV Ludwigsburg 08: Josip Katusa, Filip Zugic, Marvin Thran (1 Tor), Nikolaos Prosiniklis (1), Timo van der Bosch (1), Milosav Aleksic, Pavle Vukicevic (1), Antonio Tadic (2), Deni Cerniar (2), Adrijan Jakovcev (1), Domagoj Mijatovic (1), Dario Labavic, Ivan Pisk

Gast – ASC Duisburg: Stefan Popovic, Bela Marinus Basso, Gilbert Schimanski (2), Moritz Schmidt, Tobias Gietz (1), Manuel Grohs, Nils Illinger (1), Nick Möller, Bastian Schmellenkamp (3), Paul Schüler (2), Paul Huber, Jan Bakulo (3), Christopher Hans