{"id":181432,"date":"2026-05-11T13:32:53","date_gmt":"2026-05-11T12:32:53","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/ludwigsburg\/?p=181432"},"modified":"2026-05-11T13:33:29","modified_gmt":"2026-05-11T12:33:29","slug":"massnahmenpapier-fuer-steillagen-im-landkreis-aktualisiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/ludwigsburg\/2026\/05\/11\/massnahmenpapier-fuer-steillagen-im-landkreis-aktualisiert\/","title":{"rendered":"Ma\u00dfnahmenpapier f\u00fcr Steillagen im Landkreis\u00a0aktualisiert"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Ludwigsburg.| Der Landkreis hat sein Ma\u00dfnahmenpapier zum Erhalt der terrassierten Steillagen aktualisiert. Ziel ist es, damit einen verst\u00e4ndlichen \u00dcberblick \u00fcber Projekte, F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten und laufende Ma\u00dfnahmen rund um die Steillagen zu geben. Gleichzeitig zeigt die Fortschreibung, was in den vergangenen Jahren bereits gemeinsam mit Kommunen, Vereinen und weiteren Partnern erreicht wurde. Steffi Kahley\u00df vom Gesch\u00e4ftsteil Tourismus und Steillagenmanagement hat das Papier am Montag (11. Mai 2026) im Ausschuss f\u00fcr Umwelt und Technik (AUT) vorgestellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDie einmalige Kulturlandschaft unserer terrassierten Steillagen droht leider zu verschwinden. Das jetzt aktualisierte Ma\u00dfnahmenpapier fasst zusammen, welche Anstrengungen unternommen werden, um sie zu erhalten \u2013 diese sind nicht nur zwingend notwendig, sondern auch sehr beeindruckend\u201c, sagte Landrat Dietmar Allgaier in der Sitzung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Besonders betroffen: Steillagen, die in Handarbeit bewirtschaftet werden m\u00fcssen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Denn die Herausforderungen f\u00fcr den Weinbau sind gro\u00df. Der Konsum von Wein ver\u00e4ndert sich gesellschaftlich, gleichzeitig steigen die Kosten f\u00fcr Personal und Betriebsmittel. Hinzu kommt die starke Konkurrenz durch ausl\u00e4ndische Weine. Die Folgen sind inzwischen deutlich sichtbar: Selbst Rebfl\u00e4chen in leicht zu bewirtschaftenden Lagen werden aufgegeben. Besonders betroffen sind die traditionellen Steillagen, die fast ausschlie\u00dflich in Handarbeit bewirtschaftet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ma\u00dfnahmenpapier b\u00fcndelt Informationen zu F\u00f6rderprogrammen, Projekten etc.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gerade hier soll das Ma\u00dfnahmenpapier Orientierung bieten. Es b\u00fcndelt Informationen zu F\u00f6rderprogrammen, Projekten und m\u00f6glichen neuen Ans\u00e4tzen, um die einzigartige Kulturlandschaft langfristig zu erhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mehrere Kommunen haben vom Landkreis unterst\u00fctzte F\u00f6rderprogramme<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den vergangenen zwei Jahren wurden zahlreiche Projekte angesto\u00dfen. Mehrere Kommunen haben eigene F\u00f6rderprogramme f\u00fcr Steillagen beschlossen, die vom Landkreis finanziell unterst\u00fctzt werden. Trotz angespannter Haushaltslage wurden daf\u00fcr Mittel f\u00fcr die Jahre 2025 bis 2027 bereitgestellt. Der Landkreis kann die kommunalen F\u00f6rderungen so mit bis zu 50 Prozent erg\u00e4nzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Erstes F\u00f6rderprogramm: Aufw\u00e4ndige Abstimmung mit Landes- und Bundesbeh\u00f6rden<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein wichtiger Schritt war das erste F\u00f6rderprogramm in Hessigheim. Die Abstimmung mit Landes- und Bundesbeh\u00f6rden war aufw\u00e4ndig, inzwischen liegt jedoch eine gute Grundlage vor, die k\u00fcnftig auch anderen Kommunen helfen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Alternative Kulturen pflanzen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dar\u00fcber hinaus hat der Landkreis gemeinsam mit den zust\u00e4ndigen Fachbereichen des Landratsamts ein Merkblatt zur Pflanzung alternativer Kulturen ver\u00f6ffentlicht. Solche Nutzungen bleiben zwar eher eine Nische, sie tragen aber dazu bei, Fl\u00e4chen weiterhin zu bewirtschaften und zu pflegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In f\u00fcnf Jahren F\u00f6rdermittel von 950.000 Euro f\u00fcr Projekte eingesetzt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erfolgreich war auch die Zusammenarbeit mit dem Verein Regionalentwicklung Neckarschleifen: In den vergangenen f\u00fcnf Jahren konnten dadurch F\u00f6rdermittel von rund 950.000 Euro f\u00fcr Projekte in den Steillagen eingesetzt werden. Die Mittel flossen in Ma\u00dfnahmen zum Erhalt und zur Weiterentwicklung der Kulturlandschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gemeinsames Vermarktungsprojekt f\u00fcr Steillagenwein<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sehr positiv entwickelt sich au\u00dferdem ein gemeinsames Vermarktungsprojekt f\u00fcr einen Steillagenwein aus der Region. Erstmals treten die Regionen Neckar und Enz dabei gemeinsam auf. Der Landkreis unterst\u00fctzt das Projekt in der Startphase mit einem finanziellen Beitrag von 295.000 Euro. Den ersten gemeinsamen Steillagenwein konnten Michael B\u00f6hm, Vorstandsmitglied des Weinbergwerks, und Lisa Ernst, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Weinbergwerks, k\u00fcrzlich Landrat Allgaier im Kreishaus \u00fcberreichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Antrag beim Naturschutzfonds nicht ber\u00fccksichtigt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Landkreis beteiligt sich weiterhin aktiv an neuen Ideen und Projekten, um den strukturellen Wandel zu begleiten und neue Chancen zu schaffen. Nicht alle Vorhaben verlaufen dabei erfolgreich: Ein Antrag beim Naturschutzfonds zur Unterst\u00fctzung der Offenhaltung der Fl\u00e4chen wurde aufgrund der hohen Nachfrage im F\u00f6rderprogramm leider nicht ber\u00fccksichtigt. Der Landkreis sucht deshalb derzeit nach alternativen Finanzierungsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Erste H\u00fcrde bei Bewerbung als immaterielles UNESCO-Kulturerbe genommen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein weiteres wichtiges Thema ist die Bewerbung des traditionellen Trockenmauerbaus als immaterielles UNESCO-Kulturerbe. Gemeinsam mit anderen Steillagen-Weinbauregionen wurde bereits die erste H\u00fcrde genommen. Seit Mitte M\u00e4rz liegt der Antrag nun bei der Kultusministerkonferenz zur Entscheidung vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Touristisches Schild an der A81 geplant<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch touristisch sollen die Steillagen k\u00fcnftig st\u00e4rker sichtbar werden. Geplant ist eine touristische Unterrichtungstafel (\u201eBraunes Schild\u201c) an der A81, die auf die Steillagenregion Neckar und Enz aufmerksam machen soll. Die Anforderungen daf\u00fcr sind hoch, dennoch sieht sich der Landkreis auf einem guten Weg.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ludwigsburg.| Der Landkreis hat sein Ma\u00dfnahmenpapier zum Erhalt der terrassierten Steillagen aktualisiert. Ziel ist es, damit einen verst\u00e4ndlichen \u00dcberblick \u00fcber Projekte, F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten und laufende Ma\u00dfnahmen rund um die Steillagen zu geben. Gleichzeitig zeigt die Fortschreibung, was in den vergangenen Jahren bereits gemeinsam mit Kommunen, Vereinen und weiteren Partnern erreicht wurde. 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