Foto: MTV Stuttgart
MTV Turner verlieren Prestigeduell gegen die KTV Straubenhardt 
MTV Turnerinnen erneut siegreich

Die Männermannschaft des MTV Stuttgart zog wie erwartet gegen den deutschen Meister KTV Straubenhardt mit 36:42 Punkten den Kürzeren. „Die Jungs haben einen starken Wettkampf absolviert, sie konnten bis zum Abschlussgerät Reck mithalten“, zeigte sich Teamchef Sebastian Krimmer sehr zufrieden. Topscorer der Begegnung wurde einmal mehr MTV Gastturner Alexey Rostov vor Marcel Nguyen (KTV Straubenhardt) und dem Stuttgarter Daniel Weinert. Einen guten Einstand feierte nach seiner Fußoperation Felix Pohl. Der 21-jährige Kirchheimer in Diensten des MTV hatte zwar noch reduzierte Ausgangswerte in seinen Übungen, dennoch war er mit dem Wettkampfgeschehen sehr zufrieden. Ringe und Reck waren seine Einsatzgeräte. „Wir wollten Felix noch etwas schonen, damit er beim Heimwettkampf gegen die KTT Heilbronn wieder einsetzbar ist“, erklärte Krimmer die Entscheidung. Ganz stark präsentierte sich der MTV am Barren.  Am eigentlichen Straubenhardter Paradegerät sicherten sich die Stuttgarter zwei Gerätepunkte. Dabei lieferten Philip Sorrer und Alexander Maier starke Leistungen ab. Die Addition der Scorepunkte der beiden MTV Turner waren Garant dafür, dass der Gerätesieg für die Stuttgarter ausfiel. Straubenhardt, die nur mit Marcel Nguyen punkten konnten, hatten das Nachsehen. Damit nicht genug, auch am abschließenden Königsgerät Reck war das Team konkurrenzfähig. Ein Unentschieden verhieß einen weiteren Gerätepunkt für den MTV Stuttgart. „Wir haben das jetzt kleine Finale vor Augen und setzen alles daran, dies beim letzten Heimwettkampf gegen die KTT Heilbronn klar zu machen“, sagt Trainer Valeri Belenki. Die Heilbronner hatten sich in einem dramatischen Abstiegsduell gegen den TSV Monheim durchgesetzt und den Ligaerhalt so gut wie gesichert.  Ein spannender Wettkampf ist somit am 18. November in der Stuttgarter SCHARRena zu erwarten, bei dem niemand dem anderen etwas schenkt.

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Die Dominanz der MTV Turnerinnen scheint ungebrochen. Auch am dritten und letzten Wettkampftag sicherte sich das Team den Sieg und geht nun als Favorit auf den deutschen Meistertitel am 2. Dezember ins Finale. Knapp fünf Punkte Vorsprung vor dem ewigen Konkurrenten TG Karlsruhe-Söllingen war die Ausbeute der Stuttgarterinnen, die ohne die Teamchefin Kim Bui und Nachwuchstalent Kim Rouff an die Geräte gingen. Dabei fing es nicht so prickelnd an, die Gerätepunkte für das erste Gerät Sprung fielen an die Karlsruher Turnerinnen. Nur ein Zehntel trennten die badischen von den schwäbischen Turnerinnen, ein Umstand, der eher ungewöhnlich war. Denn Stuttgarterinnen hatte die Saison über bislang keinen der Gerätepunkte abgegeben. Die Aufholjagd sollte am Paradegerät Stufenbarren beginnen. Und das gelang, der MTV setzte sich nach Barren wieder an die Spitze. Allen voran Elisabeth Seitz, die mit der Tageshöchstwertung von 14,75 Punkten eine Weltklassewertung erzielte. Auch Lisa-Katharina Hill zeigte an ihrem Lieblingsgerät, dass nach wie vor mit ihr zu rechnen ist. 13,10 Punkte steuerte sich dem Mannschaftskonto bei. Am Schwebebalken zog dann Bronzemedaillengewinnerin Tabea Alt ihre Register. Sie zeigte erneut, dass sie zu den besten Turnerinnen der Welt auf dem nur 10 cm breiten Gerät gehört. 13,25 Punkte waren uneinholbar für die Konkurrenz. Auch diese Gerätepunkte sicherten sich die Stuttgarterinnen souverän, die mit Dorien Motten aus Belgien wieder eine prominente Unterstützung im Team hatten. Carina Kröll war die einzige Stuttgarterin, die einen Vierkampf absolvierte. In der inoffiziellen Einzelwertung kam die 16-jährige Weltcupsiegerin auf einen guten fünften Platz. Ausgerechnet an ihrem Lieblingsgerät Boden patzte die Turnerin, die insgesamt in diesem Jahr eine große turnerische Entwicklung nahm. Trotz des Fehlers fuhr das Team weitere zwei Gerätepunkte gegen die starke badische Konkurrenz ein. Maßgeblich dazu beigetragen hat auch die jüngste der Truppe, Emelie Petz. Die fünffache deutsche Jugendmeisterin zeigte für ihre 14 Jahre eine ausdrucksstarke Übung. „Wir sind nach Dresden angereist um zu gewinnen, und das ist uns wieder gelungen. Jetzt heißt es, im Finale wieder Gas zu geben, dann schaffen wir hoffentlich die Titelverteidigung“, freute sich Teamchefin Kim Bui über das Abschneiden ihrer Mannschaft.