Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, hat am Freitagabend (28.04.2017) auf einer festlichen Gala im Palais am Funkturm zusammen mit der Präsidentin der Deutschen Filmakademie, Iris Berben, die Lola, den Deutschen Filmpreis 2017 verliehen.

Monika Grütters betonte in ihrer Rede vor über 1.900 Gästen aus Politik, Medien und Kultur: „Fantasie, Einfühlungsvermögen, Ausdrucksstärke, Mut, Experimentierfreude: Das sind Beispiele für künstlerische Qualitäten, die wir mit dem Deutschen Filmpreis ins Rampenlicht holen. Der Deutsche Filmpreis ist eine Hommage an den Film insgesamt, an ein Glück, das es nur in einem dunklen Kinosaal gibt: an das Glück, für kurze Zeit Teil einer Welt zu werden, die nicht die eigene ist, in eine fremde Haut zu schlüpfen, an der sich das Leben anders anfühlt, und teilzuhaben an Emotionen und Leidenschaften, die wir in dieser Intensität – wenn überhaupt – vielleicht nur einmal im wirklichen Leben empfinden. Mit seiner Kraft, uns fremde Schicksale vertraut zu machen, ist der Film für mich auch ein Hoffnungsträger. Wo Hass und Hetze gegen Anderslebende sich wie ein Virus verbreiten, kann ein Film Köpfe und Herzen gegen dieses Virus immunisieren. Ich bin überzeugt: Künstlerische Vielfalt ist auf Dauer stärker als populistische Einfalt!“

Monika Grütters weiter: „Damit Filmschaffende als Künstler ihre Vielfalt voll und ganz auf die Leinwand bringen können, habe ich die kulturelle Filmförderung meines Hauses deutlich aufgestockt. Seit vergangenem Jahr stehen dafür 15 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung, und ich setze mich dafür ein, dass Sie darauf auch in den kommenden Jahren zählen können. Zusammen mit dem DFFF sollen dann 2018 allein für die Filmproduktion 125 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung stehen. Durch die von uns umgesetzte Erweiterung des DFFF wird der Filmstandort Deutschland noch attraktiver und soll der deutschen Filmbranche mehr große nationale und internationale Aufträge ermöglichen – nicht zuletzt, damit unsere hervorragend ausgebildeten Filmschaffenden in Deutschland eine Zukunft haben und ihre Kreativität der Filmkunst ‚made in Germany‘ widmen.“

Die Preisträger sind: 

Bester Spielfilm in Gold
TONI ERDMANN
Produzent/in: Janine Jackowski, Jonas Dornbach, Maren Ade
Produktionsfirma: Komplizen Film
Regie: Maren Ade

Bester Spielfilm in Silber
24 WOCHEN
Produzent/in: Melanie Berke, Tobias Büchner, Thomas Kufus
Produktionsfirma: zero one film
Regie: Anne Zohra Berrached

Bester Spielfilm in Bronze
WILD
Produzent/in: Bettina Brokemper
Produktionsfirma: Heimatfilm GmbH + CO KG
Regie: Nicolette Krebitz

Programmfüllende Dokumentarfilme
CAHIER AFRICAIN
Produzent/in: Peter Spoerri, Stefan Tolz
Produktionsfirma: PS Film, Filmpunkt GmbH
Regie: Heidi Specogna

Programmfüllende Kinderfilme
AUF AUGENHÖHE
Produzent/in: Martin Richter, Christian Becker
Produktionsfirma: Rat Pack Filmproduktion GmbH
Regie: Evi Goldbrunner, Joachim Dollhopf

Bestes Drehbuch
Maren Ade – TONI ERDMANN

Beste Regie
Maren Ade – TONI ERDMANN

Beste weibliche Hauptrolle
Sandra Hüller – TONI ERDMANN

Beste männliche Hauptrolle
Peter Simonischek – TONI ERDMANN

Beste weibliche Nebenrolle
Fritzi Haberlandt – NEBEL IM AUGUST

Beste männliche Nebenrolle
Georg Friedrich – WILD

Beste Kamera / Bildgestaltung
Reinhold Vorschneider – WILD

Bester Schnitt
Heike Parplies – TONI ERDMANN

Bestes Szenenbild
Tim Pannen – PAULA

Bestes Kostümbild
Frauke Firl – PAULA

Bestes Maskenbild
Kathi Kullack – DAS KALTE HERZ

Beste Filmmusik
Oli Biehler – DAS KALTE HERZ

Beste Tongestaltung
Rainer Heesch, Martin Steyer, Christoph Schilling – WILD

Ehrenpreis
Monika Schindler

Besucherstärkster Film
Simon Verhoeven – WILLKOMMEN BEI DEN HARTMANNS

Der DEUTSCHE FILMPREIS, die LOLA, ist die renommierteste und höchst dotierte Auszeichnung für den deutschen Film und mit Preisgeldern von knapp 3 Millionen Euro der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) dotiert.

Die Verleihung des DEUTSCHEN FILMPREISES ist eine Veranstaltung der DEUTSCHEN FILMAKADEMIE in Zusammenarbeit mit der BKM.