Bild: Baubürgermeisterin Monika Bader und die städtischen Fachleute Tomas Rauscher, Karl-Josef Jansen und Stefan Rothe (von links) erläutern das Bauprojekt. Foto: Stotz

Ostfildern.| Das Siedlungswerk wird auf dem Areal der Schillerschule in Ruit etwa 35 bezahlbare Wohnungen bauen. Vertreter der Verwaltung haben bei einer Bürgerinformation über das Projekt berichtet.

Auch wenn der endgültige Baubeschluss noch nicht gefasst ist, so sind doch die Planungen für das Areal der ehemaligen Schillerschule bereits weit gediehen. Dort wird der Stuttgarter Bauträger Siedlungswerk drei Häuser mit insgesamt 35 Wohnungen errichten. Nach dem Willen der Verwaltung und dem Beschluss des Gemeinderats soll mit diesem Projekt ein modernes städtebauliches Konzept für attraktiven und bezahlbaren Mietwohnungsbau umgesetzt werden.

Nach mehreren Informationsveranstaltungen, von denen sich eine an die Anwohner wandte, unterrichtete die Verwaltung kürzlich bei einer Bürgerinformation über den aktuellen Stand der Planungen und den Fortgang der Dinge. Baubürgermeisterin Monika Bader unterstrich dabei, dass auf dem Gelände an der Hedelfinger und der Hummelbergstraße nur Mietwohnungen gebaut werden. Zwei der Häuser werden dreistöckig geplant, das dritte erhält ein viertes Stockwerk. Das wird jedoch nur auf der Hälfte der Geschossfläche gebaut, so dass es von der Straße aus gesehen nicht störend wirkt. Im rückwärtigen Teil des Areals ist Platz für zwei zusätzliche Häuser, die sich aber in der Höhe und der Form nicht von jenen in der Nachbarschaft unterscheiden dürfen. Um das soziale Miteinander der Mieter zu fördern, wird ein Gemeinschaftsraum eingerichtet, dazu entstehen ein Mietergarten und eine öffentlich zugängliche Kinderspielfläche.

24 der geplanten 35 Zwei- bis Vierzimmerwohnungen werden öffentlich gefördert, die Stadt erhält dafür ein Belegungsrecht. Somit können auch Familien, die einen Wohnberechtigungsschein haben, zum Zug kommen. Da sich die geförderten von den anderen Wohnungen nicht unterscheiden, wird mit dem Konzept eine soziale Durchmischung erreicht. Der inklusive Gedanke wird auch dadurch betont, dass in den Häusern zwei Wohngruppen für Menschen mit und ohne Behinderung entstehen werden.

Der Stadtplaner Karl-Josef Jansen berichtete bei der Bürgerinformation, dass sich die Verwaltung bereits seit drei Jahren mit der Zukunft des Schillerschul-Areals beschäftigt. So sind schon vor geraumer Zeit die Ziele der Stadt konkretisiert worden, bezahlbares Wohnen für Menschen zu ermöglichen, die auf dem freien Wohnungsmarkt benachteiligt sind. Dazu sind auch viele Anregungen der Anlieger in die Planungen eingeflossen.

Von Seiten der Zuhörer gab es bei der Veranstaltung neben einigem Lob für die soziale Ausrichtung des Projekts und einer konkreten Anfrage wegen einer Wohnung nur wenig Diskussionsbedarf. Einzig das Problem des Parkens für Besucher der künftigen Bewohner wurde noch einmal stärker thematisiert. Für die Wohnungen stehen zwar Tiefgaragenplätze zur Verfügung, motorisierte Besucher werden jedoch ihr Glück in den umliegenden Straßen suchen müssen. Das werde sich wohl auch nicht anders lösen lassen, bedauerte Jansen.

Die Pläne für das Projekt liegen nun noch bis Montag, 27. März, im Rathaus Ruit zur Einsicht aus. Bis dahin können auch noch Fragen, Anregungen und Bedenken dazu eingereicht werden.