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VR-Bank Ludwigsburg nach Fusion erfolgreich gestartet

Am Montag, 27. Juni 2022, fand im PRISMA in Freiberg die erste Vertreterversammlung der neuen VR-Bank Ludwigsburg nach der Fusion statt. Mit Eintragung in das Genossenschaftsregister am 7. Oktober 2021 war die Verschmelzung der drei Banken rückwirkend zum 1. Januar 2021 juristisch wirksam geworden. Der im April neu gewählten Vertreterschaft wurden dabei die Ergebnisse und Zahlen für 2021 vorgestellt.

Die frisch entstandene VR-Bank Ludwigsburg hat trotz schwieriger Rahmenbedingungen durch Niedrigzins, Corona-Pandemie und fusionsbedingte Einmaleffekte 2021 gleich zu ihrem ersten Erfolgsjahr gemacht: Die konsolidierte Bilanzsumme konnte schon im Fusionsjahr 2021 um vier Prozent von 5,810 Milliarden auf 6,042 Milliarden Euro gegenüber den kumulierten Einzelergebnissen aller drei Häuser aus dem Jahr 2020 gesteigert werden. Zum 31. Dezember 2021 wurden die 168.811 Kundinnen und Kunden, von denen 136.018 Personen Mitglied der Bank sind, von 724 Mitarbeitenden (darunter 60 Auszubildende) betreut. Vor allem das Kundenkreditgeschäft im Bereich Baufinanzierungen und bei gewerblichen Krediten trug mit einem Plus von 7,7 Prozent auf jetzt 3,452 Milliarden Euro zum Wachstum der Bank bei. Die Kundeneinlagen wuchsen mit einem Plus von 3,8 Prozent auf 4,692 Milliarden Euro.

Im aktuellen Niedrigzins-Umfeld bieten viele Provisionsleistungen für den Kunden attraktive Produktlösungen. Durch die weiter ansteigende Nachfrage wuchs das Provisionsgeschäft um 9,6 Prozent daher ebenfalls deutlich auf 39,56 Millionen Euro.

Das Ergebnis für 2021 zeigt, dass mit der Fusion eine moderne, leistungsfähige Genossenschaftsbank entstanden ist, die trotzdem unverändert auf den Landkreis konzentriert ist und deren Übernahme gesellschaftlicher Mitverantwortung sich auch durch die regionale Leistungsbilanz in Höhe von 60,91 Millionen Euro ausdrückt. Darin enthalten eine Dividende in Höhe von 2 % auf die Einlagen und damit in Summe über zwei Millionen Euro, die nach Beschluss durch die Vertreterversammlung an die Mitglieder der Bank ausgeschüttet würde.

Fusion erfolgreich gemeistert

Mit einem Kraftakt wurde die eigentliche „technische“ Fusion am Wochenende vom 5. bis 7. November 2021 auch technisch abgeschlossen: 910 Bankarbeitsplätze wurden in das neue System migriert, Datenbestände von damals 168.372 Kunden mit insgesamt 565.886 Einzelkonten erfolgreich zu einer Bank zusammengeführt. Die jetzt entstandene, moderne VR-Bank Ludwigsburg ist der richtige Weg hin zu einem nachhaltigen Geschäftsmodell mit effizienten, zukunftsfähigen Organisationsstrukturen. Aufsichtsrat und Vorstände bedankten sich in ihren Wortbeiträgen bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für das große Engagement in der Fusionsphase

Geändert hat sich mit der Fusion auch die Zusammensetzung des Aufsichtsrats: Entsprechend der Satzung der VR-Bank Ludwigsburg besteht das Gremium nun aus 42 Mitgliedern, davon 28 Anteilseignervertreter sowie 14 Vertretern der Arbeitnehmerinnen und Arbeitsnehmer. Hier gab es eine erste personelle Veränderung: Für das aus persönlichen Gründen ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglied Dr. Andreas Fandrich aus der Reihe der Anteilseignervertreter stellte sich Sissy Wiesbauer aus Bietigheim-Bissingen den Vertretern zur Wahl, die Versammlung wählte sie mit großer Mehrheit in das Amt.

Zukunftskonzept setzt unverändert auf Regionalität

Die Herausforderungen, mit denen sich alle Banken heute auseinandersetzen müssen, nehmen beständig zu: Die europäische Nullzinspolitik, die digitale Transformation und der gesellschaftliche Wandel haben in ihren Auswirkungen keineswegs nachgelassen, sondern wurden durch die zweijährige Corona-Krise noch beflügelt. Mitglieder sowie Kundinnen und Kunden erwarten heute digitale und persönliche Finanzdienstleistungen; und das jederzeit, von jedem Ort aus – unabhängig von stationären Filialstellen oder Servicezeiten zu einem guten Preis-/Leistungs-Verhältnis. Dies ist nur noch mit hochqualifiziertem Personal, modernen Strukturen und erheblichem Aufwand nachhaltig zu bewerkstelligen.

„Daher wollten wir zusammenrücken, größer werden, um uns das Kleinsein im Sinne von Regionalität weiterhin leisten zu können“, so der Vorstandsvorsitzende Timm Häberle. „Dies ist uns gelungen. Und mag sich auch der Name geändert haben – wir sind der vertraute Ansprechpartner vor Ort geblieben, nah und heimatverbunden.“

Kern der DNA der VR-Bank Ludwigsburg sei und bleibe die Nähe zu den Menschen. Die in der persönlichen Beratung gelebte Regionalität sei der stärkste Anker für gegenseitiges Vertrauen. Auch wenn dies im Fusions- und Corona-Jahr 2021 für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank besonders viel Arbeit bedeutet habe, sei die Bank doch stets auf hervorragendem Kurs gewesen. Ziel für die neue Bank ist es nun, für ihre Kundinnen und Kunden die genossenschaftliche Idee in die Zukunft zu tragen – mit einer leistungsfähigen, nachhaltigen und erfolgreichen Genossenschaftsbank von Menschen für Menschen im Landkreis Ludwigsburg.

Leistungen auch in Coronazeiten stark nachgefragt

Dreh- und Angelpunkte waren auch 2021 die 62 Filialstandorte. Hier erleben die Kundinnen und Kunden Tag für Tag ihre Bank, dorthin münden auch viele digital begonnene Leistungs- und Beratungswünsche. Auch hier hat die Corona-Pandemie für weitere Herausforderungen gesorgt. Die bereits 2019 getroffenen Schutzmaßnahmen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie wurden weiterhin umgesetzt und den jeweils gültigen Corona-Verordnungen angepasst, um Kunden und Mitarbeitende vor Infektionen zu schützen sowie den Bankbetrieb sicherzustellen.  Die Corona-Gefahren wurden gut gemeistert und auch 2021 gab es unterdurchschnittliche Infektionszahlen in der Belegschaft. Die Beratungsangebote für Kunden waren durch die Pandemie kaum beeinträchtigt und wurden durchgängig angeboten. So gab es 2021 insgesamt 64.607 persönliche Kundenberatungstermine – also an jeden Arbeitstag im Jahr bankweit rund 260 Termine. Darüber hinaus hat das Kundendialogcenter KDC der VR-Bank im Jahr 2021 bei 331.457 Anrufen kleine und große Nachfragen und Servicewünsche bearbeitet – also täglich gut 1.300 Telefonate.

Ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglieder und Vorstände geehrt

Als Gast der Vertreterversammlung war Dr. Roman Glaser, Präsident des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands, zugegen. Er verabschiedete Michael Kerker, den früheren Ludwigsburger Aufsichtsratsvorsitzenden und das bisherige Aufsichtsratsmitglied Dr. Andreas Fandrich.

Ebenfalls verabschiedet wurden von ihm die früheren Vorstände Klaus Schönthaler und Urban Krappen (urlaubsbedingt entschuldigt), die bereits 2021 mit Abschluss der Fusion ausgeschieden waren. Des Weiteren verabschiedete er auch Thomas Palus, den bisherigen Co-Vorstandsvorsitzenden der VR-Bank.

Der bisherige Co-Vorstandsvorsitzende Thomas Palus und der Aufsichtsrat der VR-Bank Ludwigsburg haben gemeinsam vereinbart, die Zusammenarbeit zum 30.06.2022 und damit vorzeitig zu beenden, da sich Palus einer neuen beruflichen Herausforderung in seiner alten Heimat stellen möchte.

Der Aufsichtsrat bedauert den Weggang von Thomas Palus und spricht ihm großen Dank für seine erfolgreiche Tätigkeit und Zeit als Vorstand und maßgeblicher Mitgestalter der Verschmelzung der Vorgängergenossen-schaften zur heutigen VR-Bank aus.

Palus hat sich in den Jahren seiner Tätigkeit in der VR-Bank und den Vorgängerinstituten hohe Anerkennung von Aufsichtsrat, Vorstands-kollegen, Führungskräften, Mitarbeitern und Kunden erworben.

„Aufsichtsrat, Vorstand und Mitarbeiter bedanken sich bei Herrn Palus für die verdienstvolle Tätigkeit und wünschen ihm für seinen weiteren Berufs- und Lebensweg alles erdenklich Gute und weiterhin viel Erfolg“, so der Aufsichtsratsvorsitzende Thilo Mundinger bei der offiziellen Verabschiedung von Palus auf der diesjährigen Vertreterversammlung der VR-Bank Ludwigsburg.

Optimistischer Blick auf 2022

Auch in das jetzt laufende Jahr 2022 ist die VR-Bank Ludwigsburg wirtschaftlich erfolgreich gestartet. Einer mit Abflauen der Pandemie sichtbaren Erholung der Wirtschaft stellen sich nun eine verstärkte Inflationsentwicklung und die Auswirkungen des Ukrainekriegs entgegen.

„Mit hoher Kompetenz und Innovationskraft wollen wir 2022 unseren Erfolg trotzdem ausbauen“, kündigte Häberle an. Bereits zum Jahresauftakt wurde eine ganze Reihe von Maßnahmen gestartet, um die im Vorjahr geschaffenen Strukturen wie geplant kontinuierlich weiter zu entwickeln. Hierbei stehen intern Verbesserungen der Prozesse und Abläufe im Fokus. Für die Kundinnen und Kunden baut die VR-Bank zugleich die digitale Angebotspalette aus und entwickelt neue Produkte und Problemlösungen. „Wir haben unseren Weg weiter fest im Blick.“


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