{"id":158066,"date":"2020-12-16T11:46:36","date_gmt":"2020-12-16T10:46:36","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/ludwigsburg\/?p=158066"},"modified":"2020-12-16T11:46:36","modified_gmt":"2020-12-16T10:46:36","slug":"zukunftsmarkt-fahrzeugcomputer-bosch-erhaelt-auftraege-in-milliardenhoehe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/ludwigsburg\/2020\/12\/16\/zukunftsmarkt-fahrzeugcomputer-bosch-erhaelt-auftraege-in-milliardenhoehe\/","title":{"rendered":"Zukunftsmarkt Fahrzeugcomputer: Bosch erh\u00e4lt Auftr\u00e4ge in Milliardenh\u00f6he"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">Bosch-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Harald Kr\u00f6ger: \u201eFahrzeugcomputer sind der Schl\u00fcssel, um die Komplexit\u00e4t von Elektroniksystemen deutlich zu reduzieren.\u201c<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Bosch entwickelt Fahrzeugcomputer f\u00fcr alle Fahrzeugbereiche.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Fahrzeuge mit Zentralrechnern von Bosch sind seit 2019 im Einsatz.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Gesch\u00e4ftsbereich Cross-Domain Computing Solutions startet im Januar.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stuttgart.| Mehr Intelligenz im Auto: Daf\u00fcr sorgt Bosch mit Fahrzeugcomputern. Sie sind die neuen Multitalente der Fahrzeugelektronik und b\u00fcndeln immer mehr Funktionen einzelner Steuerger\u00e4te in zentralen, besonders leistungsstarken Elektronikmodulen. Bereits seit 2019 steuern Fahrzeugcomputer von Bosch etwa Fahrerassistenzsysteme oder Fahrzeugbewegung von Serienfahrzeugen. In K\u00fcrze kommen zentrale Computer f\u00fcr Cockpitfunktionen und Karosserieelektronik dazu. Damit ist das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen bei Fahrzeugcomputern so breit aufgestellt wie kein anderes Unternehmen, denn Bosch bietet sie serienreif f\u00fcr alle Bereiche moderner Fahrzeuge an. Das zahlt sich auch wirtschaftlich aus. F\u00fcr seine Fahrzeugcomputer hat Bosch inzwischen Auftr\u00e4ge in H\u00f6he mehrerer Milliarden Euro erhalten; alleine rund 2,5 Milliarden sind es seit Sommer 2020. \u201eFahrzeugcomputer bergen f\u00fcr Bosch enormes Gesch\u00e4ftspotenzial. Bereits heute sind wir mit Hochleitungsrechnern einer der f\u00fchrenden Entwicklungs- und Technologiepartner f\u00fcr Automobilhersteller\u201c, sagt Harald Kr\u00f6ger, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Robert Bosch GmbH. Die Fahrzeugcomputer sind ein zentraler Baustein, mit dem Bosch seine f\u00fchrende Rolle bei softwareintensiven Elektroniksystemen ausbauen will. Dieser Markt umfasst rund 20 Milliarden Euro und w\u00e4chst bis 2030 j\u00e4hrlich um bis zu 15 Prozent. Im Januar 2021 nimmt dazu der neue Gesch\u00e4ftsbereich Cross-Domain Computing Solutions mit insgesamt 17 000 Mitarbeitern seine Arbeit auf. In der Einheit f\u00fchrt Bosch sowohl die Hard- als auch Softwareentwicklung f\u00fcr Fahrzeugcomputer, Sensoren und Steuerger\u00e4te f\u00fcr alle Fahrzeugbereiche zusammen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eFahrzeugcomputer bergen f\u00fcr Bosch enormes Gesch\u00e4ftspotenzial. Bereits heute sind wir mit Hochleistungsrechnern einer der f\u00fchrenden Entwicklungs- und Technologiepartner f\u00fcr Automobilhersteller.\u201c Harald Kr\u00f6ger, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Robert Bosch GmbH<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fahrzeugelektronik wird fit f\u00fcr die Zukunft<\/strong><br \/>\nKein Auto wird in Zukunft mehr ohne Hochleistungs-Steuerger\u00e4te auskommen. In den zentralen Knotenpunkten laufen alle Nervenstr\u00e4nge eines Autos zusammen. Dank enormer Rechenleistung von mehreren Milliarden Operationen pro Sekunde verarbeiten die Zentralrechner selbst gro\u00dfe Datenmengen, wie sie f\u00fcr das automatisierte Fahren, datenbasierte Dienste und permanente Software-Updates erforderlich sind. Rund 30 Prozent des Werts eines Fahrzeugs soll Software k\u00fcnftig ausmachen; heute sind es lediglich zehn Prozent (Quelle: McKinsey). Diese Entwicklung zeigt den Stellenwert, den Bits und Bytes f\u00fcr Fahrzeuge k\u00fcnftig haben. Fahrzeugcomputer, die einen solchen Software- und Datenumfang handhaben, sind daher bald Standard in allen Fahrzeugen \u2013 von Kleinwagen \u00fcber die Oberklasse bis zum 40 Tonner. Bosch entwickelt sie sowohl f\u00fcr Cockpit- und Vernetzungsfunktionen, Fahrerassistenzsysteme und automatisiertes Fahren als auch den Antrieb und die Karosserieelektronik. Damit lassen sich alle zentralen Fahrzeugfunktionen auf einer Handvoll leistungsstarker Zentralrechner zusammenf\u00fchren. Ein Beispiel: Boschs zentraler Cockpit-Computer \u00fcbernimmt in der n\u00e4chsten Fahrzeuggeneration die Aufgaben von bis zu zehn Steuerger\u00e4ten. In Folge k\u00f6nnen Automobilhersteller die Anzahl der teilweise mehr als 100 Steuerger\u00e4te deutlich reduzieren. \u201eFahrzeugcomputer sind der Schl\u00fcssel, um die Komplexit\u00e4t von Elektroniksystemen zu reduzieren und so sicher wie m\u00f6glich zu machen\u201c, sagt Kr\u00f6ger. Werden k\u00fcnftig mehr zentrale Hochleistungsrechner verbaut, spart das obendrein Kabell\u00e4nge \u2013 und damit Kosten, Gewicht und Bauraum.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eMit Fahrzeugcomputern von Bosch werden selbst hoch komplexe Fahrfunktionen beherrschbar, die \u00fcber einzelne Fahrzeugdom\u00e4nen hinausgehen.\u201c Dr. Mathias Pillin, designierter Vorsitzender des Bereichsvorstandes des neuen Gesch\u00e4ftsbereichs Cross-Domain Computing Solutions<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Speerspitze der Fahrzeugelektronik<\/strong><br \/>\nIn Fahrzeugcomputern werden in den n\u00e4chsten Jahren au\u00dferdem Aufgaben aus unterschiedlichen Bereichen des Fahrzeugs \u2013 Experten sprechen von Dom\u00e4nen \u2013 verschmelzen. Sie steuern dann neben der Fahrzeugbewegung beispielsweise auch die Karosserieelektronik in nur einem Zentralrechner. Diese sind dann umso leistungsf\u00e4higer: In den letzten rund 20 Jahren wuchs die Rechenleistung eines einst f\u00fcr die Navigation eingesetzten Steuerger\u00e4tes um den Faktor 3 000. Verglichen mit dem Moore\u2018schen Gesetz, das eine Verdopplung der Rechenleistung alle zwei Jahre annimmt, ist diese Steigerung rund drei Mal so gro\u00df. Damit kann ein Cockpit-Computer neben Displays, Infotainment und Sprachsteuerung auch Aufgaben anderer Fahrzeugbereiche steuern, wie etwa bestimmte Assistenzfunktionen. \u201eMit Fahrzeugcomputern von Bosch werden selbst hoch komplexe Fahrfunktionen beherrschbar, die \u00fcber einzelne Fahrzeugdom\u00e4nen hinausgehen\u201c, sagt Dr. Mathias Pillin von Bosch. Er \u00fcbernimmt ab Januar 2021 den Vorsitz des Bereichsvorstandes des neuen Gesch\u00e4ftsbereichs Cross-Domain Computing Solutions. Seinen Namen hat der Bereich \u00fcbrigens nicht von ungef\u00e4hr. \u00dcbersetzt bedeute er dom\u00e4nen\u00fcbergreifende Computer-L\u00f6sungen. Hier b\u00fcndelt das Unternehmen seine Kr\u00e4fte in der Software-, Elektrik- sowie Elektronikentwicklung aus den Bereichen Fahrerassistenz und automatisiertes Fahren, Car Multimedia sowie Antrieb und Body Electronics unter einem Dach.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Baukastenlogik birgt Gesch\u00e4ftspotenzial<\/strong><br \/>\nBosch bietet seine Fahrzeugcomputer in einem skalierbaren Baukasten an, in dem f\u00fcr alle Anforderungen und Voraussetzungen das passende Elektroniksystem aus Hard- und Software enthalten ist. Das Ziel ist eine Software- und Systemarchitektur f\u00fcr das gesamte Fahrzeug, bei der alle Zentralrechner, Sensoren und Steuerger\u00e4te wie in einem Baukasten zusammenpassen und aufeinander aufbauen. Davon profitieren Autobauer, denn die Baukastenlogik macht die Entwicklung der Fahrzeugcomputer f\u00fcr unterschiedliche Fahrzeugmodelle besonders flexibel. Ist beispielsweise eine grunds\u00e4tzliche Architektur von Hard- und Software vorgegeben, l\u00e4sst sie sich \u2013 je nach Kundenprojekt \u2013 entlang einer festgelegten Systematik anpassen. F\u00fcr Premiumfahrzeuge kommen dann weitere Softwarebausteine oder spezielle Chips auf den Platinen dazu, um mehr Funktionen zu erm\u00f6glichen. In Kleinwagen hingegen l\u00e4sst sich der Aufbau der Fahrzeugcomputer so anpassen, dass sie wichtige sicherheitsrelevante Basisfunktionen zentral abdecken. \u201eMit der Baukastenlogik f\u00fcr Fahrzeugcomputer und unserer breiten Aufstellung kann Bosch auf alle Bed\u00fcrfnisse von Autoherstellern eingehen\u201c, sagt Pillin. Durch das Baukastenprinzip steckt in den Hochleistungscomputern au\u00dferdem enormes Gesch\u00e4ftspotenzial, denn Bosch kann damit einen gro\u00dfen Markt erschlie\u00dfen.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bosch-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Harald Kr\u00f6ger: \u201eFahrzeugcomputer sind der Schl\u00fcssel, um die Komplexit\u00e4t von Elektroniksystemen deutlich zu reduzieren.\u201c Bosch entwickelt Fahrzeugcomputer f\u00fcr alle Fahrzeugbereiche. Fahrzeuge mit Zentralrechnern von Bosch sind seit 2019 im Einsatz. Gesch\u00e4ftsbereich Cross-Domain Computing Solutions startet im Januar. Stuttgart.| Mehr Intelligenz im Auto: Daf\u00fcr sorgt Bosch mit Fahrzeugcomputern. 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