Infrastruktur verhindert großflächige Waldbrände

Millionen Baden-Württemberger ein Grund zur Freude ist, bedeutet zugleich vielerorts erhöhte Waldbrandgefahr. 2016 hatte Baden-Württemberg 28 Brände auf 3,2 Hektar zu verzeichnen. Ein tagesaktueller Waldbrandgefahrenindex informiert deutschlandweit über die Gefährdungslage.

Bundesweit registrierte die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung 2016 insgesamt 608 Waldbrände, wovon 283 Hektar betroffen waren. Die meisten Waldbrände treten in Brandenburg auf. Auslöser ist häufig fahrlässige Brandstiftung, etwa durch weggeworfene Zigarettenstummel.

Wegenetze leisten Brandschutz
Ausgedehnte Flächenbrände, wie sie regelmäßig im Sommer aus Südeuropa gemeldet werden, sind in Deutschland unwahrscheinlich. Zwar gibt es auch hier große, zusammenhängende Waldflächen, aber Hitze und Trockenheit sind weniger ausgeprägt als in den Mittelmeerstaaten und eine rasante, großflächige Ausbreitung ist dank der Erschließung von Wäldern im Rahmen einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung nahezu ausgeschlossen. Denn, so erläutert DeSH-Brandschutz-Experte Klaus Kottwitz: „Umfassende Wegenetze für den Holztransport wirken nicht nur als natürliche Barrieren zwischen Waldflächen, sondern sorgen im Ernstfall auch für eine schnelle Erreichbarkeit der Brandherde durch die Feuerwehr.“

Prävention in Baden-Württemberg
Vom 1. März bis 31. Oktober herrscht in den Wäldern des Landes Rauchverbot. ForstBW informiert auf dieser Website über weitere Regeln zur Prävention von Waldbränden und richtiges Verhalten im Brandfall.