{"id":153918,"date":"2019-11-16T11:34:47","date_gmt":"2019-11-16T10:34:47","guid":{"rendered":"https:\/\/die-webzeitung.de\/ludwigsburg\/?p=153918"},"modified":"2019-11-16T11:34:47","modified_gmt":"2019-11-16T10:34:47","slug":"ran-ans-futterhaus-meise-fink-und-spatz-alle-haben-platz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-webzeitung.de\/ludwigsburg\/2019\/11\/16\/ran-ans-futterhaus-meise-fink-und-spatz-alle-haben-platz\/","title":{"rendered":"Ran ans Futterhaus: Meise, Fink und Spatz \u2013 alle haben Platz"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>NABU-Tipps zur fachgerechten Winterf\u00fctterung<\/strong><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Auch Natur sollte V\u00f6geln den Tisch decken<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stuttgart.| Mit dem ersten Frost f\u00fcllen viele Vogelfreundinnen und -freunde wieder ihre Futterh\u00e4uschen und -s\u00e4ulen auf, h\u00e4ngen Meisenkn\u00f6del in die \u00c4ste und legen Obstst\u00fcckchen aus. So f\u00fcllen sich die G\u00e4rten, Vorg\u00e4rten und Balkone wieder mit einer bunten Vogelschar auf der Suche nach Leckereien. \u201eMit attraktivem, gesundem Futter und mehreren, sauberen Futterpl\u00e4tzen locken wir eine Vielzahl an heimischen V\u00f6geln in den Garten. Damit schaffen wir ein spannendes Naturerlebnis f\u00fcr Gro\u00df und Klein direkt vor unserer Haust\u00fcre. V\u00f6gel beobachten ist wie ein kleiner R\u00e4tselkrimi: Wer l\u00e4sst sich heute blicken? Ist ein neuer Besucher dabei und was nascht welcher Vogel am liebsten? Insbesondere Kinder sind regelrecht begeistert, wenn sich neben Spatz, Blau- und Kohlmeise auch seltenere G\u00e4ste wie Erlenzeisige oder Gimpel bedienen \u2013 und sie diese auch erkennen\u201c, sagt Dr. Stefan Bosch, NABU-Fachbeauftragter f\u00fcr Ornithologie. Dabei erleben Kinder und Jugendliche die flinken Flugk\u00fcnstler aus n\u00e4chster N\u00e4he.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Angesichts des zunehmenden Vogelschwunds m\u00f6chten viele Menschen V\u00f6geln bei der Futtersuche helfen, damit sie gut durch den Winter kommen. \u201eAllerdings erreicht die F\u00fctterung am Vogelhaus weniger als zehn Prozent der heimischen Brutvogelarten. Vor allem K\u00f6rnerfresser nutzen das Angebot. Optimal w\u00e4re es daher, f\u00fcr alle V\u00f6gel Natur- und Kulturr\u00e4ume zu schaffen und zu erhalten, in denen sie das ganze Jahr \u00fcber satt werden. Einen solchen Beitrag liefern etwa Stoppel\u00e4cker, auf denen Restk\u00f6rner liegen bleibe, oder Altgrasbest\u00e4nde und Wegr\u00e4nder, die nicht abgem\u00e4ht wurden, sowie naturnahe G\u00e4rten.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In vielf\u00e4ltigen G\u00e4rten finden V\u00f6gel schmackhafte S\u00e4mereien und Beeren. Zu den vogelfreundlichen Str\u00e4uchern geh\u00f6ren Haselnuss, Holunder, Liguster, Schneeball oder Wei\u00dfdorn. Die Fr\u00fcchte des heimischen Wei\u00dfdorns schmecken 32 Vogelarten, die des Schwarzen Holunder fressen sogar \u00fcber 60 Vogelarten. \u201eWer im Hausgarten auf heimische, Beeren tragende Str\u00e4ucher setzt, unterst\u00fctzt die heimische Vogelwelt\u201c, fasst Bosch zusammen. Einige Gr\u00e4ser, Blumen und Getreidesorten wie Distel, Vogelmiere und Mohn bieten kleine Samen- und Fruchtst\u00e4nde, die manchem Vogel schmecken. Wer Sonnenblumen nach dem Bl\u00fchen stehen l\u00e4sst, lockt K\u00f6rnerfresser wie Buch- und Gr\u00fcnfink an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Welches Futter schmeckt welchem Vogel?<br \/>\n<\/strong>Als Basisfutter eignen sich Sonnenblumenkerne. Freiland-Futtermischungen enthalten weitere Samen verschiedener Gr\u00f6\u00dfe. \u201eReine K\u00f6rnerfresser wie Finken, Sperlinge und Ammern sind mit einem kr\u00e4ftigen Schnabel ausger\u00fcstet und lieben Sonnenblumenkerne, Hanf und andere S\u00e4mereien\u201c, erkl\u00e4rt Bosch. Daneben \u00fcberwintern bei uns Weichfutterfresser wie Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Zaunk\u00f6nig, Amsel und Star. Sie bevorzugen tierische Kost oder sehr feine S\u00e4mereien wie Hirse oder Leinsamen. Hinzu kommen die flexiblen \u201eAllesfresser\u201c wie Meisen, Spechte und Kleiber, die im Winter von Weichfutter auf K\u00f6rnern umstellen. Wer eine Vielzahl an V\u00f6geln beobachten m\u00f6chte, kann mehrere Pl\u00e4tze mit unterschiedlicher Nahrung anbieten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sauberkeit ist sehr wichtig: Alle Futterger\u00e4te sollten regelm\u00e4\u00dfig gereinigt und das Futter auf Schimmel \u00fcberpr\u00fcft werden. \u201eEine Gro\u00dfkantine f\u00fcr V\u00f6gel birgt stets das Risiko, dass sich Krankheitskeime ausbreiten k\u00f6nnen. Anstelle von gro\u00dfen Futterh\u00e4uschen sollten lieber Futterr\u00f6hren mit nachrutschendem Futter, Fettblockhalter und andere, kleinere Futterger\u00e4te genutzt werden\u201c, sagt Bosch. Wer immer nur Tagesrationen anbietet, ist auf der sicheren Seite. F\u00fcr Meisenkn\u00f6del gibt es spezielle Metallhalter, damit kann auf die in Plastiknetze verpackten Kn\u00f6del verzichtet werden. Spezielle Bodenfutterspender sind f\u00fcr Amseln, Drosseln und Rotkehlchen attraktiv, die gerne am Boden fressen. Wer Rosinen, Obst, Haferflocken und Kleie offen am Boden anbietet, sollte darauf achten, dass die Futterstelle trocken bleibt und sich Katzen nicht unbemerkt anschleichen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mitmachen bei der \u201eStunde der Winterv\u00f6gel\u201c<br \/>\n<\/strong>Die NABU-Mitmachaktion \u201eStunde der Winterv\u00f6gel vom 10. bis 12. Januar 2020 bietet deutschlandweit eine tolle Gelegenheit, sich mit den heimischen V\u00f6geln am Futterh\u00e4uschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park vertraut zu machen. Wer die V\u00f6gel erkennt, kann sie dort eine Stunde lang z\u00e4hlen und das Ergebnis dem NABU melden. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und weit verbreitete Vogelarten des Siedlungsraums, wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen. Bei einer Exkursion mit dem NABU erhalten Interessierte Infos \u00fcber Lebensweise, Gef\u00e4hrdungen und Schutz unserer heimischen Vogelwelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>NABU: Vier goldene Regeln zur Winterf\u00fctterung:<\/strong><\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Keine Speisereste, kein Brot, verdorbenes Futter oder gesalzene Speisen wie N\u00fcsse anbieten<\/li>\n<li>Kleine Futterspender sind besser als gro\u00dfe und Futtersilos besser als offene Vogelh\u00e4uschen oder Futterbretter<\/li>\n<li>Geeignet sind energiereiche Samen und N\u00fcsse, Hafer, Maisflocken, Sonnenblumenkerne, feinere S\u00e4mereien, Hirse, Fettfuttergemische, Obst und Rosinen<\/li>\n<li>Bodenfutterstellen trocken aufstellen oder extra Bodenfutterspender nutzen. An einem \u00fcbersichtlichen Ort platzieren, damit sich Katzen nicht unbemerkt anschleichen k\u00f6nnen<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Literaturtipp:<\/strong> Der NABU-BW-Shop h\u00e4lt die Brosch\u00fcre \u201eV\u00f6gel f\u00fcttern im Winter\u201c bereit, bestellbar \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.NABU-BW-Shop.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" data-saferedirecturl=\"https:\/\/www.google.com\/url?q=http:\/\/www.NABU-BW-Shop.de&amp;source=gmail&amp;ust=1573898516783000&amp;usg=AFQjCNERyy75dztAEc3ITjObTcqq2oyBmA\">www.NABU-BW-Shop.de<\/a>.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>NABU-Tipps zur fachgerechten Winterf\u00fctterung Auch Natur sollte V\u00f6geln den Tisch decken Stuttgart.| Mit dem ersten Frost f\u00fcllen viele Vogelfreundinnen und -freunde wieder ihre Futterh\u00e4uschen und -s\u00e4ulen auf, h\u00e4ngen Meisenkn\u00f6del in die \u00c4ste und legen Obstst\u00fcckchen aus. 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