{"id":178721,"date":"2025-09-17T11:12:02","date_gmt":"2025-09-17T10:12:02","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/ludwigsburg\/?p=178721"},"modified":"2025-09-17T11:12:02","modified_gmt":"2025-09-17T10:12:02","slug":"bosch-team-fuer-deutschen-zukunftspreis-2025-nominiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/ludwigsburg\/2025\/09\/17\/bosch-team-fuer-deutschen-zukunftspreis-2025-nominiert\/","title":{"rendered":"Bosch-Team f\u00fcr Deutschen Zukunftspreis 2025 nominiert"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Fernverkehr-Lkw mit Wasserstoff CO\u2082-frei betreiben<\/strong><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Bosch-Chef Stefan Hartung: \u201eNominierung ist tolle Anerkennung f\u00fcr Bosch.\u201c<\/strong><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>FCPM ist das komplexeste System in der fast 140-j\u00e4hrigen Bosch-Historie.<\/strong><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Einzelteile des Antriebsmoduls sind auf Zusammenspiel im System optimiert.<\/strong><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>FCPM-Lkw steht Diesel-Lkw bei Betankungszeit und Reichweite nicht nach.<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">M\u00dcNCHEN.| Ein dreik\u00f6pfiges Entwickler-Team von Bosch ist im Rennen um den Deutschen Zukunftspreis 2025. Christoffer Uhr, Kai Weeber und Pierre Andrieu sind mit dem Fuel Cell Power Module (FCPM) \u2013 zu Deutsch: Brennstoffzellen-Antriebssystem \u2013 f\u00fcr die renommierte Auszeichnung des Bundespr\u00e4sidenten nominiert. Das FCPM wandelt Wasserstoff und Sauerstoff in Strom. Damit k\u00f6nnen weltweit Lkw auch auf langen Strecken elektrisch und \u2013 bei Einsatz von gr\u00fcnem Wasserstoff \u2013 komplett CO\u2082-frei betrieben werden. Das ist ein wichtiger Schritt bei der Bek\u00e4mpfung des Klimawandels. Immerhin machen schwere Nutzfahrzeuge allein in der EU mehr als ein Viertel der Treibhausgasemissionen des Stra\u00dfenverkehrs aus, sind aus dem Waren- und G\u00fcterverkehr aber nicht wegzudenken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDie Nominierung f\u00fcr den Deutschen Zukunftspreis 2025 ist eine tolle Anerkennung f\u00fcr das Bosch-Team und alle, die mit dem Fuel Cell Power Module zu tun haben. Sie ist auch Best\u00e4tigung f\u00fcr unseren eingeschlagenen Weg: Wasserstoff ist unverzichtbar f\u00fcr die klimaneutrale Welt und zugleich ein strategisches Gesch\u00e4ftsfeld f\u00fcr Bosch, \u201c<br \/>\nsagt Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Robert Bosch GmbH.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWir bieten skalierbare L\u00f6sungen entlang der gesamten Wasserstoff-Wertsch\u00f6pfungskette \u2013 von der Erzeugung \u00fcber den Transport bis zur Anwendung.\u201c Der Deutsche Zukunftspreis 2025 wird am 19. November in Berlin verliehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bosch fertigt Stack und alle wichtigen Systemkomponenten selbst<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit mehr als tausend Einzelteilen und rund 500 Kilogramm Gewicht ist das FCPM das komplexeste System, das Bosch in seiner fast 140-j\u00e4hrigen Historie je entwickelt hat. Zu den wichtigsten Einzelkomponenten geh\u00f6rt neben dem Brennstoffzellen-Stack als Herzst\u00fcck auch ein Wasserstoff-Dosierventil, eine Wasserstoff-Rezirkulationspumpe sowie ein elektrischer Luftverdichter \u2013 alles, um Wasser- beziehungsweise Luftsauerstoff zur Wandlung in Strom effektiv in die Brennstoffzellen zu bef\u00f6rdern. Bosch hat jedes einzelne Teil so konzipiert, dass es im Gesamtsystem optimal zusammenspielt. Die Serienfertigung des Systems ist Mitte 2023 in Stuttgart-Feuerbach sowie zeitlich etwas nachfolgend im chinesischen Chongqing gestartet. Wichtig: F\u00fcr den Bau des FCPM werden \u2013 anders als etwa bei Batterien \u2013 kaum kritische Rohstoffe ben\u00f6tigt. Daf\u00fcr kann Bosch auf jahrzehntelanges Fertigungswissen zur\u00fcckgreifen wie das Highspeed-Laserschwei\u00dfen, mit dem in jedem System 1,2 Kilometer an Schwei\u00dfn\u00e4hten wasserstoffdicht gemacht werden. Gro\u00dfer Vorteil zudem: Das Antriebsmodul ist so konstruiert, dass es in den Bauraum eines Lkw passt, wo bisher der in mehr als 95 Prozent aller Nutzfahrzeuge genutzte Dieselmotor verbaut ist. Spediteure und Logistiker k\u00f6nnen einen Lkw mit dem Bosch-FCPM so nutzen, wie sie es von der Diesel-Technik gewohnt sind: mit hoher Robustheit ein Fahrzeugleben lang, kurzen Betankungszeiten mit Wasserstoff und hoher Reichweite von bis zu 1 000 Kilometern je Tankf\u00fcllung. Obendrein erm\u00f6glicht das Antriebsmodul einen nahezu fl\u00fcsterleisen Betrieb ohne Vibrationen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bosch setzt sich f\u00fcr den Aufbau einer Wasserstoff-Wirtschaft ein<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weltweit sind bereits mehrere tausend Lkw mit dem FCPM vom Bosch auf der Stra\u00dfe. Der weitere Hochlauf h\u00e4ngt vor allem in Europa und Nordamerika von den politischen Weichenstellungen ab. \u201eWir m\u00fcssen dringend mit dem Aufbau einer Wasserstoff-Wirtschaft und der entsprechenden Infrastruktur f\u00fcr die Erzeugung, Speicherung und Nutzung von Wasserstoff beginnen. China und auch Indien zeigen uns, wie das gehen kann. Wir als Industrie stehen mit technischen L\u00f6sungen bereit \u2013 das FCPM ist ein erster Baustein\u201c, sagt Hartung. Die bereits bei Kunden im Einsatz befindlichen Antriebsmodule fahren unterdessen Daten f\u00fcr die weitere Entwicklung ein. Jedes FCPM existiert zweimal: real und als Digitaler Zwilling im virtuellen Raum. Damit erhebt Bosch gezielt Informationen zu unter anderem Temperatur, Druckverlauf, Verschlei\u00df \u2013 und zieht daraus wichtige Erkenntnisse, die bereits in die Entwicklung der zweiten Generation eingeflossen sind. Mehr noch: Bosch nutzt die f\u00fcr das FCPM entwickelte Technik in Teilen auch f\u00fcr andere L\u00f6sungen. So hat das Unternehmen das Prinzip der Brennstoffzelle umgekehrt. Statt aus Wasser- und Sauerstoff Strom zu erzeugen, bietet das Unternehmen auch Technik f\u00fcr Elektrolyseure an, die aus Wasser und erneuerbarem Strom Wasserstoff herstellen \u2013 klimaschonend. Auch Schiffe k\u00f6nnen mit dem FCPM angetrieben oder etwa Rechenzentren mit CO\u2082-frei erzeugtem Strom versorgt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bosch hat den Deutschen Zukunftspreis bereits dreimal erhalten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit 1997 verleiht der Bundespr\u00e4sident den \u201eDeutschen Zukunftspreis \u2013 Preis des Bundespr\u00e4sidenten f\u00fcr Technik und Innovation\u201c. Die Innovationen spiegeln die gro\u00dfe Bandbreite von Forschung und Entwicklung in Deutschland wider. Der Preis w\u00fcrdigt herausragende Forschungs- und Entwicklungsprojekte und ist mit 250 000 Euro dotiert. Wesentlich f\u00fcr die Entscheidung der Jury sind der Innovationsgrad sowie das Potenzial, diese Leistung in zukunftsf\u00e4hige Arbeitspl\u00e4tze umzusetzen und einen gesellschaftlichen Mehrwert zu erzielen. Die Innovationen reichen von der Medizintechnik \u00fcber neuartige Materialentwicklung und die Robotik bis hin zur Maschinenbau- und Luftfahrttechnik. Bosch war zwischen 1998 und 2013 bislang f\u00fcnfmal f\u00fcr den Deutschen Zukunftspreis nominiert. Erhalten haben die Auszeichnung bis dato drei Teams von Bosch oder mit Bosch-Beteiligung: 2005 f\u00fcr Piezo-Injektoren, 2008 f\u00fcr smarte Sensoren sowie 2013 f\u00fcr Ultrakurzpulslaser. Fortsetzung folgt?<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fernverkehr-Lkw mit Wasserstoff CO\u2082-frei betreiben Bosch-Chef Stefan Hartung: \u201eNominierung ist tolle Anerkennung f\u00fcr Bosch.\u201c FCPM ist das komplexeste System in der fast 140-j\u00e4hrigen Bosch-Historie. Einzelteile des Antriebsmoduls sind auf Zusammenspiel im System optimiert. FCPM-Lkw steht Diesel-Lkw bei Betankungszeit und Reichweite nicht nach. 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