{"id":178203,"date":"2025-08-04T10:10:40","date_gmt":"2025-08-04T09:10:40","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/ludwigsburg\/?p=178203"},"modified":"2025-08-04T10:10:40","modified_gmt":"2025-08-04T09:10:40","slug":"dkv-report-2025-deutschland-im-gesundheitscheck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/ludwigsburg\/2025\/08\/04\/dkv-report-2025-deutschland-im-gesundheitscheck\/","title":{"rendered":"DKV-Report 2025: Deutschland im Gesundheitscheck"},"content":{"rendered":"<h4 style=\"text-align: justify;\"><strong>Sitzzeiten auf neuem Rekordniveau &#8211;\u00a0<\/strong><strong>Nur 2 Prozent der Deutschen leben rundum gesund.<\/strong><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie gesund lebt Deutschland? Bereits zum achten Mal haben die DKV Deutsche Krankenversicherung AG (DKV), die Deutsche Sporthochschule K\u00f6ln und die Universit\u00e4t W\u00fcrzburg das Gesundheitsverhalten der Deutschen in einer repr\u00e4sentativen Umfrage untersucht. Seit 2010 werden im Rahmen des DKV-Reports regelm\u00e4\u00dfig k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t, Ern\u00e4hrung, Rauchen, Alkoholkonsum und Stressverhalten analysiert \u2013 seit 2014 zus\u00e4tzlich das Sitzverhalten der deutschen Bev\u00f6lkerung. <strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ein alarmierender Rekord: Sitzzeiten in Deutschland<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der aktuelle DKV-Report 2025 offenbart dramatische Entwicklungen: Die durchschnittliche Sitzdauer hat sich von 598 (2023) auf 613 Minuten erneut erh\u00f6ht. Damit verbringen die Deutschen an einem Werktag durchschnittlich \u00fcber zehn Stunden im Sitzen \u2013 fast zwei Stunden mehr als noch vor 10 Jahren. Nur 30 Prozent der \u201eVielsitzer\u201c schaffen es durch ausreichend k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t, das lange Sitzen zu kompensieren. Aufgrund ihres Sitz- und Bewegungsverhaltens weisen 37 Prozent der Befragten ein erh\u00f6htes Sterberisiko auf. Prof. Ingo Frob\u00f6se von der Deutschen Sporthochschule K\u00f6ln betont: \u201eDieser gef\u00e4hrliche Trend muss dringend gestoppt werden. Wir brauchen einen gesellschaftlichen Wandel, der vom Sitzen wegf\u00fchrt und einen Alltag erm\u00f6glicht, in dem Bewegung erlaubt, unterst\u00fctzt und sogar belohnt wird.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Rundum gesund? Fehlanzeige <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gleichzeitig leben nur zwei Prozent der deutschen Bev\u00f6lkerung rundum gesund. Dabei erzielen Frauen \u00fcber alle Benchmarks hinweg die besseren Ergebnisse: W\u00e4hrend drei Prozent von ihnen alle Kriterien f\u00fcr ein rundum gesundes Leben erf\u00fcllen, schaffen dies nur ein Prozent der M\u00e4nner. Die Ergebnisse zu den einzelnen Benchmarks \u201eK\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t\u201c, \u201eErn\u00e4hrung\u201c, \u201eRauchen\/Dampfen\u201c, \u201eAlkoholverzicht\u201c und \u201eStressempfinden\u201c stellen eine gemischte Bilanz dar: Erfreuliche 68 Prozent der Befragten erreichen den Benchmark f\u00fcr k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t. Bei der gesunden Ern\u00e4hrung erf\u00fcllen dagegen nur etwas mehr als ein Drittel die Anforderungen (34 Prozent). Besonders problematisch erweist sich die Stressbelastung sowie der erfolgreiche Umgang damit, da nur jede\/jeder f\u00fcnfte Befragte den Benchmark \u201eStressempfinden\u201c erreicht. Frauke Fiegl, Vorstandsvorsitzende der DKV Deutsche Krankenversicherung AG, fordert: \u201eEin gesunder Lebensstil muss fr\u00fchzeitig vermittelt und intensiv gef\u00f6rdert werden, bei Kindern ebenso wie bei Erwachsenen \u2013 und das \u00fcber alle Bev\u00f6lkerungsgruppen hinweg. Ausgewogene Ern\u00e4hrung, mehr Bewegung und weniger Bildschirmzeit sind grundlegende Voraussetzungen f\u00fcr ein rundum gesundes Leben.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ausdauer und Muskeln: Beides braucht Training<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Benchmark \u201eK\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t\u201c (ausdauerorientierte Bewegung) erf\u00fcllen zwar rund 68 Prozent, die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation f\u00fcr \u201eMuskelaktivit\u00e4t\u201c (mindestens zweimal pro Woche) allerdings nur 34 Prozent der Befragten. Insgesamt erreichen nur 32 Prozent der Befragten die kombinierten Bewegungsempfehlungen von Ausdauer- und Muskelaktivit\u00e4t. Dabei gelten Bewegung im Alltag sowie ein strukturiertes Ausdauer- und Muskeltraining zu den effektivsten Strategien gegen viele chronische Lebensstil-Erkrankungen, wie z. B. Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauf-, Krebs- und psychische Erkrankungen. \u201eZusammen mit regelm\u00e4\u00dfiger Bewegung ist das Trainieren unserer Muskeln f\u00fcr ein gesundes Altern lebenslang notwendig. Wir d\u00fcrfen es nicht l\u00e4nger als freiwillige Erg\u00e4nzung zum Ausdauertraining betrachten, sondern als pr\u00e4ventive Pflichtaufgabe\u201c, kommentiert Prof. Ingo Frob\u00f6se.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wohlbefinden unter Druck<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Inmitten von Krisenzeiten wird das subjektive Wohlbefinden der Bev\u00f6lkerung zu einem zentralen Thema. Nur etwas mehr als die H\u00e4lfte der Befragten erreicht einen positiven Wohlf\u00fchlwert (59 Prozent), wobei Manner und \u00e4ltere Menschen besser abschneiden: W\u00e4hrend etwas mehr als ein Drittel der m\u00e4nnlichen Befragten von einem reduzierten subjektiven Wohlbefinden berichten (37 Prozent), trifft dies auf beinahe die H\u00e4lfte aller weiblichen Befragten zu (46 Prozent). \u00dcberdurchschnittlich positiv f\u00e4llt der Wert bei den \u00fcber 66-J\u00e4hrigen aus: 74 Prozent berichten von einem erh\u00f6hten subjektiven Wohlbefinden. Im Gegensatz dazu liegt der Anteil bei den 30- bis 45-J\u00e4hrigen am niedrigsten (49 Prozent). Die Ergebnisse des DKV-Reports zeigen, dass wer sich regelm\u00e4\u00dfig zu Fu\u00df oder mit dem Fahrrad fortbewegt und auch in der Freizeit k\u00f6rperlich aktiv ist, von einem h\u00f6heren subjektiven Wohlbefinden berichtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Digitale Gesundheitskompetenz und Pr\u00e4vention als Schl\u00fcssel zu gesundem Verhalten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Digitale Gesundheitskompetenz beschreibt die F\u00e4higkeit, digitale Gesundheitsinformationen zu erschlie\u00dfen und in gesundheitsbezogene Entscheidungen einzubeziehen. Insgesamt verf\u00fcgen lediglich 35 Prozent der Befragten \u00fcber eine exzellente digitale Gesundheitskompetenz. Dabei f\u00e4llt auf: Je j\u00fcnger die Befragten, desto besser die digitale Gesundheitskompetenz. Diese ist aber auch eine Frage der Bildung: Nur 29 Prozent der Befragten mit mittlerer Reife verf\u00fcgen \u00fcber eine exzellente digitale Gesundheitskompetenz; bei Hochschulabsolventinnen und -absolventen steigt dieser Anteil auf 43 Prozent. Ungeachtet dessen gelingt es zwar vielen Menschen, Gesundheitsinformationen im Internet schnell zu finden, doch die Bewertung ihrer Vertrauensw\u00fcrdigkeit bereitet Schwierigkeiten: 58 Prozent der Befragten sind unsicher, ob sie digitalen Gesundheitsquellen trauen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eEs ist entscheidend, digitale Gesundheitskompetenzen sowie Pr\u00e4vention gezielt zu f\u00f6rdern. Gleichzeitig m\u00fcssen potenzielle H\u00fcrden in diesen beiden Bereichen konsequent abgebaut werden. Nur so kann jeder einzelne das volle Potenzial f\u00fcr ein gesundes Leben aussch\u00f6pfen\u201c, betont Frauke Fiegl.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben digitalen Gesundheitskompetenzen beleuchtet der DKV-Report 2025 auch die Inanspruchnahme von Pr\u00e4ventionsangeboten: W\u00e4hrend Impfungen zwar anerkannt sind und von 79 Prozent in Anspruch genommen werden, nutzen nur 21 Prozent der Befragten strukturierte Pr\u00e4ventionsangebote wie z. B. zu Bewegung, Ern\u00e4hrung, Stressbew\u00e4ltigung oder Rauchentw\u00f6hnung. Hauptanreiz f\u00fcr Vorsorge- und Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen ist der wahrgenommene gesundheitliche Nutzen, doch unter anderem finanzielle H\u00fcrden stehen einer breiteren Teilnahme im Weg. Eine gezielte Sensibilisierung zu dem Thema sowie finanzielle Anreize k\u00f6nnten helfen, diese Barrieren zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00dcber den DKV-Report<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Auftrag der DKV Deutsche Krankenversicherung AG hat das Institut f\u00fcr Bewegungstherapie und bewegungsorientierte Pr\u00e4vention und Rehabilitation der Deutschen Sporthochschule K\u00f6ln gemeinsam mit dem Institut f\u00fcr Sportwissenschaft der Julius-Maximilians-Universit\u00e4t W\u00fcrzburg den DKV-Report in diesem Jahr zum achten Mal erstellt. Das Meinungsforschungsinstitut HEUTE UND MORGEN GmbH befragte hierzu im Zeitraum vom 11. Februar bis zum 17. M\u00e4rz 2025 deutschlandweit insgesamt \u00fcber 2.800 Menschen repr\u00e4sentativ zu ihren Lebensgewohnheiten mithilfe von leitfaden- und computergest\u00fctzten Telefon- und Online-Interviews.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sitzzeiten auf neuem Rekordniveau &#8211;\u00a0Nur 2 Prozent der Deutschen leben rundum gesund. Wie gesund lebt Deutschland? Bereits zum achten Mal haben die DKV Deutsche Krankenversicherung AG (DKV), die Deutsche Sporthochschule K\u00f6ln und die Universit\u00e4t W\u00fcrzburg das Gesundheitsverhalten der Deutschen in einer repr\u00e4sentativen Umfrage untersucht. 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