{"id":164423,"date":"2022-05-04T13:36:13","date_gmt":"2022-05-04T12:36:13","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/ludwigsburg\/?p=164423"},"modified":"2022-05-04T13:36:29","modified_gmt":"2022-05-04T12:36:29","slug":"164423","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/ludwigsburg\/2022\/05\/04\/164423\/","title":{"rendered":"Bosch steigt in Komponenten-Entwicklung f\u00fcr die Wasserstoff-Elektrolyse ein"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Technik f\u00fcr H2-Produktion soll 2025 in Serie gehen<\/strong><\/h5>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Bosch entwickelt mit dem Stack das Kernelement von Elektrolyseuren.<\/strong><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Bosch investiert bis Ende des Jahrzehnts bis zu 500 Millionen Euro in neues Gesch\u00e4ftsfeld.<\/strong><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Bosch-Chef Hartung: \u201eWir wollen den raschen Aufbau einer Produktion von Wasserstoff in Europa mit Bosch-Technik unterst\u00fctzen.\u201c<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stuttgart \/ Renningen \u2013 Bosch gibt Gas bei regenerativ erzeugtem Wasserstoff: F\u00fcr einen wirksamen Klimaschutz will das Unternehmen k\u00fcnftig nicht nur H<sub>2<\/sub> nutzen, sondern sich auch an der Herstellung beteiligen. Daher steigt Bosch jetzt in die Entwicklung von Komponenten f\u00fcr Elektrolyseure ein. In diesen Anlagen wird Wasser mithilfe von Strom bevorzugt aus den erneuerbaren Quellen Windkraft oder Photovoltaik per Elektrolyse in sogenannten gr\u00fcnen Wasserstoff und Sauerstoff umgewandelt. \u201eDer Klimaschutz kann nicht warten. Wir wollen den raschen Aufbau einer Produktion von Wasserstoff in Europa mit Bosch-Technik unterst\u00fctzen\u201c, k\u00fcndigte Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Robert Bosch GmbH, anl\u00e4sslich der Vorlage der <a href=\"http:\/\/news.bosch-presse.de\/go\/14\/4X4LVQWI-4X4KO4RT-4X4KO4RO-89CDKW.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-saferedirecturl=\"https:\/\/www.google.com\/url?q=http:\/\/news.bosch-presse.de\/go\/14\/4X4LVQWI-4X4KO4RT-4X4KO4RO-89CDKW.html&amp;source=gmail&amp;ust=1651739981731000&amp;usg=AOvVaw2Fswsbc9CgyLdQS48hWnhf\">Jahresbilanz<\/a> an. \u201eDaf\u00fcr nutzen wir unser Brennstoffzellen-Know-how\u201c, erg\u00e4nzte Dr. Markus Heyn, Bosch-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions. Das Unternehmen siedelt die Elektrolyse-Komponenten aufgrund der bestehenden Kompetenzen im Bereich Mobility an und investiert hierf\u00fcr bis Ende des Jahrzehnts bis zu 500 Millionen Euro. Im Zuge von Defossilisierung, Diversifizierung von Energiequellen und CO2-Reduzierung steigt der Bedarf an regenerativem H<sub>2<\/sub> rasant, nicht nur in energieintensiven Branchen wie der Stahl- und Chemieindustrie oder dem Schwerlastverkehr, sondern auch in privaten Geb\u00e4uden \u2013 laut EU bis 2030 auf rund zehn Millionen Tonnen j\u00e4hrlich. F\u00fcr den Elektrolyseur-Komponentenmarkt insgesamt erwartet Bosch zu diesem Zeitpunkt weltweit ein Volumen von rund 14 Milliarden Euro, mit den gr\u00f6\u00dften Wachstumsraten in Europa. Damit Wirtschaft und Gesellschaft unabh\u00e4ngiger von fossilen Energietr\u00e4gern werden und neue Energien erschlie\u00dfen k\u00f6nnen, will Bosch insgesamt in den n\u00e4chsten drei Jahren gut drei Milliarden Euro in klimaneutrale Technik wie Elektrifizierung und Wasserstoff investieren.<br \/>\n\u201e\u201eDer Klimaschutz kann nicht warten. Wir wollen den raschen Aufbau einer Produktion von Wasserstoff in Europa mit Bosch-Technik unterst\u00fctzen\u201c\u201c<br \/>\nsagt Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Robert Bosch GmbH<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Bosch entwickelt mit dem Stack das Herzst\u00fcck von Elektrolyseuren<\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie in der Brennstoffzelle bildet der Stack, also der Stapel mehrerer Hundert einzelner Zellen, auch im Elektrolyseur das zentrale Element. In jeder der in Serie geschalteten Zellen wird Wasser mithilfe von Strom in Wasserstoff und Sauerstoff umgewandelt \u2013 umgekehrt zur Brennstoffzelle, in der aus Wasserstoff und Sauerstoff elektrische Energie entsteht. In beiden Systemen erfolgt die chemische Reaktion jeweils \u00fcber eine Proton-Exchange-Membran (PEM). Bosch kombiniert den Elektrolyseur-Stack mit Steuerger\u00e4t, Leistungselektronik und Sensoren zum sogenannten Smart Module. Bei der Entwicklung wird Bosch auch mit Partnern zusammenarbeiten. Von 2025 an will das Unternehmen Smart Modules an Hersteller von Elektrolyse-Anlagen sowie Industrie-Dienstleister liefern. Erste Pilotanlagen sollen bereits kommendes Jahr in Betrieb gehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bosch wird kompakte Module kombinieren und mit geringem Aufwand integrieren. Zum Einsatz kommen sollen sie sowohl in kleinen Anlagen bis zehn Megawatt Leistung als auch in gigawattstarken Gro\u00dfanlagen im On- und Offshore-Bereich \u2013 sei es im Neubau oder wenn bereits bestehende Anlagen zur H<sub>2<\/sub>-Gewinnung auf gr\u00fcnen Wasserstoff umgestellt werden. Um die Wasserstoff-Produktion so effizient wie m\u00f6glich zu gestalten und gleichzeitig die Lebensdauer des Stacks zu verl\u00e4ngern, sollen die Smart Modules dar\u00fcber hinaus \u00fcber die Bosch-Cloud vernetzt werden. Ziel ist es auch, durch modular aufgebaute Elektrolyseure die Wartung an den Anlagen flexibler zu machen \u2013 indem beispielsweise bei anstehenden Arbeiten nicht die komplette Anlage, sondern nur Teilbereiche abgeschaltet werden m\u00fcssen. Bosch erarbeitet Servicekonzepte, die im Sinne der Kreislaufwirtschaft auch das Recycling der Komponenten umfassen.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Bosch kann mit Massenfertigung und Skaleneffekten punkten<\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Gegensatz zu vielen Elektrolyse-Komponenten auf dem Markt werden sich die Bosch Smart Modules in Masse fertigen und dadurch nicht zuletzt Skaleneffekte erzielen lassen. \u201eNeben der Geschwindigkeit bilden die Kosten einen entscheidenden Faktor beim Hochlauf der Wasserstoff-Produktion. Hier k\u00f6nnen wir mit unserer Industrialisierungskompetenz und unserem Automotive-Know-how punkten\u201c, sagte Heyn. An mehreren europ\u00e4ischen Standorten will Bosch m\u00f6glichst rasch mit der Industrialisierung beginnen. Dazu z\u00e4hlen Bamberg und Feuerbach in Deutschland, Tilburg in den Niederlanden, Linz in \u00d6sterreich sowie Budweis in Tschechien.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Bosch sichert mit der Erweiterung des Portfolios Arbeitspl\u00e4tze<\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Transformation der Automobilindustrie stellt f\u00fcr die gesamte Branche eine enorme Herausforderung dar. Bosch begegnet dieser einmal mehr mit Innovation. Mit dem Einstieg in das neue Gesch\u00e4ftsfeld, mit dem Bosch seine Mobility-Sparte um einen Non-Automotive-Bereich erweitert, nutzt das Unternehmen die Chance, weiter Besch\u00e4ftigung zu sichern. So sollen in den kommenden Jahren mehrere Hundert Mitarbeitende im Bereich der Elektrolyse-Komponenten t\u00e4tig werden. \u201eWir schlagen gleich drei Fliegen mit einer Klappe, indem wir \u00f6kologisch, \u00f6konomisch und sozial einen wichtigen Beitrag leisten\u201c, betonte Bosch-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Heyn.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Bosch arbeitet an mobiler und station\u00e4rer Brennstoffzelle<\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bosch ist vom Energietr\u00e4ger Wasserstoff \u00fcberzeugt und arbeitet auch an der station\u00e4ren wie an der <a href=\"http:\/\/news.bosch-presse.de\/go\/14\/4X4LVQWI-4X4KO4RT-42GT62YM-3UTOWS.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-saferedirecturl=\"https:\/\/www.google.com\/url?q=http:\/\/news.bosch-presse.de\/go\/14\/4X4LVQWI-4X4KO4RT-42GT62YM-3UTOWS.html&amp;source=gmail&amp;ust=1651739981731000&amp;usg=AOvVaw2hpph0GJnAn7_aVrrSmE4a\">mobilen Brennstoffzelle<\/a>. Erstere soll unter anderem in Form kleiner dezentraler Kraftwerke in St\u00e4dten, Rechenzentren, Handel, Gewerbe, im maritimen Bereich und beim Betreiben von Lades\u00e4ulen f\u00fcr Elektrofahrzeuge zum Einsatz kommen. Mit der mobilen Brennstoffzelle will Bosch den klimaneutralen Transport von Waren und G\u00fctern zun\u00e4chst in Lkw erm\u00f6glichen. Das Portfolio f\u00fcr Fahrzeuge reicht dabei von einzelnen Sensoren \u00fcber Kernkomponenten wie dem <a href=\"http:\/\/news.bosch-presse.de\/go\/14\/4X4LVQWI-4X4KO4RT-4IE2N7T7-1COJ10F7.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-saferedirecturl=\"https:\/\/www.google.com\/url?q=http:\/\/news.bosch-presse.de\/go\/14\/4X4LVQWI-4X4KO4RT-4IE2N7T7-1COJ10F7.html&amp;source=gmail&amp;ust=1651739981731000&amp;usg=AOvVaw18rHzMRXXjtNSokfJlS3CI\">elektrischen Luftverdichter<\/a> und dem Stack bis zum kompletten <a href=\"http:\/\/news.bosch-presse.de\/go\/14\/4X4LVQWI-4X4KO4RT-4F2S36JA-6624RC.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-saferedirecturl=\"https:\/\/www.google.com\/url?q=http:\/\/news.bosch-presse.de\/go\/14\/4X4LVQWI-4X4KO4RT-4F2S36JA-6624RC.html&amp;source=gmail&amp;ust=1651739981731000&amp;usg=AOvVaw2oS5nNgQZKOHT0Ph7_tXc3\">Brennstoffzellen-Modul<\/a>. Der Serienstart soll noch in diesem Jahr erfolgen.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Technik f\u00fcr H2-Produktion soll 2025 in Serie gehen Bosch entwickelt mit dem Stack das Kernelement von Elektrolyseuren. Bosch investiert bis Ende des Jahrzehnts bis zu 500 Millionen Euro in neues Gesch\u00e4ftsfeld. 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