{"id":160798,"date":"2021-08-10T13:20:56","date_gmt":"2021-08-10T12:20:56","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/ludwigsburg\/?p=160798"},"modified":"2021-08-10T13:20:56","modified_gmt":"2021-08-10T12:20:56","slug":"corona-treibt-die-angst-vor-cyberangriffen-im-mittelstand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/ludwigsburg\/2021\/08\/10\/corona-treibt-die-angst-vor-cyberangriffen-im-mittelstand\/","title":{"rendered":"Corona treibt die Angst vor Cyberangriffen im Mittelstand"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Videokonferenzen, Daten in der Cloud, Onlineshops \u2013 mit Ausbruch der Corona-Krise haben viele Unternehmen im Schnellverfahren auf digital umgestellt. F\u00fcr Cyberkriminelle bieten sich dadurch neue Einfallstore. Entsprechend gro\u00df ist die Angst vor Internetkriminalit\u00e4t, insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen. Hierzu hat die W\u00fcrttembergische Versicherung AG 200 Entscheiderinnen und Entscheider im deutschen Mittelstand befragt: \u00dcber 70 Prozent von ihnen bef\u00fcrchten, in den kommenden Monaten Opfer eines Hackerangriffs zu werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neue technologische Entwicklungen, hohe Homeoffice-Quoten und Videostreaming bergen sowohl im Privatbereich als auch in Unternehmen neue Gefahren. Mittelst\u00e4ndler sind bekannt f\u00fcr ihr Spezialwissen und gro\u00dfes Know-how. Dass sie zudem oft nicht so gut vor Cyberrisiken gesch\u00fctzt sind wie gro\u00dfe Konzerne, macht sie zu attraktiven Zielen f\u00fcr Hacker: Viele Unternehmen haben in der Corona-Pandemie von einem Tag auf den anderen ganze Abteilungen ins Homeoffice geschickt. H\u00e4ufig ist die IT daf\u00fcr nicht ausreichend abgesichert, was sich Kriminelle zunutze machen. Dabei k\u00f6nnen selbst kleine Angriffe Unternehmen massiv schaden: Neben hohen Kosten f\u00fcr die IT-Forensik, Datenwiederherstellung oder Betriebsunterbrechung stehen auch die Reputation sowie das Vertrauen von Kundinnen und Kunden auf dem Spiel. Nach den Ergebnissen der Erhebung durch die W\u00fcrttembergische werden die Risiken von Cyberkriminalit\u00e4t durchaus gesehen: Knapp die H\u00e4lfte der Befragten macht sich Sorgen vor Angriffen in den kommenden Monaten; weitere 25 Prozent sind sogar sehr besorgt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Angriffe erfolgen meist \u00fcber E-Mail und WLAN<br \/>\n<\/strong>55 Prozent der Befragten gaben an, dass ihr Unternehmen bereits Opfer eines Hackerangriffs geworden ist: 17 Prozent hat es seit Beginn der Pandemie und 38 Prozent schon vor der Corona-Krise getroffen. Am h\u00e4ufigsten spekulieren Kriminelle darauf, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Betriebe unaufmerksam sind: 40 Prozent der befragten Mittelst\u00e4ndler wurden per E-Mail angegriffen, bei 37 Prozent gab es eine Cyberattacke \u00fcber eine WLAN-Verbindung, und bei 34 Prozent der Befragten haben Hacker das Firmennetzwerk bedroht. Auch das Aussp\u00e4hen sensibler Daten wie Passw\u00f6rter oder Kreditkartennummern, das sogenannte Phishing, kommt h\u00e4ufig vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>VPN-Verschl\u00fcsselung auf Platz 1 der Sicherheitsma\u00dfnahmen<br \/>\n<\/strong>In 74 Prozent der befragten mittelst\u00e4ndischen Unternehmen wurden seit Beginn der Pandemie zus\u00e4tzliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen. In den meisten F\u00e4llen sind hierf\u00fcr die VPN-Verschl\u00fcsselungstechnik verbessert (60 Prozent) und ein IT-Sicherheitskonzept aufgebaut worden (58 Prozent). \u00dcber die H\u00e4lfte der Befragten hat zus\u00e4tzliche WLAN-Schutzvorrichtungen getroffen oder die Daten besser verschl\u00fcsselt. Wurden keine zus\u00e4tzlichen Sicherheitsma\u00dfnahmen getroffen, begr\u00fcndeten die Befragten dies in der Regel damit, dass ihr Unternehmen bereits gut gesch\u00fctzt sei oder sie sich erst noch mit IT-Sicherheitsma\u00dfnahmen besch\u00e4ftigen m\u00fcssten. Da das Homeoffice viele Angriffsm\u00f6glichkeiten bietet, empfiehlt die W\u00fcrttembergische eine sichere VPN-Verbindung, die Nutzung der WOA-2-Verschl\u00fcsselung beim WLAN und das Unterlassen von privatem Surfen auf dem Firmenger\u00e4t. Die Erfahrung zeige, dass Kriminelle die Unaufmerksamkeit der Besch\u00e4ftigten nutzen und diese gezielt bei der mobilen Arbeit angreifen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eAls Partner des Mittelstands unterst\u00fctzt die W\u00fcrttembergische ihre Cyberversicherungskundinnen und -kunden mit einer kostenlosen Lernplattform. In Pr\u00e4ventionstrainings geben IT-Profis Tipps, damit Sicherheitsl\u00fccken gar nicht erst entstehen\u201c, sagt Jens Lison, Vorstand der W\u00fcrttembergischen Versicherung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Praktische \u00dcbungen und fortlaufende E-Mail-Phishing-Simulationen sind wesentliche Bestandteile des Cyber-Portals der W\u00fcrttembergischen. Laut der Erhebung haben 45 Prozent der interviewten Mittelst\u00e4ndler bereits damit begonnen, ihre Belegschaft st\u00e4rker f\u00fcr das Thema zu sensibilisieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Anwaltliche Unterst\u00fctzung im Ernstfall gefragt<br \/>\n<\/strong>Spezielle Cyberversicherungen sind wichtig, da Versicherungsl\u00f6sungen wie die Haftpflichtversicherung nicht ausreichen, um Unternehmen vor den finanziellen Folgen eines Cyberangriffs zu sch\u00fctzen. Das Bewusstsein f\u00fcr eine Absicherung gegen Gefahren aus dem Internet mit einer Cyberversicherung hat zugenommen: 62 Prozent der Befragten gaben an, dass ihr Unternehmen bereits \u00fcber eine solche Police verf\u00fcgt. Die meisten von ihnen haben diese in den vergangenen drei Jahren abgeschlossen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Schadensfall spielt schnelles Handeln eine entscheidende Rolle. 88 Prozent der Befragten w\u00fcnschen sich dann vor allem die Unterst\u00fctzung durch Anw\u00e4lte zum Beispiel bei Haftpflichtanspr\u00fcchen Dritter. Laut der Erhebung wird auch die Kosten\u00fcbernahme bei Ertragsausf\u00e4llen durch eine Betriebsunterbrechung, die Kosten\u00fcbernahme f\u00fcr den Austausch von Hardware, die M\u00f6glichkeit zu forensischen Untersuchungen zur Ursachenermittlung sowie Datenschutz-Beratung und Pr\u00e4ventionstraining als wichtig erachtet. \u201eSchnelle Hilfe ist im Schadenfall unerl\u00e4sslich. Bei der W\u00fcrttembergischen k\u00f6nnen sich Kundinnen und Kunden auf unsere 24-Stunden-Servicehotline verlassen. Mittelst\u00e4ndische Unternehmen sollten bei ihrer Absicherung zudem darauf achten, dass diese genau zum Betrieb und zur Branche passt\u201c, sagt Lison.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00dcber die Befragung<br \/>\n<\/strong>F\u00fcr die Erhebung hat das Marktforschungsinstitut Appinio im ersten Halbjahr 2021 im Auftrag der W\u00fcrttembergischen Versicherung 200 Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, Inhaber und Experten im deutschen Mittelstand befragt, die sich mit Cyberrisiken und Sicherheitsvorkehrungen auseinandersetzen. \u00dcber 70 Prozent der Befragten sind aus Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Videokonferenzen, Daten in der Cloud, Onlineshops \u2013 mit Ausbruch der Corona-Krise haben viele Unternehmen im Schnellverfahren auf digital umgestellt. F\u00fcr Cyberkriminelle bieten sich dadurch neue Einfallstore. 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