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StartAktuellAsiatische Tigermücke in Bietigheim-Bissingen nachgewiesen

Asiatische Tigermücke in Bietigheim-Bissingen nachgewiesen

AktuellAsiatische Tigermücke in Bietigheim-Bissingen nachgewiesen

Bietigheim-Bissingen.| In Bietigheim-Bissingen wurde eine Asiatische Tigermücke identifiziert. Die Asiatische Tigermücke ist tagaktiv, sehr stichfreudig und aggressiv. Die Bevölkerung wird auf den Fund aufmerksam gemacht, da die Asiatische Tigermücke tropische Krankheitserreger, wie Dengue-, Chikungunya- oder Zika-Viren, übertragen kann, sodass eine Ausbreitung vermieden werden soll.

Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) erkennt man an ihrem auffälligen schwarz-weißen Muster: ein weißer Streifen verläuft längs über ihren Rücken, und auch Beine und Körper sind weiß gestreift. Das letzte Endglied des Hinterbeines ist weiß („weißes Söckchen“). Sie ist kleiner als heimische Stechmücken (3-8 mm), fliegt nahezu lautlos und sticht vor allem tagsüber – oft mehrfach. Durch ihr tagaktives und sehr aggressives Stechverhalten ist sie besonders lästig.

Asiatische Tigermücken legen ihre Eier an den Innenrand von wassergefüllten Behältnissen. Blumentopfuntersetzer, Gießkannen, Eimer, Regentonnen, alte Reifen, verstopfte Regenrinnen oder Abläufe sind ideale Brutstätten. Belebte Teiche und bewegtes Wasser hingegen dienen der Asiatischen Tigermücke nicht als Brutstätte. Tigermücken bevorzugen Kleinstwasseransammlungen und können – da sie winzig sind – durch sehr kleine Schlitze und Öffnungen krabbeln. Bereits eine Wasserhöhe von 2 cm über einen Zeitraum von mindestens einer Woche ist ausreichend für eine vollständige Entwicklung der Larven. Daher: Stehendes Wasser mindestens einmal wöchentlich komplett ausleeren, Gefäße dauerhaft abdecken oder Bti-Tabletten anwenden.

Weibliche Tigermücken brauchen für die Produktion von Eiern Blut. Jedes Weibchen kann bis zu 300 Eier produzieren. Diese werden knapp oberhalb der Wasserkante am Innenrand von wassergefüllten Behältnissen abgelegt. Je nach Temperaturbedingung dauert die anschließende Larvenphase im Wasser 5-14 Tage. Nach erfolgreicher Verpuppung schlüpft das erwachsene Insekt. Im Larvenstadium kann die Asiatische Tigermücke wie folgt bekämpft werden:

  • Entsorgen: Müll, Altreifen und unbenutzte Gefäße
  • Abdichten: Regentonnen, hohle Zaunpfähle und Zisternen
  • Trocken bzw. umgedreht lagern: Gießkannen und Gartengeräte
  • Freihalten von Abläufen: Dachrinnen und Ablaufrinnen
  • Wöchentliches Ausleeren und Auswaschen bzw. Wasserwechsel: Tiertränken, Untersetzer und Übertöpfe
  • Zweiwöchentliche Behandlung mit Bti-Tabletten von Gullys und Blumenkästen mit Wasserreservoir. Bti-Tabletten wirken      gezielt gegen Mückenlarven und sind für Menschen, andere         Tiere und Pflanzen unbedenklich. Sie werden alle 14 Tage in stehendes, unbelebtes Wasser gegeben (bitte        Gebrauchsanweisung beachten).

Insofern Asiatische Tigermücken gesichtet werden, können Aufnahmen der Tiere unter https://www.kabsev.de/stichts/ gemeldet werden. Die Stechmücken sollten optimalerweise bis zur Rückmeldung aufbewahrt werden.

Weitere Informationen sind zu finden unter https://www.gesundheitsamt-bw.de/lga/de/kompetenzzentren-netzwerke/arbo-baden-wuerttemberg/.


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