Mitgliederversammlung des Landschaftserhaltungsverbands (LEV) am 20. März im Landratsamt Böblingen
Landrat Roland Bernhard: „Der LEV ist ein wichtiger Treiber in der Landschaftspflege!“

Landkreis Böblingen.| Am Montag, 20.3.2017, fand die vierte Mitgliederversammlung des Landschaftserhaltungsverbands des Landkreises Böblingen e.V. (LEV) unter Vorsitz von Landrat Roland Bernhard im Landratsamt Böblingen statt. „Der LEV konnte auch im Jahr 2016 in Zusammenarbeit mit Kommunen, Landwirtschaft und Naturschutz an die erfolgreiche Arbeit seit seiner Gründung im Jahr 2013 anknüpfen“, lobte Landrat Bernhard. „Insgesamt leistet der LEV wertvolle Netzwerkarbeit und ist ein wichtiger Akteur im Bereich der Landschaftspflege.“

Kernaufgabe des LEV ist die Erhaltung und Entwicklung der Kulturlandschaft. Dabei geht es nicht nur um den Vertragsnaturschutz, sondern auch um Landschaftspflege-projekte im Rahmen des Kreispflegeprogramms und die Organisation der Nachpflege von Flächen, die im Rahmen des LIFE+-Projekts freigepflegt wurden. Dieses Projekt lief 2016 aus und die Verantwortung wurde an den LEV übergeben. Aktuell stehen hier Maßnahmen zur Offenhaltung von FFH-Mähwiesen und Streuobstwiesen und Schritte zum Schutz des Wiesenknopf-Ameisenbläulings im Mittelpunkt.

Im Rahmen der Streuobstkonzeption des Landes half der LEV privaten Antragstellern, sich in Sammelanträgen zusammen zu schließen. So kamen viele Wiesenbesitzer in den Genuss der Förderung. „Ein gelungenes Beispiel für die sinnvolle Dienstleistung und die Arbeit des LEV“, hob LEV Geschäftsführerin Barbara Truckses hervor. Für rd. 4.500 Bäume wurde ein Gesamtfördervolumen in Höhe von 135.000 Euro für die nächsten 5 Jahre erreicht.

Ein großes Projekt ist das Rebhuhnschutzprojekt im Oberen Gäu, für das Fördermittel aus dem LEADER Programm und dem PLENUM Heckengäu Projekt erhalten werden konnten. In einem ersten Schritt fand 2016 eine Erfassung der Rebhuhnbestände statt und ein Konzept für Maßnahmen zum Schutz der Tiere wurde erarbeitet. Dieses Projekt verläuft über kommunale Grenzen hinweg, vernetzt zahlreiche Akteure vernetzt und erfährt eine starke Bürgerbeteiligung. „Hier zeigt sich, wie wichtig es ist, wenn alle Akteure frühzeitig in ein Projekt eingebunden werden“, so Roland Bernhard. Aktuell sollen beim Rebhuhnschutzprojekt nun erste Maßnahmen, wie die Anlage von Blühstreifen, umgesetzt werden.

„Insgesamt werden durch die Arbeit des LEV verschiedene Interessensvertreter für den Erhalt der Kulturlandschaft vernetzt und ziehen gemeinsam an einem Strang“, fasste Landrat Bernhard zusammen. Ein stetiger Austausch und Kontakt sei dabei die Grundlage für eine gute Zusammenarbeit. Die gute Resonanz auf die Angebote des LEV zeige, dass dies gelingt und der LEV und seine Angebote von den Bürgerinnen und Bürgern angenommen werden.

Der LEV ist ein eingetragener Verein mit einem neunköpfigen Vorstand, in dem Landwirtschaft, Naturschutz und Kommunen gleichberechtigt vertreten sind.

Den Vorsitz hat Landrat Roland Bernhard, beratendes Mitglied ist sein Stellvertreter Martin Wuttke. Weitere Vorstandsmitglieder sind Cornelia Kästle und Ulrike Möck, Regierungspräsidium Stuttgart, als Vertreter für den Naturschutz Ulrich Ade vom Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (Arbeitskreis Böblingen) und Michael Suhm vom Naturschutzbund Deutschland und als Vertreter für die Landwirtschaft Andreas Kindler, Vorsitzender des Kreisbauernverbands Böblingen eV sowie sein Stellvertreter, Walter Holzapfel. Vertreter der Kommunen sind der Herrenberger Baubürgermeister Tobias Meigel sowie der Aidlinger Bürgermeister Ekkehard Fauth.