Bild: Bonatzbau Nordeingang | Foto: DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH
Investitionen von rund 250 Millionen Euro

Stuttgart.| Der Bonatzbau, das historische Empfangsgebäude des Stuttgarter Hauptbahnhofs, wird von 2019 an umfangreich modernisiert. Die Deutsche Bahn investiert dazu rund 200 Millionen Euro Eigenmittel, insgesamt beträgt die Investitionssumme rund 250 Millionen Euro.

Das fast 100 Jahre alte denkmalgeschützte Bauwerk bietet künftig eine hohe Aufenthaltsqualität, ein vielfältiges Angebot für täglich rund 300.000 Reisende und Besucher und Barrierefreiheit auf allen Zugangs- und Verbindungswegen. Zudem wird der Bahnhof künftig unterirdisch versorgt und gibt so Raum für eine Verkehrsberuhigung des Arnulf-Klett-Platzes.

„Mit der Sanierung des Bonatzbaus schaffen wir einen urbanen Treffpunkt zwischen der Innenstadt und dem neuen Stadtquartier. Der neue Bonatzbau ist damit Teil der Zukunft Stuttgarts“, sagt Michael Groh, Leiter Regionalbereich Südwest der DB Station&Service AG.

Der Umbau des Bonatzbaus soll im ersten Quartal 2019 mit vorbereitenden Arbeiten beginnen, die Hauptbaumaßnahmen werden von 2020 an etwa vier Jahre in Anspruch nehmen. Die vollständige Inbetriebnahme des modernisierten Bonatzbaus ist gemeinsam mit dem neuen Hauptbahnhof für das Jahr 2025 geplant.

Möglichst geringe Auswirkungen auf Reisende während der Bauzeit
Reisende sollen während der Umbauzeit so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. Die bisher im Bonatzbau lokalisierten Serviceeinrichtungen des Bahnhofs werden von Mitte 2019 an in einem eigens erstellten Servicegebäude mit Warteräumen an Gleis 1 und in angemieteten Räumen im Bereich der LBBW zu finden sein. Eine eigens errichtete Wartehalle am Kurt-Georg-Kiesinger-Platz ersetzt die Empfangshalle des Bonatzbaus, die den Reisenden noch bis voraussichtlich Ende 2019 als Warte- und Aufenthaltsraum zur Verfügung stehen wird.

Die Bahnsteige werden während der gesamten Bauzeit barrierefrei erreichbar sein. Zusätzliche Aufzüge stellen während der Bauzeit die barrierefreie Wegeführung durch den Bonatzbau sicher. Die barrierefreie Verbindung zwischen der S-Bahn und den Zügen des Fern- und Regionalverkehrs ist über die Bauzeit jederzeit sichergestellt.

Baulogistikkonzept in enger Abstimmung mit der Landeshauptstadt Stuttgart entwickelt
Ein umfassendes und mit der Landeshauptstadt Stuttgart abgestimmtes Baulogistikkonzept stellt sicher, dass die Beeinträchtigungen infolge der Baustelle für den Verkehr im Bereich des Bahnhofs so gering wie möglich bleiben. Die Zufahrt zur Baustelle wird hauptsächlich über den heutigen Südeingang am Bahnhofsturm erfolgen. Reisende erreichen den Stuttgarter Hauptbahnhof weiterhin uneingeschränkt mit S-Bahn, Stadtbahn und Busverkehr. Der Kurzzeitparkplatz auf dem Kurt-Georg-Kiesinger-Platz wird wegen der dort während der Bauzeit stehenden Wartehalle in das Parkhaus der LBBW verlagert. Autofahrer, die Reisende zum Bahnhof bringen wollen, können innerhalb von 15 Minuten kostenlos in das Parkhaus ein- und wieder ausfahren. Fahrradstellplätze stehen bereits heute am Weg entlang der Heilbronner Straße zur Verfügung.

Neuer Bonatzbau bietet vielfältiges Angebot für Reisende und Besucher
Der modernisierte Bonatzbau wird den täglich rund 300.000 Reisenden und Besuchern des Stuttgarter Hauptbahnhofs eine lichtdurchflutete Bahnhofshalle rund 50 attraktive Läden, ein neues Vier-Sterne-Hotel und DB-Serviceangebote in modernem Erscheinungsbild bieten. Die neue Haupterschließungsebene wird ebenerdig zum Arnulf-Klett-Platz liegen und allen Reisenden den einfachen und barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen des künftigen Hauptbahnhofs ermöglichen. Das stadtbildprägende Äußere des Bonatzbaus bleibt dabei vollständig erhalten.