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Kreissparkasse Ludwigsburg bleibt trotz „schwieriger äußerer Bedingungen“ im Jahr 2022 auf wirtschaftlichem Erfolgskurs und zeigt „besondere Widerstandsfähigkeit“

  • Kreissparkasse Ludwigsburg stellt bei Bilanz-Pressekonferenz vorläufige Zahlen zum Geschäftsjahr 2022 vor und fügt der „inzwischen langen Reihe erfolgreicher Wachstumsjahre“ ein weiteres hinzu
  • Der marktführende Finanzdienstleister im Kreis zeigt sich mit Verlauf und Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 „zufrieden“

Ludwigsburg.| „Wir reihen das Geschäftsjahr 2022 in die inzwischen lange Abfolge insgesamt guter Geschäftsjahre der Kreissparkasse ein“, sagte Dr. Heinz-Werner Schulte, der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Ludwigsburg, zu Beginn der diesjährigen Bilanz-Pressekonferenz auf der er und seine beiden Vorstandskollegen Dieter Wizemann und Thomas Raab die vorläufigen Zahlen zum vergangenen Geschäftsjahr 2022 vorstellten.

Nach den Worten von Schulte „waren schon die Jahre 2020 und 2021 aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie und ihren weitreichenden Folgen besondere Jahre, und dann hat auch noch der Ende Februar begonnene Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine den bereits bestehenden Krisen eine weitere fundamentale, negative Veränderung hinzugefügt.“ Die Folgen seien „schwerwiegend und noch immer unabsehbar“. Das gelte auch und gerade für die Wirtschaft. Allein die exorbitant gestiegenen Energiepreise machten das, so Schulte, jedem jeden Tag deutlich. Die ganze Dimension der Veränderungen im Jahr 2022 sei heute noch gar nicht abschließend zu beschreiben.

Rückblick

Schulte betonte jedoch bei seinem Rückblick auf das Geschäftsjahr 2022 „die besondere Widerstandsfähigkeit der Kreissparkasse“, die sich in einem erneut von äußeren Krisen geprägten Jahr gezeigt habe. „Wir haben uns den vielfältigen Herausforderungen gestellt, wir bleiben auf Kurs, bleiben der starke Partner für unsere Kunden und dürfen insgesamt mit dem Geschäftsjahr 2022 zufrieden sein“, so Schulte.

Besonderer Vertrauensbeweis: Anstieg bei Zahl der Privatgirokonten

Die Zahl der Privatgirokonten sei, so Schulte, auch im Jahr 2022 stark gestiegen – und zwar um rund 5.700 auf rund 242.000. Im Jahr 2021 hatte diese Zahl noch bei rund 236.000 gelegen. „Einer der Gründe für die Zunahme ist sicherlich in den Kontoeröffnungen durch Geflüchtete zu finden“, so Schulte. Doch blicke man auf die Entwicklung der vergangenen Jahre sei die Zahl der Privatgirokonten kontinuierlich gestiegen – diesen Trend wertete Schulte als „klaren Vertrauensbeweis unserer Kunden und die tiefe Verankerung im Markt“.

Kundeneinlagen steigen deutlich / Kreditvolumen nimmt stark zu

Im Kundengeschäft kam es zu klaren Zuwächsen. Die Kundeneinlagen stiegen um 260 Millionen Euro (das entspricht einem Plus von 3,0 Prozent) und erreichten zum Ende des Geschäftsjahres 2022 ein Volumen von 8,83 Milliarden Euro (Vorjahreswert: 8,57 Milliarden Euro). „Damit haben wir“, so Schulte, „ein neues Rekordniveau erreicht.“

Das Kreditvolumen (einschließlich Bürgschaften) legte im Geschäftsjahr 2022 um 550 Millionen Euro zu, so Schulte. Hatte der Gesamtwert des Kreditvolumens im Jahr 2021 in Summe 6,69 Milliarden Euro betragen, so war dieser Wert bis zum Ende des Geschäftsjahres 2022 um 8,3 Prozent gestiegen und hatte insgesamt ein Volumen von 7,24 Milliarden Euro erreicht. Wie bei den Kundeneinlagen war damit auch beim Kreditvolumen „eine neue Rekordmarke erzielt“, so Schulte.

Kredite an Unternehmen und Selbständige verzeichneten einen noch stärkeren Zuwachs: diese wuchsen in 2022 um 320 Millionen Euro oder um gut 10,8 Prozent und erreichten einen Gesamtwert von 3,30 Milliarden Euro (im Vorjahr hatte dieser Wert bei 2,98 Milliarden Euro gelegen. Die an Privatpersonen ausgegebenen Kredite verzeichneten mit einem Anstieg von 5,2 Prozent ebenfalls ein starkes Plus; der Gesamtwert der Privatkredite betrug zum Jahresende 3,46 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,29 Milliarden Euro) und lag damit um 170 Millionen Euro höher.

Bilanzsumme weiter über 12 Milliarden Euro

Die Bilanzsumme der Kreissparkasse Ludwigsburg betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 insgesamt 12,07 Milliarden Euro und lag damit, wie erwartet und bereits bei der letztjährigen Bilanz-Pressekonferenz prognostiziert, knapp unter dem Bilanzsummen-Volumen des Geschäftsjahres 2021 (12,37 Milliarden Euro). Diese Entwicklung war, nach Schultes Worten, „absehbar“, weil sich Veränderungen im Eigengeschäft durch den Abbau von Refinanzierungen der Kreissparkasse entsprechend ausgewirkt hatten.

Jahresergebnis – konstant hoch / Bilanzielles Eigenkapital kontinuierlich gestiegen

„Das Jahresergebnis zeigt seit Jahren Konstanz auf hohem Niveau“, sagte Schulte. Lag dessen Wert im Jahr 2020 bei 17,96 Millionen Euro, so erreichte er ein Jahr später das Volumen von 17,99 Millionen Euro. Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2022 schließlich verzeichnete die Kreissparkasse erneut ein leichtes Plus und erzielte beim Jahresergebnis ein Volumen von 18,0 Millionen Euro.

„Das bilanzielle Eigenkapital“, so Schulte, „konnten wir nochmals deutlich steigern – von 1.430 Millionen Euro im Jahr 2021 auf 1.498 Millionen Euro im Jahr 2022“.

Blick auf einzelne Geschäftsfelder / Hohe Bausparproduktion

Im privaten Baufinanzierungsgeschäft sei es, so Schulte, gelungen, den Bestand um 5,7 Prozent auf den Rekordwert von 3,30 Milliarden Euro (Vorjahreswert: 3,12 Milliarden Euro) zu steigern.

Bausparen hat, so Schulte, zunehmend an Attraktivität gewonnen. „Aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus war ‚Bausparen‘ im Jahr 2022 ein absolutes Trendprodukt. Es dient der Zinssicherung und lässt unsere Kunden mit Baufinanzierungen ruhig schlafen. Zudem ermöglicht es Baufinanzierungsanwärtern schon heute, sich den günstigen Bauspardarlehenszinssatz zu sichern“, so Schulte. Die Kreissparkasse Ludwigsburg liegt in Baden-Württemberg im Vergleich aller Sparkassen mit knapp 287 Millionen Euro Gesamtvolumen klar auf Platz eins bei der Bausparproduktion. Im Vergleich zum Vorjahr 2021 – da hatte der Wert noch bei rund 235 Millionen Euro gelegen – stieg dieses Volumen um rund 52 Millionen oder 22 Prozent.

Die Summe der im Wertpapierbereich erzielten Erträge lag mit rund 21 Millionen Euro zwar nicht ganz auf Vorjahres-Niveau (2021: 23,8 Millionen Euro), aber noch immer über dem Wert des Jahres 2020 (20,9 Millionen Euro) „und damit dürfen wir zufrieden sein“ betonte Schulte. Vor allem Rentenpapiere spielten aufgrund der besseren Zinssituation in der Beratung eine große Rolle.

Erfreuliches gibt es, so Schulte, im Geschäftsfeld Versicherungen zu vermelden: Im Sachversicherungsbestand ist ein Volumen von 8 Millionen Euro erreicht worden und damit ein Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahreswert (rund 7,8 Millionen Euro).

„Die wesentlichen Kennzahlen im Überblick“

„Unser Engagement leistet vielfältige Hilfe“ – vor allem junge Menschen profitieren

Unter den aktuellen Krisen würden, so Schulte, vor allem Kinder und junge Menschen leiden. „Ihnen gilt es zu helfen, das tun wir mit unserem umfangreichen gemeinnützigen Engagement“, betonte er. Allein im vergangenen Jahr hätten die Kreissparkasse und ihre fünf Stiftungen Fördergelder in Höhe von rund 4 Millionen Euro über Spenden- und Sponsoringmaßnahmen zur Verfügung gestellt (inkl. Zustiftungen) – im Vorjahr waren es noch rund 3,3 Millionen gewesen. Von den Mitteln haben nahezu 550 Projekte profitiert, fast einhundert mehr als im Vorjahr. Schwerpunkte waren die Sprachförderung und Unterstützung in der Flüchtlingsarbeit.

Die Hilfe seitens der Stiftungen stehe, so Schulte, auf breitem Fundament. Derzeit betrage das gesamte Stiftungskapital aller fünf Stiftungen 37 Millionen Euro. Geplant sei im Jahr 2023 eine weitere Erhöhung: nämlich um zwei Millionen Euro auf dann insgesamt 39 Millionen Euro. Den beiden Kreissparkassen-Stiftungen „Kunst, Kultur und Bildung“ und „Jugendförderung, Arbeit und Soziales“ wird dabei je eine Million Euro zukommen.

Ausblick

„Der Kreissparkasse Ludwigsburg ist es stets gelungen, äußere Krisen und Umbrüche gut zu bewältigen“, sagte Schulte abschließend und fügte an: „Wir werden weiterhin unseren Kunden auch in Zukunft ein ebenso starker wie verlässlicher Partner bleiben.“ Schulte fügte an: „Wir hoffen auf ein friedliches Jahr 2023, eine gesunkene Inflation, eine besser als erwartete Konjunktur und eine beschleunigte Umsetzung notwendiger Reformen. Neue Angebote der Kreissparkasse sind im ersten BeratungsCenter hier in Ludwigsburg zu erwarten, sie bringen die noch stärkere Verzahnung von Firmen- und Privatkundengeschäft zum Ausdruck.“

„Beratung findet bei uns auf ganz unterschiedliche Arten statt“, so Schulte, „neben der persönlichen kann der Kunde diese natürlich auch in digitaler Form in Anspruch nehmen.“ Generell seien alle Berater der Kreissparkasse in der Lage, ihre Dienstleistung digital anzubieten. Kunden, die besonders online-affin sind oder auswärtig leben, nutzten bevorzugt das spezielle Digitale BeratungsCenter (DBC) der Kreissparkasse, so Schulte. So würden etwa rund 3.000 Studenten gerne das DBC frequentieren.

Ein weiteres Beispiel seien die „Kontaktloszahlungen“. Betrug deren Gesamthöhe zum Ende des Jahres 2021 noch rund 10 Millionen Vorgänge, so ist diese Zahl bis Ende 2022 auf rund 14 Millionen gestiegen – ein Plus von rund 40 Prozent. „Wir gehen davon aus, dass diese dynamische Entwicklung anhält“, betonte Schulte.

Digitalisierung weiterhin mit hoher Dynamik

Vorstandsmitglied Dieter Wizemann sieht beim Rückblick auf das Jahr 2022 „unverändert große Dynamik bei der Digitalisierung“. Haupttreiber dieser Entwicklung ist „das Kundenverhalten, das sich stark wandelt“. Immer mehr Kunden würden sich bei Finanzfragen über digitale Kanäle informieren und ihre Finanzgeschäfte digital erledigen wollen, so Wizemann. Intensive Nutzung erfahren zudem digitale Dialog-Formate. „Die drei vergangenen Corona-Jahre haben diesen Trend noch verstärkt“, so Wizemann. Die Kreissparkasse trage dieser Entwicklung Rechnung und baue ihr Multi-Kanal-Angebot stetig aus.

„Zahlen veranschaulichen Digitalisierungs-Dynamik“

Bei der Kreissparkasse Ludwigsburg ist die Gesamtzahl der Online-Banking-Teilnehmer bis zum Jahresende 2022 auf knapp 168.000 gestiegen – ein Zuwachs um nahezu 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der online genutzten Privatgirokonten wächst ebenfalls stetig und ist im Geschäftsjahr 2022 auf 169.000 gestiegen. „Diese Zahlen veranschaulichen Digitalisierungs-Dynamik“, so Wizemann. Neben der Online-Abwicklung der laufenden Bankgeschäfte nimmt die digitale Beratung immer mehr an Bedeutung zu und gehört zwischenzeitlich zum Standardrepertoire bei allen Beratern.

„Social-Media-Offensive“ geht weiter

„Ein Beispiel hierfür ist die Social-Media-Offensive, die wir in Zusammenarbeit mit der in Ludwigsburg ansässigen Agentur Highscore Digital konzipiert haben“, so Wizemann. „TikTok, Instagram, Facebook, Twitter, YouTube, LinkedIn, Xing … die Liste der Möglichkeiten in Social Media erscheint mittlerweile schier endlos gefächert, betonte Wizemann. Doch welche Kanäle sind die richtigen für die Kreissparkasse Ludwigsburg? „Unsere bisherigen Kanäle wie Facebook, Twitter oder auch Instagram wurden im zurückliegenden Jahr optimiert. Die Ausspielung des Contents erfolgt nun der jeweiligen Zielgruppe angepasst“, so Wizemann.

Das Jahr 2022 brachte zudem auf einem weiteren Gebiet Neuheiten: Denn es reiht sich seit vergangenem Herbst ein weiterer Podcast in die Listen von Spotify, Google und Apple ein – das „Bankgeheimnis“, der Podcast der Kreissparkasse Ludwigsburg.

Gewonnen werden konnte Michael Antwerpes als Gesicht und vor allem als Stimme unseres Podcasts. Aufgrund seiner TV-Moderation und seiner Sportreportagen hat er einen hohen Bekanntheitsgrad. In jeder Folge unserer Sendung entlockt er seinen Gästen in unterhaltsamer Manier interessante Hintergründe und ein paar Geheimnisse.

Bis Jahresende 2022 wurden insgesamt 12 Podcasts produziert. 2023 folgen weitere. Daneben rückte die Business-Plattform „LinkedIn“ verstärkt ins Rampenlicht. „Dort präsentieren wir uns unter anderem mit unseren Benefits als attraktiver Arbeitgeber. Zudem soll es verstärkt Einblicke in die Teams, das Engagement der Kreissparkasse und Informationen zu unserem Netzwerk geben.“

„Auch 2023 wird der Social Media-Bereich weiter ausgebaut“, sagte Wizemann. In Kürze wolle die Kreissparkasse auch auf TikTok aktiv werden und dort vor allem auf die jüngere Zielgruppe zugehen. Es sollen kurzweilige Einblicke in den Berufs- und vor allem den Azubi-Alltag in Kombination mit interessant aufbereiteten Tipps gegeben werden. Vor der Kamera werden dabei die eigenen Auszubildenden stehen.

 „Nachhaltigkeit gewinnt immer mehr an Bedeutung“ – Umweltkennzahlen zeigen Erfolge

Nach den Worten von Wizemann spielt „Nachhaltigkeit in der Geschäftsstrategie der Kreissparkasse Ludwigsburg eine zentrale Rolle und gewinnt immer mehr an Bedeutung“. Dies gilt sowohl für die Finanzprodukte im Kundengeschäft als auch für unseren Geschäftsbetrieb selbst, so Wizemann.

Strom aus eigenen Photovoltaikanlagen helfe in Zeiten hoher Energiepreise in mehrfacher Hinsicht. Zum einen helfe diese Art der Gewinnung nicht nur dabei Stromkosten zu sparen. „PV-Anlagen sind zudem von elementarer Bedeutung für den Umweltschutz “, so Wizemann. „Im Jahr 2022 haben wir an unseren Standorten in Ludwigsburg (Schillerplatz 3) und in Korntal zwei neue PV-Anlagen in Betrieb genommen“, so Wizemann. Zusammen mit den bereits vorher installierten PV-Anlagen war es so möglich „im Jahr 2022 insgesamt rund 264.000 Kilowattstunden an Strom zu erzeugen, so viel wie noch nie zuvor und 65.500 Kilowattstunden mehr als im Vorjahr.“

„Auf dem Gebiet ‚Energie‘ suchen wir zudem die Kooperation mit starken Partnern“, sagte Wizemann. Zwischen der Kreissparkasse Ludwigsburg und den Stadtwerken Ludwigsburg sei eine Zusammenarbeit in Vorbereitung, „die nach dem gegenwärtigen Stand der Planungen im Laufe des Jahres 2023 an den Start gehen soll.“ Der Schwerpunkt der Kooperation liege dabei, so Wizemann, „auf der Entwicklung von Infrastrukturprojekten im Landkreis Ludwigsburg mit Fokus auf die Energiewende“. Der Blick richte sich momentan insbesondere auf die Erzeugung von Solarenergie.

„Nachhaltiges Bauen auf hohem Niveau“

„Mit der Eröffnung der neuen Filialdirektion in Kornwestheim haben wir im vergangenen September einen Neubau seiner Bestimmung übergeben, der neben vielen anderen Dingen zeigt, was beim nachhaltigen Bauen heutzutage möglich ist“, so Wizemann. „Diese Art zu bauen bedeute den bewussten Umgang und Einsatz vorhandener Ressourcen, die Minimierung des Energieverbrauchs und das Bewahren der Umwelt.“

Dieses Konzept basiere auf drei Säulen: Ökonomie, Ökologie und Soziales. „Die Ökonomie bezieht sich darauf, dass wir Gebäude wirtschaftlich sinnvoll und über deren gesamten Lebenszyklus betrachten. Die Ökologie steht für den ressourcen- und umweltschonenden Bau von Gebäuden. Im Fokus der sozialen Komponente steht der Nutzer des Gebäudes“, so Wizemann.

„Voraussichtlich im Dezember des laufenden Jahres 2023 wird die Kreissparkasse ein weiteres, noch größeres Neubau-Projekt abschließen: das Regele-Areal, so Wizemann und betonte, dass „auch dieser Komplex den aktuellen ökonomischen und ökologischen Aspekten gerecht wird.“

„Damit wird die Attraktivität der Schillerstraße erheblich gesteigert“, so Wizemann. Es entstehen „moderne, ansprechende Verkaufsflächen sowie vielfältige Einkaufsmöglichkeiten“. Weitere Pluspunkte des Projekts: Neuer Wohnraum (elf Einheiten mit zusammen rund 1.000 Quadratmetern) sowie Büroeinheiten und Arztpraxen (rund 5.100 Quadratmeter) „an einem hoch attraktiven Standort“. Hinzu komme eine öffentliche Tiefgarage mit drei Geschossen und nahezu 150 Stellplätzen.

Filialnetz: „Klares ‚Ja‘ zur Präsenz vor Ort“

Neben den nachhaltigen Aspekten des Neubaus in Kornwestheim symbolisiere das Projekt zudem „unser klares Ja zur Präsenz vor Ort“, betonte Wizemann. Kein anderer Finanzdienstleister im Landkreis biete seinen Kunden ein so breit gefächertes Filialnetz wie die Kreissparkasse. Ende des Jahres 2022 konnten die Kunden kreisweit 94 Filialen nutzen, davon 50 personenbesetzte.

Für den Gebäudebestand einschließlich Filialnetz wende die Kreissparkasse große Summen auf, so Wizemann. Allein im Jahr 2022 betrugen die Ausgaben für Um- oder Neubauten insgesamt rund 19 Millionen Euro. Rechnet man die Investitionen der vergangenen drei Jahre zusammen, so ergibt sich eine Summe von mehr als 47 Millionen Euro. Für das laufende Jahr seien Investitionen von mehr als 37 Millionen Euro geplant.

„Corona-Pandemie hat uns nicht beirrt“

Die vergangenen drei Jahre waren geprägt vom Ausbruch der Corona-Pandemie und ihrer vielen negativen Folgen, doch „die Corona-Pandemie hat uns nicht beirrt“, sagte Wizemann. Das bei der Kreissparkasse entwickelte Schutzkonzept habe sich bewährt. Verglichen mit den beiden Vorjahren 2020 und 2021 habe aber die Corona-Pandemie im zurückliegenden Jahr 2022 nicht mehr so sehr im Fokus gestanden. Vielmehr habe der Konflikt im Osten Europas und die dadurch ausgelöste Energiekrise die Aufmerksamkeit auf sich gezogen und wirtschaftliche Folgeprobleme verursacht. Vor diesem Hintergrund habe die Kreissparkasse das Thema „Energie sparen“ oben auf die Tagesordnung gesetzt und ein ganzes Maßnahmenbündel beschlossen. „Wir sind uns sicher“, so Wizemann, „wir werden auch diese Krise bewältigen.“

Rückblick auf ein erneut herausforderndes Jahr

Vorstandsmitglied Thomas Raab konzentrierte seinen Rückblick auf die Lage des Mittelstandes. „Der Ende Februar von Russland begonnene Krieg gegen die Ukraine hat, neben vielen anderen schlimmen Folgen, auch enorme wirtschaftliche Herausforderungen ausgelöst“, so Raab. Allein die stark gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten würden, so Raab, viele Unternehmen vor große Probleme stellen.

Damit aber nicht genug, belasteten zudem Lieferkettenprobleme und nachlassende Nachfrage die Wirtschaft. Das führe dazu, so Raab, dass „Investitionen noch genauer abgewogen werden“.

„Mittelstand mit hoher Resilienz“

Der „traditionell starke deutsche Mittelstand, der sich schon immer durch hohe Flexibilität und eine ausgeprägte Resilienz auszeichnete, hat das Jahr 2022 trotz aller Schwierigkeiten gut bewältigt“, so Raab.

Die Lage der Wirtschaft im Landkreis bezeichnete Raab als „beeindruckend robust“. Das sei umso erstaunlicher, wenn man sich bewusst mache, dass sich nach zwei Corona-Jahren mit 2022 ein drittes krisenhaftes Jahr nahtlos angeschlossen habe. Die von vielen Akteuren befürchtete Pleitewelle sei bislang ausgeblieben. Doch dürfe man den „sehr starken Druck unter dem die Unternehmen angesichts der genannten Herausforderungen und dem klimaneutralen Umbau fraglos stehen, nicht unterschätzen“, so Raab.

Die Kreissparkasse Ludwigsburg verzeichnete insbesondere im ersten Halbjahr 2022 „eine hohe Nachfrage nach Krediten seitens der Unternehmen“, so Raab. Eine weitere Besonderheit des Jahres 2022 ist die so nicht erwartete Zinswende, in deren Folge es zu einer „Normalisierung der Finanzierungskonditionen“ gekommen sei, so Raab. Die Unternehmen verfügten im Durchschnitt „weiterhin über hohe Liquiditätsbestände“. Ein Anziehen der Kontokorrentkredit-Inanspruchnahme war bei der Kreissparkasse „kaum zu spüren“, so Raab.

„Finanzierungspartner Nummer Eins des Mittelstandes“

„Kein anderer Finanzdienstleister spielt bei den Unternehmen im Kreis eine so bedeutende Rolle wie die Kreissparkasse Ludwigsburg, wir sind der Finanzierungspartner Nummer Eins des Mittelstandes“, betonte Raab. Insgesamt gibt es rund 22.230 Unternehmen im Landkreis. Die Zahl der Business-Konten, die Unternehmen bei der Kreissparkasse Ludwigsburg halten, hat von 2021 (da waren es noch rund 12.500) um vier Prozent auf rund 13.000 zugenommen. Das ist eine Zunahme gegen den Negativ-Trend, den andere Finanzdienstleister verzeichnen.

„Betrachtet man die Ergebnisse unserer Marktanalysen seit 2005 bis heute so dürfen wir feststellen, dass es uns gelungen ist, unsere Marktposition in einem starken Wettbewerbsumfeld auszubauen“, so Raab. Um diese Position auch künftig weiter zu stärken, müsse „ein partnerschaftlich denkender Finanzdienstleister die Unternehmenswelt mit den Augen seiner Kunden sehen und ihnen innovative Lösungen anbieten“, so Raab.

Mit unserem eigens für die Akquise von Firmenkunden 2018 gegründeten „Neukundenteam“ (11 Mitarbeiter zum Ende des Jahres 2022) waren wir auch im zurückliegenden Geschäftsjahr erfolgreich. Das Team haben wir in 2022 personell aufgestockt und um drei Spezialisten ergänzt. „Unsere Vorgehensweise: gemischte Teams agieren im Tandemeinsatz. Es geht hierbei um die Akquise von Firmenkunden und von Privat-Banking-Kunden“, so Raab.

Mit dem „Firmenkundenportal“ hat die Kreissparkasse nach den Worten von Raab, „eine Plattform geschaffen, die das gesamte Finanzmanagement für die Unternehmen an einem Ort bündelt“. Zwei Kern-Funktionen helfen den Unternehmen. Zum einen können mit der „Nutzerverwaltung“ Bankaufgaben unkompliziert an Mitarbeiter/innen des Unternehmens delegiert werden. Und zum anderen lassen sich Zugriffsrechte und Limits individuell nach dem Bedarf des Unternehmens einrichten. „Der Kundennutzen überzeugt“, sagte Raab, und listet auf: „24/7-Service und Banking, Unabhängigkeit von Berater/innen, erhöhte Flexibilität durch Nutzerverwaltung und einfache Bedienbarkeit“.

Neuaufstellung des AeskulapCenters

„Mit der Arbeit unseres AeskulapCenters haben wir in der jüngeren Vergangenheit Erfolge erzielt, die wir weiter ausbauen wollen“, sagte Raab. Mit dem im März vergangenen Jahres vollzogenen Schritt habe man das AeskulapCenter neu aufgestellt, so Raab. „Konkret hat das bedeutet, dass wir uns personell um drei weitere Mitarbeiter verstärkt und die Kundensegmente erweitert haben.“ Seither kümmern sich zehn Mitarbeiter als „gemischtes Team, das heißt bestehend aus gewerblichen und privaten Kundenberatern, um die Anliegen der Kunden.“ Niedergelassene Ärzte sowie angestellte Ärzte mit Niederlassungsabsicht, Apotheker und selbständige Heilberufler machen den Kundenkreis aus. Insgesamt werden aktuell rund 1.000 Kunden mit einem Volumen von rund 300 Millionen Euro von den Experten des AeskulapCenters betreut. „Im Fokus haben wir bei der Neuausrichtung auch die Gruppe von angestellten Ärzten, die sich mit der Absicht tragen, sich in naher Zukunft niederlassen zu wollen“, so Raab.

S-Wagnis- und Beteiligungskapital GmbH feiert ihr 25-jähriges Bestehen

„Die S-Wagnis- und Beteiligungskapital GmbH ist seit 25 Jahren erfolgreich tätig“, sagte Raab. Zum Jahresende 2022 hatte die S-Wagnis „48 Beteiligungen im Portfolio mit einem Gesamtvolumen von 27,5 Millionen Euro“, so Raab. Bei der Anzahl der Beteiligungen gab es im vergangenen Jahr einen Zuwachs um neun, die zusammen ein Volumen von 2,5 Millionen Euro umfassen. Die S-Wagnis habe im Jahr 2022, so Raab, „sowohl in Wachstumsunternehmen als auch in junge StartUps investiert“.

„Dass die Erfolge trotz stetig steigender Wettbewerbsintensität zunehmen, spricht sehr für die Qualität unserer S-Wagnis“, so Raab, der rückblickend auf die ersten 25 Jahre der Beteiligungsgesellschaft sagte: „Wir sind erwachsen geworden“. Heute sei die S-Wagnis „ein in ganz Baden-Württemberg etablierter, kompetenter Eigenkapital-Finanzierungspartner“, dessen Beteiligungsgebiete sich „ständig erweitert“ hätten. In den 25 Jahren ihres Bestehens habe die S-Wagnis „über 80 Firmen mit Eigenkapital-Bausteinen auf den Weg des StartUps oder in die Expansion erfolgreich begleitet“. Derzeit betreut die S-Wagnis über 40 Unternehmen im Rahmen einer Eigenkapitalfinanzierung.

Bürgergenossenschaft Wohnen eG (BGW) verfolgt das Ziel: Wohnen soll bezahlbar sein

„Ende April 2022 ist sie beschlossen worden, die neue ‚Bürgergenossenschaft Wohnen‘ deren Ziel es ist, bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen“, sagte Raab. Wir bringen uns darin über die Stiftung Jugendförderung, Arbeit und Soziales der Kreissparkasse Ludwigsburg mit einem Volumen von in Summe 1.500.000 Euro ein. Die in Ludwigsburg ansässige Bürgergenossenschaft soll, so Raab „dafür sorgen, dass Mietwohnungen gebaut und zu bezahlbaren Preisen genutzt werden können.“ Die daran beteiligten Kommunen bringen Grundstücke zum Verkehrswert gegen Genossenschaftsanteile ein. Affalterbach, Freudental, Hemmingen, Remseck, Sachsenheim und Schwieberdingen haben bereits im Frühjahr 2022 entsprechende Beschlüsse in ihren Gremien gefasst. Vorsitzender des Aufsichtsrates ist Landrat Dietmar Allgaier, zum Stellvertreter wurde Dr. Heinz-Werner Schulte gewählt.

Erfolgsgeschichte der S-International Baden-Württemberg Nord fortgesetzt

Die Kreissparkasse Heilbronn und Ludwigsburg machten vor sieben Jahren den Anfang. 2016 gründeten sie das Gemeinschaftsunternehmen S-International Baden-Württemberg Nord GmbH & Co. KG (SIBWN). In den darauffolgenden Jahren kamen sukzessive weitere Sparkassen hinzu – zum Jahresanfang 2023 waren es insgesamt 16 Sparkassen, die sich zur SIBWN zusammengeschlossen haben „und im Laufe des Jahres erwarten wir weitere Beitritte“, so Raab.

„Schritt für Schritt wurde mit dieser Entwicklung die Leistungsfähigkeit und die Marktstellung im Auslandsgeschäft deutlich ausgebaut“, sagte Thomas Raab, Vorstandsmitglied bei der Kreissparkasse Ludwigsburg und seit 2021 Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der SIBWN. Rechnet man die aktuellen Bilanzsummen aller aktuell 16 Partner zusammen, kommt man auf ein Gesamt-Volumen von rund 108 Milliarden Euro. Zusammengerechnet sind über 100 Mitarbeiter an 3 Abwicklungs- und 16 Vertriebsstandorten in ganz Nord-Württemberg und Rheinland-Pfalz für die SIBWN tätig.

Die SIBWN ist der größte Anbieter für professionelles Auslandsgeschäft in unserer Region, der Angebote für die steigende Nachfrage der Firmen in der Region nach Produkten und Dienstleistungen rund um das Auslandsgeschäft bereithält“, so Raab. Wobei „kleine Firmen ebenso willkommen seien wie große“. Die Angebotspalette der SIBWN reicht von Basisdienstleistungen wie etwa Auslands-Zahlungsverkehr, über das dokumentäre Auslandsgeschäft bis hin zu Trade- und Export-Finance. Das professionelle Risikomanagement von Zinsen, Währungen und Rohstoffen runden das Angebot ab. Gerade in unsicheren Zeiten ist der Beratungsbedarf hier besonders groß und kann durch die SIBWN professionell und umfassend bedient werden.

Einige Zahlen aus dem zurückliegenden Geschäftsjahr: In 2022 wurden rund 251.000 Transaktionen (in 2021: 210.000) mit einem Volumen von rund 8,3 Milliarden Euro im Auslandszahlungsverkehr abgewickelt (Volumen im Jahr 2021: 6,3 Milliarden Euro). Einen Anstieg gab es  auch im kommerziellen Auslandsgeschäft zu verzeichnen: da hat die SIBWN ein Volumen von rund 379 Millionen Euro betreut (Vorjahreswert: 353 Millionen Euro). Ein ebenfalls deutliches Plus gab es im Zins-Währungs- und Rohstoffmanagement: dort hat die SIBWN im Jahr 2022 rund 3,6 Milliarden Euro (Vorjahreswert: 2,4 Milliarden Euro) abgesichert, davon allein 2,93 Milliarden Euro im Währungsmanagement (Vorjahreswert: 1,36 Milliarden Euro).

Ausblick Firmenkunden

„Fasst man die Prognosen führender Wirtschaftsforschungsinstitute und des DIHK (Deutscher Industrie- und Handelskammertag) in ihren Kernaussagen zusammen, so ergibt sich für das Jahr 2023 eine eingetrübte Perspektive“, sagte Raab. Fast alle Experten erwarten einen Rückgang der Wirtschaftsleistung bis hin zur Rezession, weiterhin hohe Energiepreise sowie ein viel zu hohes Inflationsniveau. Von der eher nachlassenden Weltkonjunktur seien, so Raab, zudem „nur geringe Wachstumsimpulse zu erwarten“. Das seien ohne jeden Zweifel „schwierige Zeiten für Unternehmen“. Gerade in solchen „kommt es aber darauf an, Partnerschaft zu leben und zu gestalten“. Die Kreissparkasse war und bleibt, so Raab, der starke und verlässliche Partner an der Seite der Unternehmen und lasse sich weder von den aktuellen noch von kommenden Krisen vom Kurs abbringen.


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