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Freiberger FDP: Kostenlose Kitaplätze derzeit völlig illusorisch

AktuellFreiberger FDP: Kostenlose Kitaplätze derzeit völlig illusorisch

Mit Verständnis für viele betroffene Eltern, aber Verwunderung über die auch von der Freiberger SPD gezogenen Schlussfolgerungen und aufgestellten Forderungen hat die Freiberger FDP auf die Berichte über den Kreis Kita-Gipfel im Prisma reagiert. Aktuell kostenlose Kita-Plätze zu fordern, sei – unabhängig davon, in welchem Umfang die Kommunen das letztendlich selbst finanzieren müssten – in der aktuellen Situation völlig illusorisch.

Carmen Dötterer: Forderung ist höchst widersprüchlich!

„Die Widersprüchlichkeit dieser Forderung wird schon deutlich, wenn von der SPD gleichzeitig darauf hingewiesen wird, dass aktuell schon viele Kita-Plätze fehlen und viele Erzieherinnen und Erzieher aufgrund der Belastung erwägen, den Beruf zu wechseln“, sagt Kreisrätin und Gemeinderätin Carmen Dötterer. „Denn wenn der Kita-Platz nichts mehr kostet, werden die Anmeldungen ja noch steigen , weil auch viele Eltern ihre Kinder anmelden werden, die den Nachwuchs nicht täglich, sondern nur bedarfsweise in die Kita schicken möchten. Dadurch würde sich die Situation also noch verschärfen. Denn die Städte und Gemeinden müssten ja immer die Maximalkapazität an Personal vorhalten, auch wenn nicht jeden Tag alle Kinder kommen“, so Dötterer.

Kosten würden an die Stadt „durchgereicht“

Dem vom SPD-Kreisverbandsvorsitzenden gezogenen Fazit „Wir sind uns einig – die Kita-Gebühren müssen weg“, bescheinigen deshalb auch die Freiberger Gemeinderäte Dr. Thomas Baum und Christian Waldenmaier wenig Realitätssinn – auch mit Blick auf die Finanzierbarkeit. Da auch Bund, Land und Kreis kein Geld hätten, bestehe die große Gefahr, dass ein großer Teil der Kosten wie in der Flüchtlingsfrage einfach an die Städte und Gemeinden durchgereicht würden. Ein neues Sondervermögen für Kita-Plätze zu fordern, sei doch Augenwischerei. „Wie viele Sondervermögen sollen denn noch geschaffen werden?“, fragen sich die liberalen Gemeinderäte. Außerdem sei zumindest auf mittlere Sicht klar: „Wir haben die Menschen gar nicht, um diesen Anspruch zu befriedigen. Wir tun uns ja schon heute schwer, die geschaffenen Kita-Stellen zu besetzen“, so der Ortsvorsitzende Marcel Distl.

„Wir können es sehr gut verstehen, wenn sich die Bürger darüber ärgern, dass z.B. für Migranten Geld da ist, für unsere Kinder aber nicht. In diesem Bereich aber so viel einzusparen, dass kostenlose Kita-Plätze damit finanziert werden können, ist aktuell keine realistische Option“, sagt Carmen Dötterer. „Stattdessen sollten wir hier in Freiberg nochmals ausloten, ob und wo es noch Ansätze geben kann, um die Betreuungsgebühren zu reduzieren, ohne die Qualität der Betreuung unzumutbar zu beeinträchtigen.“


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