{"id":162146,"date":"2021-11-16T11:40:33","date_gmt":"2021-11-16T10:40:33","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/ludwigsburg\/?p=162146"},"modified":"2021-11-16T11:42:33","modified_gmt":"2021-11-16T10:42:33","slug":"162146","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/ludwigsburg\/2021\/11\/16\/162146\/","title":{"rendered":"Du\u0308rr-Konzern stellt Klimastrategie vor"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Unternehmen will Emissionen bis 2030 um 70 % senken<\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bietigheim-Bissingen.| Der Du\u0308rr-Konzern hat eine ganzheitliche Klimastrategie mit ambitionierten Zielen fu\u0308r den Klimaschutz vorgestellt. Bis 2030 will der Maschinen- und Anlagenbauer die von ihm verursachten Emissionen von Treibhausgasen um 70 % senken und damit zum Erreichen des 1,5-Grad Ziels aus dem Pariser Klimaabkommen beitragen. Neben den eigenen Emissionen hat der im MDax notierte Konzern auch den Klimaeffekt aus der vorgelagerten Lieferkette und der Nutzung seiner Produkte im Blick. Das Leitmotiv der neuen Klimastrategie hei\u00dft \u201eInvestieren statt kompensieren\u201c. Statt Emissionen durch Zahlungen zu kompensieren, investiert der Du\u0308rr-Konzern in klimafreundliche Technologien, um den Aussto\u00df von Treibhausgasen zu minimieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWir nehmen unsere Verantwortung fu\u0308r den Klimaschutz aktiv wahr. Mit unserer Klimastrategie und den entsprechenden Reduktionszielen geho\u0308ren wir zu den Vorreitern im Maschinen- und Anlagenbau. O\u0308kologische Nachhaltigkeit hat bei Du\u0308rr Tradition. So sind wir bereits seit den 1960er Jahren in der Umwelttechnik aktiv. Bei Kunden auf der ganzen Welt leisten unsere Technologien einen wichtigen Beitrag zur Verringerung von Emissionen in der Produktion. Den o\u0308kologischen Fu\u00dfabdruck unserer eigenen Standorte werden wir durch Investitionen in klimafreundliche Technologien und Geba\u0308ude und die Umstellung auf O\u0308kostrom stark reduzieren\u201c, sagte Dr. Jochen Weyrauch, zuku\u0308nftiger Vorstandsvorsitzender der Du\u0308rr AG und zusta\u0308ndig fu\u0308r die Nachhaltigkeitsstrategie des Konzerns.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wissenschaftliche Begleitung: Science Based Targets initiative<\/strong><br \/>\nDerzeit la\u0308sst das Unternehmen seine Klimastrategie und deren Ziele von der Science Based Targets initiative (SBTi) wissenschaftlich validieren. Die weltweit anerkannte Organisation pru\u0308ft, ob die vom Du\u0308rr-Konzern angestrebten Reduzierungen in Einklang mit dem Erreichen des 1,5-Grad-Ziels stehen. Die Stellungnahme der SBTi wird im ersten Halbjahr 2022 erwartet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Investitionen in die Energieeffizienz<\/strong><br \/>\nIm Jahr 2019 beliefen sich die dem Du\u0308rr-Konzern direkt zurechenbaren CO2- Emissionen auf rund 57.000 Tonnen. Dabei handelt es sich um die sogenannten Scope-1- und 2-Emissionen, die im Wesentlichen aus dem Standortbetrieb und dem Zukauf von Energie resultieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Klimastrategie entha\u0308lt Ma\u00dfnahmen, um diese Emissionen bis 2030 um 70 % zu senken. Bis 2023 werden alle Standorte weltweit ausnahmslos auf O\u0308kostrom umgestellt. U\u0308berdies investiert der Konzern stark in Photovoltaik. Den Anfang machen die deutschen Standorte Bietigheim-Bissingen, Schopfloch und Holzbronn; allein dafu\u0308r werden 1,4 Mio. \u20ac investiert. Im zweiten Schritt sollen weitere Werke in Deutschland, Polen, China und den USA folgen. Erga\u0308nzend werden ORC-Anlagen (Organic Rankine Cycle) aus dem eigenen Produkt- programm installiert. Damit la\u0308sst sich nachhaltig Strom aus Abwa\u0308rme erzeugen. Mithilfe von Photovoltaik und ORC sollen die entsprechend ausgeru\u0308steten Standorte mindestens 70% des beno\u0308tigten Stroms klimaneutral selbst erzeugen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weitere Emissionsreduzierungen sollen durch Geba\u0308udeinvestitionen erreicht werden. Zum Beispiel werden die im Fru\u0308hjahr angeku\u0308ndigten Neubauten bei HOMAG in Schopfloch und Sroda (Polen) mit energieeffizienter Geba\u0308udetechnik ausgeru\u0308stet. Auch bei Beleuchtung und Heizung wird auf verbrauchs- arme Technik umgestellt. Unter dem Strich will der Du\u0308rr-Konzern die Energieeffizienz seiner Standorte jedes Jahr um 1 bis 2 % verbessern. Zudem wird die komplette Firmenfahrzeugflotte in Deutschland bis spa\u0308testens 2030 schrittweise auf alternative Antriebe umgestellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Energieeffiziente Produkte und Emissionsreduzierung in der Lieferkette<\/strong><br \/>\nDie neue Klimastrategie zielt auch auf die Senkung der sogenannten Scope-3- Emissionen ab. Sie beinhalten vor allem den CO2-Aussto\u00df in der Lieferkette und die Emissionen, die durch die Nutzung der verkauften Produkte bei den Kunden entstehen. Diese Emissionen sind naturgema\u0308\u00df weitaus umfangreicher als die Eigenemissionen und ko\u0308nnen nur indirekt beeinflusst werden. Dennoch sollen sie bis 2030 um mindestens 15 % gesenkt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Innovationsarbeit des Konzerns bildet die Energieeffizienz der Produkte einen Schwerpunkt. In den vergangenen 15 Jahren konnte Du\u0308rr den Energieverbrauch gro\u00dfer Lackieranlagen fu\u0308r die Automobilindustrie durch entsprechende Innovationen bereits um zwei Drittel senken. Dieser Kurs wird fortgesetzt und intensiviert. \u201eWir sind fu\u0308r unsere Kunden ein wichtiger Partner bei der Dekarbonisierung, da unsere Maschinen und Anlagen gro\u00dfen Einfluss auf die Klimabilanz der Produktion haben&#8221;, so Dr. Jochen Weyrauch. \u201eBei Investitionsentscheidungen achten die Kunden zunehmend darauf, wie stark neues Produktionsequipment zur Erreichung ihrer Klimaziele beitra\u0308gt. Daher ru\u0308cken wir die Entwicklung energiesparender Technologien und die Nutzung regenerativer Energien im Rahmen der Klimastrategie noch sta\u0308rker in den Fokus.&#8221;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei seinen Lieferanten wird der Du\u0308rr-Konzern versta\u0308rkt auf Nachhaltigkeit hinwirken. Aktuell wird ein Programm entwickelt, das finanzielle Anreize fu\u0308r Lieferanten mit klimafreundlichen Prozessen bietet. In der Logistik sollen mehr Warentransporte von der Stra\u00dfe auf die Schiene verlagert und Transporte per Luftfracht, soweit wie mo\u0308glich, vermieden werden. Zudem wird die CO2-Bilanz von Logistikpartnern bei der Auftragsvergabe zuku\u0308nftig eine Rolle spielen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch die Bescha\u0308ftigten werden in die neue Klimastrategie eingebunden. Vorschla\u0308ge aus der Belegschaft, die zur o\u0308kologischen Transformation des Unternehmens beitragen, sollen ku\u0308nftig durch ein neues Programm fu\u0308r das Ideenmanagement gefo\u0308rdert und belohnt werden. Au\u00dferdem arbeitet der Konzern an Angeboten fu\u0308r Pendler, um die Emissionen auf dem Arbeitsweg zu senken.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unternehmen will Emissionen bis 2030 um 70 % senken Bietigheim-Bissingen.| Der Du\u0308rr-Konzern hat eine ganzheitliche Klimastrategie mit ambitionierten Zielen fu\u0308r den Klimaschutz vorgestellt. Bis 2030 will der Maschinen- und Anlagenbauer die von ihm verursachten Emissionen von Treibhausgasen um 70 % senken und damit zum Erreichen des 1,5-Grad Ziels aus dem Pariser Klimaabkommen beitragen. 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