Städte Böblingen und Sindelfingen setzen sich für gemeinsames ÖPNV-StadtTicket ein. OB Belz und Vöhringer: „Ein gemeinsames StadtTicket Böblingen/Sindelfingen wäre ein weiterer großer Schritt für einen zukunftsfähigen Nahverkehr“

In einem gemeinsamen Schreiben haben sich der Sindelfinger Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer und der Böblinger Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz an die Geschäftsführung des VVS (Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH) gewandt. Ziel der Städte ist es, den öffentlichen Personennahverkehr parallel zur Einführung des neuen Betriebskonzeptes für den Stadtbusverkehr im Dezember 2019 durch ein gemeinsames StadtTicket Böblingen/Sindelfingen noch attraktiver zu gestalten. Erst Anfang des Monats hatte das Regierungspräsidium Stuttgart entschieden, die Liniengenehmigung für den eigenwirtschaftlichen Betrieb des Stadtbusverkehrs Böblingen/Sindelfingen dem bewährten Anbieter Pflieger Reise- & Verkehrs GmbH & Co KG zu erteilen.

„Mit einem um rund fast 30% gesteigerten Verkehrsangebot und einem einheitlichen Taktfahrplan wird der Stadtbusverkehr ab Dezember 2019 deutlich attraktiver. Ein gemeinsames Stadt-Ticket für die Städte Böblingen und Sindelfingen wäre ein weiterer Anreiz auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen“, so Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer. Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz erläutert die Intention dahinter: „Gegenüber dem zunehmenden Individualverkehr müssen wir eine attraktive Alternative bieten. Nur so sind unsere Ziele im Lärmschutz und bei der Luftreinhaltung zu erreichen. Beides sind auch Aspekte der Gesundheitsvorsorge für unsere Bevölkerung“.

Mit der geplanten Tarifzonenreform stellt der VVS ab April 2019 allgemein günstigere Tickets in Aussicht. In Ludwigsburg soll darüber hinaus bereits in diesem Jahr ein günstiges StadtTicket erhältlich sein. Vöhringer und Belz sind sich einig: „Böblingen und Sindelfingen sind mit insgesamt rund 115.000 Einwohnerinnen und Einwohnern das größte Mittelzentrum vor den Toren Stuttgarts. Ein attraktives Stadtticket parallel zur Einführung des verbesserten Stadtbusverkehrs: Das wäre ein weiterer großer Schritt für einen zukunftsfähigen Nahverkehr!“

Auch abseits der Tarifstrukturen ergreifen die Städte Böblingen und Sindelfingen zahlreiche Maßnahmen um ein ausgewogenes Mobilitätsverhalten zu fördern. So prüfen beide Städte die Fortentwicklung der Parkraumbewirtschaftung sowie die Anpassung bzw. Neueinrichtung eines Parkleitsystems und arbeiten an durchgängigen Radwegenetzen und Schnittstellen zwischen Radverkehr und öffentlichem Verkehr. Darüber hinaus nimmt die Stadt Böblingen derzeit an einem vom Land Baden-Württemberg geförderten „Fußverkehrscheck“ teil, um Verbesserungen und Anpassungen für Fußgänger in die Wege zu leiten, die Stadt Sindelfingen wird im Rahmen des geplanten Mobilitätspunkts am Hauptbahnhof Sindelfingen verschiedene Verkehrsangebote und –anlagen miteinander verknüpfen.