Sindelfingen.| Nach der enttäuschenden 3:4-Heimniederlage gegen die Reserve der TSG 1899 Hoffenheim ist bei den Frauen von Fußball-Zweitligist VfL Sindelfingen neue Zuversicht eingekehrt. Das Team von Saban Uzun/Alexander Schick ist am Sonntag zu Gast beim Tabellensechsten 1. FC Saarbrücken (14 Uhr). Nur mit einem Sieg kann der VfL als Tabellenvierter den Anschluss an die vorderen Tabellenplätze wiederherstellen, zumal Wetzlar beim Spitzenreiter Hoffenheim II antreten muss, wo die Trauben ja bekanntlich hoch hängen. Doch unabhängig vom Ausgang dieses Spiels, müssen die VfL-Mädels erstmal ihre Hausaufgaben erledigen.

„Das Ergebnis gegen Hoffenheim war sehr unglücklich. Leider haben wir von Beginn an nicht so gespielt, wie wir es in der 2. Halbzeit praktiziert haben, als wir den Gegner mit langen Bällen unter Stress gesetzt und große Probleme bereitet haben. Das war so ein Spiel, bei dem wir auf Ergebnis und nicht auf Schönheit hätten spielen müssen“, lautete das Fazit von Uzun. „Dann wäre ein Punktgewinn oder sogar ein Sieg möglich gewesen“, so der Coach weiter. Damit dürfte die Marschrichtung für das Verfolgerduell klar sein: Sindelfingen will und braucht einen „schmutzigen“ Sieg, egal wie er am Ende zustande kommt.

„Wir haben uns für die Rückrunde vorgenommen, dass wir in den Spielen dreifach punkten, wo wir in der Hinrunde Zähler verschenkt bzw. nicht gewonnen haben“, verrät Uzun. Im Hinspiel Ende Oktober 2016 gab es ein leistungsgerechtes 1:1- Unentschieden. Im ersten Durchgang waren damals die Gäste aus dem Saarland stärker, in Halbzeit zwei war der VfL die spielbestimmende Mannschaft. Den Ausgleichstreffer markierte seinerzeit Matea Bosnjak, die ebenso wie Athanasia Moraitou und Charoula Dimitriou auf zweiwöchiger Länderspielreise war und erst Freitagfrüh das Abschlusstraining mit der Mannschaft absolvieren konnte.

Bis auf Nicole Loipersberger, die aktuell unter Meniskusbeschwerden leidet, steht Uzun der komplette Kader zur Verfügung. Der 1. FC Saarbrücken, der mit hohen Erwartungen in die Saison gestartet war, hat sich mittlerweile gefangen und sich von den Abstiegsplätzen entfernt. Mitverantwortlich für den Aufschwung ist die erst 16 Jahre alte Lena Lattwein, die im Winter verpflichtet wurde und in den vergangenen fünf Partien viermal ins gegnerische Netz traf. Fehlen wird FCS-Trainer Taifour Diane Abwehrspielerin Tamara Tröster, die aufgrund der 5. Gelbe Karte pausieren muss. Die Partie des 17. Spieltages wird im Stadion Kieselhumes von Laura Duske geleitet.