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StartAktuellVom Hornisten zum Helden

Vom Hornisten zum Helden

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Der Louis-Bührer-Saal der Kreissparkasse Ludwigsburg reihte sich gestern Abend (16.11.2023) in die Liste der ganz großen Opernbühnen ein. Genau dort ist der weltweit gefragte und geschätzte deutsche Startenor Klaus Florian Vogt zu Hause. Man kennt den Wagner-Spezialisten etwa in New York, London, Paris, Berlin, Mailand und Tokio. Und – natürlich – in Bayreuth. Durch seinen gestrigen Wagner-Liederabend ist die Zahl seiner Verehrer auch hier in Ludwigsburg weiter gestiegen.

Ludwigsburg.| „Fachwelt und Fans sind sich einig: Klaus Florian Vogt ist einer der herausragenden Wagner-Tenöre der Gegenwart“, sagte Dr. Heinz-Werner Schulte in seiner Begrüßung zu einem „musikalischen Ereignis der absoluten Spitzenklasse auf das ich mich auch persönlich sehr freue“. Die Freude des Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Ludwigsburg teilten beim „Wagner-Liederabend“ im Louis-Bührer-Saal rund 150 Zuhörer. Schulte betonte, dass der „Startenor Vogt gefragter Gast an allen großen Opernhäusern der Welt und auf namhaften Musikfestivals der Klassik“ sei – und sein „außergewöhnliches Können“ nun auch dem Ludwigsburger Publikum schenke. Am Klavier begleitet wurde der Gesangsvirtuose Vogt von Jobst Schneiderat, der an der Semper Oper, Dresden, als Solorepetitor tätig und als Konzertpianist ein gefragter Begleiter ist.

Wer sich mit der Vita und dem Wirken des aus Heide in Holstein stammenden Sängers Klaus Florian Vogt befasst, dem kann schnell Wotans Ruf nach dem Retter in den Sinn kommen: „Not tut ein Held!“. Ohne zu übertreiben: genau das ist Vogt geworden und als solcher ist er seit Jahren unter anderem auf dem berühmten „Grünen Hügel“ in Bayreuth tätig. Er gilt als „Wagnerscher Heldentenor par excellence“. Dabei hatte er zunächst gar nicht vor, Sänger werden zu wollen. Seine musikalische Laufbahn begann Vogt nämlich als Hornist – er spielte zwischen 1988 und 1997 als solcher beim Philharmonischen Staatsorchester Hamburg.

Dann hat ein Familienfest alles verändert. Vogt trug zu diesem mit einer Gesangseinlage bei. Woraufhin seine Schwiegermutter in spe prophetisch anmerkte: „Hat der eine schöne Stimme!“ Mit dem Gedanken war sie nicht allein. Das war für ihn die „Initialzündung“.

Nach der Gesangsausbildung in Lübeck startete Vogt gewissermaßen durch und fand den Weg auf die großen Opernbühnen der Welt. Denn wie kaum ein anderer Sänger füllte und füllt Vogt „mit seinem wundervollen lyrischen Tenor die romantischen Rollenbilder aus, die Wagner kreiert und komponiert hat“, so Schulte.

Nach diesem Entrée betraten Klaus Florian Vogt und Jobst Schneiderat die Bühne. Und Vogt nahm die Zuhörer mit in die Opern-Welten des Tannhäuser, Lohengrin, der Götterdämmerung und des Parsifal. Es füllte sich der Saal mit zauberischer Musik und so mancher dachte wohl: „Hat der eine schöne Stimme!“

Deren Einsatz beschränkte sich beim „Wagner-Liederabend“ nicht nur auf das Singen. Vogt unterhielt seine Zuhörer zudem mit launig-humorvollen Anekdoten, die er zwischen den Liedbeiträgen erzählte. Nahbar und ganz ohne Starallüren gab sich der Startenor auch bei der sich an das Konzert anschließenden Autogrammstunde.

Der Wagner-Liederabend war Teil eines breit gefächerten Veranstaltungsprogramms, das die Kreissparkasse ihren Kundinnen und Kunden anbietet, „weil es“, nach den Worten von Schulte, „um mehr als Geld geht“.


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