Ein Überblick
akku
Akkus und Batterien sind abseits von Stromquellen für kleinere Anwendungen gute Speichermedien – bei größerem bedarf ist ein Generator die deutlich bessere Wahl.

Elektrische Energie ist für den Alltag in Industriestaaten bestimmend geworden. Ohne Strom wäre es heute nicht möglich, Essen zuzubereiten oder Lebensmittel ausreichend zu kühlen. Wie viel Strom wird heute verbraucht? Diese Frage lässt sich von verschiedenen Standpunkten aus beantworten. Einmal kann der Verbrauch anhand der Abnahme von Strom je Haushalt gemessen werden. Laut Stromsparinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit verbrauchen beispielsweise 1-Personenhaushalte in Mehrfamilienhäusern circa 1.500 kWh Strom.

Die Weltbank geht pro Einwohner allerdings von ganz anderen Zahlen aus. 2013 hat deren Angaben zufolge jeder Bundesdeutsche mehr als 7.000 kWh. Der Grund für diese Differenz liegt in den Berechnungsgrundlagen. Seitens der Weltbank wird einfach die produzierte Strommenge durch die Einwohnerzahl geteilt. Strom ist heute nicht nur für Haushaltsgeräte, sondern auch Laptop, Smartphone oder Tablet essenziell. Was, wenn unterwegs eine geeignete Stromquelle fehlt? Gerade beim Camping oder auf Reisen in Thema. In diesem Artikel sollen mögliche Stromquellen genauer aufgezeigt werden.

Batterien und Akkus – die Lösung für kleine Anwendungen
Jeder kennt sie und hat mindestens eine Packung ganz sicher im Haushalt. Die Rede ist von Batterien. Je nach Größe mit unterschiedlicher Kapazität ausgestattet, werden mit Batterien verschiedene Geräte betrieben. Die Palette reicht von der Fernbedienung über:

  • Wecker
  • Radio
  • Babyphone
  • Computermaus

bis zur Wanduhr oder Taschenlampen. Das Problem: Batterien produzieren schnell eine erhebliche Menge Müll. Umweltbewusste Haushalte, die auf Komfort nicht verzichten wollen, greifen an dieser Stelle einfach zu wieder aufladbaren Akkus.

Eine besondere Form des Akkus ist die Powerbank. Letztere hat in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Klein und handlich passt die Energiequelle für Smartphone und Tablet in die Hosentasche. Der Vorteil: Durch den USB-Stecker kann eine Powerbank an verschiedene Geräte angeschlossen werden.

Generatoren – die Lösung für größeren Strombedarf
Gerade auf Reisen mit Wohnmobil oder Wohnwagen ist Strom hin und wieder ein Problem. Campingplätze sind in aller Regel mit Anschlüssen für Wasser bzw. Strom an den Stellplätzen ausgestattet. Um trotzdem unabhängig zu bleiben – und trotzdem eine Stromquelle zu besitzen – sind Generatoren ideal.

Letztere lassen sich heute mit:

  • Benzin
  • Gas
  • Diesel

betreiben. Da letztgenannter Betriebsvariante technisch nicht ganz einfach umzusetzen ist, beschränkt sich das Angebot tragbarer Generatoren auf Benzin und Gas. Beide Varianten sind sich recht ähnlich, wobei Gasgeneratoren meist etwas höhere Anschaffungskosten verursachen. Der Vorteil: Gasflaschen sind beim Wohnmobil meist automatisch mit an Bord.

Benzingetriebene Generatoren setzen das Mitführen von Treibstoff voraus. Je nach Größe des Generatortanks ist ein 5-Liter-Kanister für mehrere Betriebsstunden aber meist ausreichend. Prinzipiell ist für die Auswahl des Generators auf einfaches Handling und die Verfügbarkeit aller wichtigen Anschlüsse zu achten. Als Besitzer eines Wohnmobils ist für die Anschaffung mit einem mittleren dreistelligen bis vierstelligen Betrag zu rechnen.

Mini-Solarpanele: Sonnenkraft für unterwegs
Ein vor sich hin tuckernder Generator ist unterwegs nicht jedermanns Sache. Industrie und Handel sorgen hier für Abhilfe – in Form einer portablen Solaranlage. Letztere lässt sich einfach verstauen und ist jederzeit (auch auf dem Campingplatz) zur Hand. Der Vorteil: Mit dieser Methode der Erzeugung elektrischer Energie entfällt die Voraussetzung, Gas oder Benzin zu bevorraten. Darüber hinaus können Besitzer der Solarpanele ihr Umweltbewusstsein beruhigen. Der Strom wird einfach und ohne fossile Energieträger aus der Kraft der Sonne gewonnen.

Im Hinblick auf die Größe und Kapazität der Anlagen lassen sich heute ganz unterschiedliche Bedürfnisse befriedigen. Die Palette reicht von Solaranlagen, die ausreichend Strom für die Beleuchtung liefern, bis zu kleinen und handlichen Geräten, welche gerade genug Strom liefern, um eine Powerbank aufzuladen. Diese Anwendung bietet der Handel heute oft schon kombiniert an. Im Hinblick auf die Anschaffungskosten können gerade die etwas größeren Ausführungen fürs Camping schnell einige hundert Euro – mitunter auch mehr – kosten.

generator

Ein Generator ist immer dann interessant, wenn über mehrere Stunden hinweg Strom in größeren Mengen benötigt wird. Gute Beispiele sind eine aufwendige Beleuchtung oder Strom für kleinere Baumaschinen.

Fazit: Strom kommt nicht nur aus der Steckdose
Ohne Strom würde der Alltag ganz anders aussehen. Viele Geräte und Anwendungen basieren inzwischen auf elektrischer Energie. Und Strom wird nicht nur im Haushalt gebraucht. Gerade unterwegs ist es schwierig, elektrische Geräte zu betreiben. Für einfache Anwendungen sind Batterien, Akkus oder Powerbanks genau die richtige Option. Sobald etwas größere Strommengen erforderlich sind, ist diese Option als Stromquelle nicht mehr ausreichend. Generatoren zur Stromerzeugung haben gerade Outdoor ihre Berechtigung. Wer auf diese Variante setzt, muss sich im Klaren darüber sein, dass die Generatoren in aller Regel mit Gas oder Benzin arbeiten. Wie sieht die Alternative aus? Inzwischen sind auch Solarzellen handlicher geworden – und passen als fertige Klein-Solaranlage sogar ins Wohnmobil. So könnte also die Zukunft der mobilen Stromerzeugung aussehen.

Bildquellen:
Abbildung oben: @ OpenClipart-Vectors (CC0-Lizenz)/ pixabay.com
Abbildung unten: @ terimakashi0 (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

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