5.2 C
Ludwigsburg
Sonntag, 3. März , 2024

Über 20 Aktionen in Ludwigsburg zum Internationalen Frauentag 2024

Ludwigsburg.| Frauen haben die gleichen Rechte wie...

CDU: Kreismitgliederversammlung und Kreisparteitag

Der CDU Kreisverband Ludwigsburg lädt herzlich ein ...

Orange Bänke machen auf Gewalt an Frauen aufmerksam

Schüler der Oscar-Walcker-Schule beteiligen sich an Kampagne...
StartLebenRatgeberÖkostrom ohne Anschaffungskosten - Grüne Energie durch Photovoltaik-Anlagen

Ökostrom ohne Anschaffungskosten – Grüne Energie durch Photovoltaik-Anlagen

LebenRatgeberÖkostrom ohne Anschaffungskosten - Grüne Energie durch Photovoltaik-Anlagen

Geschäftliche Information

Es ist eine wissenschaftliche Tatsache, der inzwischen kaum noch jemand widerspricht: Die Erde steht vor einer Klimakatastrophe, die sich lediglich mit einer konsequenten Energiewende aufhalten lässt. Nur durch die Abkehr von fossilen Brennstoffen wie Öl, Gas oder Kohle und die konsequente Nutzung grüner Energiequellen haben wir der drohenden Gefahr etwas entgegenzusetzen.

Photovoltaik-Strategie der Bundesregierung

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat eine ambitionierte Strategie hinsichtlich der Nutzung von Photovoltaik-Anlagen entwickelt. Sie soll dabei helfen, bei der Stromerzeugung bis zum Jahr 2035 vollständig treibhausgasneutral zu sein. Ein Zwischenziel auf diesem Weg ist, bis 2030 den Anteil der erneuerbaren Energien (gemessen am Bruttostromverbrauch) auf 80 Prozent anzuheben.

Das EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) will zur Erreichung dieses Zwischenziels bis 2030 insgesamt 215 Gigawatt durch installierte Photovoltaik-Leistung erzeugen. Bedenkt man, dass augenblicklich jedes Jahr Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 7 Gigawatt hinzukommen, wird klar, dass sich das gesetzte Ziel nur erreichen lässt, wenn der jährliche Zuwachs auf 22 Gigawatt verdreifacht werden kann.

Stärkere Nutzung von Freiflächen und Dächern

Insgesamt nennt die PV-Strategie der Bundesregierung 11 Handlungsfelder. Zwei wesentliche Felder befassen sich mit der verstärkten Nutzung von Dächern und Freiflächen. Die Strategie möchte den Bau von PV-Anlagen vor allem in Gewerbe- und Industriegebieten bestehende Freiflächen fördern. Zudem sollen die Vorgaben und Anforderungen an Photovoltaik-Anlagen auf Dächern optimiert und so Anreize für Hauseigentümer/-innen geschaffen werden, über die Installation solcher Anlagen nachzudenken.

Privatinitiativen fördern die Energiewende

Mit entsprechenden Maßnahmen soll die Installation von PV-Anlagen gefördert werden. Zu den großen Herausforderungen gehören dabei die hohen Kosten für die Installation solcher Photovoltaik-Anlagen. Eine Erhöhung des Solarenergie-Anteils lässt sich nach Expertenmeinung der breiten Öffentlichkeit nur durch eine Kostenreduzierung zugänglich machen und intensiver nutzen.

Im Rahmen der Photovoltaik-Strategie der Bundesregierung sollen zukünftig vor allem Haushalte ohne große finanzielle Ressourcen in der Lage sein, sich eine Photovoltaik-Anlage installieren zu lassen. Ein solches Konzept verfolgt die JES.Group, ein in Brodersdorf bei Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) ansässiges Unternehmen. Kernelement des Konzepts ist es, die dezentrale Energiewende zu fördern.

Die Vorteile bestehen vor allem darin, dass man mit einer PV-Anlage nicht nur einen Teil des im Haushalt benötigten Stroms selbst erzeugen kann. Dies senkt die Energiekosten, weil weniger Strom vom Versorger benötigt wird. Zudem besteht die Möglichkeit, zu viel produzierten Strom in das öffentliche Netz einzuspeisen und dafür Geld zu erhalten.

Verpachtung von PV-Anlagen

Das Konzept der JES.Group beruht u. a. auf der Verpachtung von Photovoltaik-Anlagen. Besitzt eine Privatperson eine Immobilie, verfügt sie über freie Dachflächen. Auf diesen können PV-Anlagen installieren werden. Dazu braucht der Eigentümer nur eine solche Anlage für einen längeren Zeitraum zu pachten. Anschaffungskosten entstehen ihm nicht, da das verpachtende Unternehmen die unmittelbar entstehenden Kosten der Anschaffung und Installation trägt. Über den Pachtbeitrag zahlt der Pächter während der Vertragslaufzeit die Anschaffungs- und Installationskosten der PV-Anlage zurück.

Neben der finanziellen Entlastung durch Wegfall der Anschaffungs- und Installationskosten spart der Pächter auch ab der Inbetriebnahme Energiekosten ein, weil die via Photovoltaik-Technik gewonnene Energie bis zu 40 Prozent des Strombedarfs abzudecken vermag. Eine weitere Möglichkeit, PV-Anlagen zu installieren, ist die Nutzung von großen Frei- oder Dachflächen von Landwirten, Gemeinden oder Kommunen.

Die auf solchen Flächen installierten Photovoltaik-Anlagen erzeugen Solarenergie, die dann in die regionalen Netze eingespeist werden. Auf diese Weise können Unternehmen wie die JES.Group ihren Kunden bundesweit einen Preisvorteil bieten. Das gelingt unter anderem durch den EEG-unabhängigen Betrieb der Freiflächenanlagen.

Um Eigentümer/-innen von einer Verpachtung ihrer Dachflächen zu überzeugen, erklärt sich das Brodersdorfer Unternehmen bereit, eventuell notwendige Sanierungen der von ihm gepachteten Dachflächen vollständig zu finanzieren. Eine andere Möglichkeit ist eine Pachtzahlung an den Eigentümer.

Für mehr PV-Anlagen müssen bürokratische Hürden gesenkt werden

Konzepte wie das der JES.Group sind wichtig, es muss aber von Seite der Politik noch viel mehr getan werden. Eines der bisherigen Hauptprobleme sind umständliche Verwaltungswege und zum Teil sehr langwierige Genehmigungsprozesse. Das Stichwort heißt hier Bürokratieabbau, weil der Klimawandel sich nicht durch Zögern aufhalten lässt, sondern einzig durch eine konsequent vorangetriebene, auf allen Ebenen geförderte Energiewende. Die Technik, die dabei hilft, die Erde als Lebensort zu erhalten, ist vorhanden. Es müssen nur die Voraussetzungen für ihre Nutzung optimiert werden.


Weitere Artikel

Beliebte Artikel