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Wir sind für die Menschen im Landkreis da!

WirtschaftWir sind für die Menschen im Landkreis da!
  • Kreissparkasse Ludwigsburg legt endgültige Zahlen zum Geschäftsjahr 2021 vor und präsentiert den „Jahres- und Nachhaltigkeitsbericht 2021“
  • Wirtschaftlicher Erfolg schafft Grundlagen für Gemeinnützigkeit und Nachhaltigkeit
  • Hilfe der Kreissparkasse und ihrer fünf Stiftungen in Corona-Zeit besonders wichtig
  • Fast 400 Projekte unterstützt – insgesamt rund 3,3 Millionen Euro für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung gestellt

Ludwigsburg.| Den Rückblick auf das Jahr 2021 und die Vorlage endgültiger Geschäftszahlen fasste Dr. Heinz-Werner Schulte, der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Ludwigsburg, mit den Worten zusammen: „Wir haben ein erneut herausforderndes Jahr wirklich gut bewältigt.“ Es sei, so Schulte weiter, dem im Landkreis marktführenden Finanzinstitut erneut gelungen, „ein Erfolgsjahr zu gestalten“. Dieser wirtschaftliche Erfolg erst sei die Voraussetzung dafür, „unser umfangreiches gemeinnütziges Engagement und unser nachhaltiges Denken und Handeln auf sehr vielen verschiedenen Ebenen wirkungsvoll umzusetzen“. Die Kreissparkasse sei, so Schulte, „seit mehr als 170 Jahren für die Menschen da“. Die Freude über diese Erfolge teilt Landrat Dietmar Allgaier, der in seiner Funktion als Verwaltungsrats- und Stiftungsvorsitzender der Kreissparkasse Ludwigsburg und ihrer fünf Stiftungen „eine erfreuliche Bilanz des Guten“ gezogen hat. Allgaier machte bei der Pressekonferenz deutlich, dass „der Landkreis um vieles ärmer wäre, wenn es das Engagement der Kreissparkasse nicht gäbe“. Gerade in Corona-Zeiten war diese Hilfe „von enormer Bedeutung“.

Kennzahlen dokumentieren Wachstumskurs

Der Kreissparkasse Ludwigsburg ist es nach den Worten ihres Vorstandsvorsitzenden Dr. Heinz-Werner Schulte im Geschäftsjahr 2021 „erstmals gelungen, bei der Bilanzsumme die 12-Milliarden-Euro-Marke zu überschreiten“. Auch 2021 stellte sich als ein weiteres Jahr im Krisen-Modus heraus. Doch habe sich der Marktführer im Landkreis von diesen Dauer-belastungen nicht schrecken lassen und es durch „äußerst flexibles und sehr dynamisches Agieren geschafft, ein weiteres Erfolgsjahr an die inzwischen lange Reihe von Erfolgsjahren anzufügen“, so Schulte.

Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres betrug die Bilanzsumme der Kreissparkasse Ludwigsburg rund 12,37 Milliarden Euro. Die Zunahme um 870 Millionen Euro entspricht einem Plus von fast acht Prozent.

Deutliches Wachstum verzeichnete die Kreissparkasse zudem bei den Kundeneinlagen und bei den Kundenkrediten. Das Gesamtvolumen der Kundeneinlagen belief sich Ende des Geschäftsjahres 2021 auf insgesamt 8,57 Milliarden Euro. Der Vorjahreswert in Höhe von 8,02 Milliarden Euro wurde um nahezu sieben Prozent übertroffen. Einen „markanten Anstieg“ verzeichnete der Finanzdienstleister auch beim Kundenkreditvolumen. Lag dieses Ende 2020 noch bei rund 6,40 Milliarden Euro, so stieg es zum Ende des Jahres 2021 auf insgesamt 6,69 Milliarden Euro und übertraf damit den Vorjahreswert um fast fünf Prozent.

„Erfreuliche Aufwärtskonstanz“ zeigte sich nach den Worten von Schulte auch beim Jahres-überschuss. Dieser betrug 2021 insgesamt 17,99 Millionen Euro und lag damit über dem im Geschäftsjahr 2020 erwirtschafteten Gesamtwert in Höhe von 17,96 Millionen Euro.

Für den Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse ist die positive Entwicklung der Gesamt-zahl der Privatgirokonten „ein wichtiger Beleg dafür, dass uns Kunden ihr Vertrauen schen-ken“. Das sei, so Schulte, auch deshalb wichtig, weil man diese Tendenz auch als Beleg dafür sehen kann, dass die Kreissparkasse „für die Menschen im Landkreis da ist“ – und das „seit 170 Jahren“. Im Jahr 2019 hatte die Gesamtzahl der Privatgirokonten noch bei rund 232.400 gelegen. Ende 2020 betrug die Zahl 233.300. Und zum Ende des Geschäftsjahres 2021 war der Wert auf knapp 236.000 gestiegen. „In nur zwei Jahren also eine Zunahme von rund 3.600 Privatgirokonten, das kann sich sehen lassen“, betonte Schulte.

Unser Zielsystem ein Dreiklang: Ökonomie, Ökologie und Soziales

„Unser ökonomischer Erfolg ist das Fundament und Zentrum unseres Zielsystems“, sagte Schulte. „Zur Ökonomie kommen für uns die Zielbereiche Ökologie und Soziales hinzu“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende.

Zuallererst müsse man natürlich, so Schulte, als ein in hartem Wettbewerb stehender Finanzdienstleister wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Rentabilität und effizienten Ressourceneinsatz anstreben und erreichen. Das sei die Basis und Voraussetzung dafür, alle anderen Ziele erreichen zu können. Im Zielbereich „Ökologie“ käme es darauf an, rücksichts-vollen Umgang mit natürlichen Ressourcen zu pflegen sowie Umwelt- und Naturschutz im Landkreis „aktiv zu betreiben“. Im Zielbereich „Soziales“ gehe es, so Schulte, direkt um die Menschen. Hier sei es wichtig, soziale Verantwortung für Mitarbeiter zu leben sowie durch Spenden- und Sponsoringmaßnahmen zu einem Plus an Lebensqualität für die Menschen im ganzen Landkreis beizutragen.

Das geschehe „in Hunderten von Fällen, Jahr für Jahr“, so Schulte. Das Fundament habe die Kreissparkasse über Jahrzehnte hinweg auf- und ausgebaut. Der Kreissparkasse komme es nicht darauf an, nach kurzfristigem Gewinn zu streben, sondern nachhaltig zu wirtschaften und den Menschen im Landkreis zu dienen, so Schulte.

Nachhaltigkeit – mit Menschen für Menschen

„Zum Kulturkern der Kreissparkasse zählt nachhaltiges Denken und Handeln“, so Schulte. Der Vorstandsvorsitzende betonte, dass es sich dabei nicht um abstrakte Begriffe handele, sondern das marktführende Finanzinstitut „ständig und auf vielen verschiedenen Ebenen“ danach strebe, Nachhaltigkeit konkret umzusetzen. Die dabei erzielten Erfolge spiegeln sich in Zahlen wider.

Die Kreissparkasse zählt zu den größten Arbeitgebern und Ausbildungsbetrieben im Kreis. Die Gesamtbelegschaft beläuft sich auf 1.408 Mitarbeiter, darunter 108 Auszubildende. Die Ausbildungsquote beträgt 7,7 Prozent. Über 60 Prozent der Beschäftigten arbeiten in Vollzeit. Der Anteil der Frauen an der Gesamtbelegschaft betrug zum Ende des Geschäftsjahrfes 2021 rund 61 Prozent. Addiere man die Sozialversicherungsbeiträge, die in 2021 bezahlt wurden, so ergibt sich eine Gesamtsumme von rund 24,4 Millionen Euro. Durch Gehaltszahlungen der Kreissparkasse standen im Landkreis im Jahr 2021 insgesamt rund 45,2 Millionen Euro zur Verfügung.

Nachhaltig und verantwortungsvoll investieren

„Wie facettenreich Nachhaltigkeit bei der Kreissparkasse gestaltet wird, zeigt sich auch, wenn man den Blick auf nachhaltige Produkte richtet“, so Schulte. So biete die Kreissparkasse ihren Kunden nachhaltige Aktienfonds an, wie etwa „ÖkoVision“ und „Growing Markets“ von ÖkoWorld. Seit 2018 hat die Kreissparkasse zudem „Rock’n-Roll-Fonds“ im Angebot. Allen Erzeugnissen gemein: nachhaltige Anlagepolitik und überdurchschnittliche Rendite. „Grüne Ziele und schwarze Zahlen sind kein Widerspruch“, betonte Schulte.

Im Bereich Vermögensverwaltung setzen sich die nachhaltigen Optionen fort. In Zusammen-arbeit mit der renommierten Nachhaltigkeitsagentur „oekom“ verfolgt das markführende Finanzinstitut im Landkreis einen Best-In-Class-Ansatz.

Zudem werden die Eigenanlagen der Kreissparkasse vierteljährlich nach ESG-Kriterien (Environmental Social Governance) gescreent.

Kreissparkassen-intern verwirklicht das eigene Betriebsrestaurant nachhaltiges Denken und Handeln: für die Mitarbeiter werden vorwiegend regionale Produkte zubereitet.

Landrat des Landkreises Ludwigsburg: Dietmar Allgaier

„Wenn es das gemeinnützige Engagement der Kreissparkasse und ihrer fünf Stiftungen nicht gäbe, dann wäre der Landkreis an vielen Stellen um Vieles ärmer“, sagte Landrat Dietmar Allgaier, der Verwaltungsrats- und Stiftungsvorsitzende der Kreissparkasse Ludwigsburg, zu Beginn der jährlich stattfindenden Pressekonferenz.

Allgaier freute sich darüber, dass das Finanzinstitut „nicht nur von seinen Kunden als Anker der Stabilität, der Sicherheit und der Verlässlichkeit wahrgenommen und geschätzt wird.“ So viele Menschen im Kreis, die sich etwa auf den Gebieten Bildung, Kultur und Sport oder Umwelt- und Naturschutz betätigen, um nur einige Gebiete zu nennen, profitieren zudem von den Zuwendungen seitens der Kreissparkasse und ihrer Stiftungen. „Die Fülle und Unter-schiedlichkeit der geförderten Projekte ist kaum zu beschreiben und würde hier den Rahmen sprengen“, so Allgaier. Allen gemein aber sei der Umstand, dass diese „auf das Konto der Lebensqualität im Landkreis einzahlen“.

Dass die Belegschaft des marktführenden Finanzinstituts „unter erneut sehr schweren Corona-Bedingungen wirtschaftlich erfolgreich gearbeitet hat, das hat die Voraussetzungen für das umfassende gemeinnützige Engagement geschaffen und gestärkt“, betonte Allgaier.

Kreisweit haben im Jahr 2021 fast 400 Projekte von Zuwendungen profitiert. Rechnet man die Zustiftung in Höhe von zwei Millionen Euro an die Stiftung „Gesundheit“ hinzu, so sind im vergangenen Jahr 2021 insgesamt rund 3,3 Millionen Euro gemeinnützigen Zwecken zugute gekommen.

Entwicklung Stiftungskapital

Diese Hilfe stehe, so Allgaier, „auf einem breiten finanziellen Fundament“. Derzeit umfasse das gesamte Stiftungskapital 35 Millionen Euro. Noch im laufenden Jahr sei geplant, um weitere zwei Millionen aufzustocken und so eine Stiftungskapitalisierung von insgesamt 37 Millionen Euro zu realisieren.

Die stete Erhöhung des Stiftungskapitals setze natürlich voraus, dass das Finanzinstitut erfolgreich wirtschafte. „Und genau das tut unsere Kreissparkasse mit bewundernswerter Kontinuität“, so Allgaier. Allein während der vergangenen zehn Jahre sei es so möglich gewesen, die Stiftungskapitalisierung in jedem Jahr jeweils um zwei Millionen Euro aufzustocken.

Stiftungen stehen auf starkem Fundament

Mit 16 Millionen Euro ist die 1995 gegründete Stiftung „Jugendförderung, Arbeit und Soziales“ die volumenmäßig am stärksten dotierte der fünf Stiftungen. Auf dem zweiten Platz folgt die bereits 1988 ins Leben gerufene Stiftung „Kunst, Kultur und Bildung“, deren Stiftugskapital sich auf insgesamt acht Millionen Euro beläuft. An dritter Stelle folgt die Stiftung „Umwelt- und Naturschutz“ – im Jahr 1996 gegründet verfügt sie heute über ein Stitungskapital in Höhe von sieben Millionen Euro. Die jüngste der Stiftungen, die im Jahr 2007 aus der Taufe gehobene Stiftung „Gesundheit“ ist mit einem Stiftungskapital von vier Millionen Euro ausgetattet.

Die älteste unter den fünf Stiftungen ist die schon im Jahr 1970 gegründete Stiftung „Schullandheim Strümpfelbrunn“. Über den ganzen Zeitraum gerechnet sind dieser Stiftung bis zum Ende des Jahres 2021 insgesamt rund sechs Millionen Euro zugeflossen. „Davon haben“, so Allgaier, „ganze Generationen von Schülern während ihrer schönen Aufenthalte im Odenwald profitiert.“

Gemeinnütziges Engagement im Überblick

„Von den Fördermitteln, die aus Spenden- und Sponsoringmaßnahmen stammen, profitieren prinzipiell alle 39 Kommunnen im Landkreis“, sagte Allgaier. Die Mittel kämen, so Allgaier weiter, „völlig unterschiedlichen Zwecken zugute“. Dazu zählten etwa Schulen und Jugend-häuser, verschiedenste Kultureinrichtungen, Sport- und Musikvereine, Kindergärten und Hochschulen, Wohlfahrtsverbände ebenso wie die Kliniken im Kreis.

Kern-Zielgruppe der Hilfen seien – quer durch alle Fördergebiete – „vor allem Kinder und Jugendliche, denn sie sind unser aller Zukunft“, betonte Allgaier.

Denke man an die Corona-Zeit zurück und frage sich, wer besonders stark darunter gelitten habe, so ist man nach den Worten von Allgaier „schnell bei der Erkenntnis, dass für Kinder und Jugendliche viel Gewohntes und Gutes weggefallen ist, für sie war der Leidensdruck hoch“. Der geliebte Sport konnte nicht mehr ausgeübt, Musik nicht mehr im Verein oder Orchester gespielt werden, persönliche Kontakte fielen weg. Das hat nicht nur jungen Menschen geschadet, sondern auch kulturelle Einrichtungen und Organisationen sowie Vereine in Not gebracht. „Geholfen haben da die Kreissparkasse und ihre Stiftungen, einmal mehr“, betonte Allgaier.

Fördergebiete im Überblick

Wofür die rund 1,33 Millionen Euro an Fördermitteln im Jahr 2021 eingesetzt worden sind, zeigt der Blick auf die Fördergebiete. Mit 388.000 Euro floß der größte Betrag in das Förder-gebiet „Soziales und Schulen“. An zweiter Stelle lag das Gebiet „Sport“, dem insgesamt 325.000 Euro zugute gekommen sind. Das Fördergebiet „Kunst und Kultur“ profitierte ins-gesamt von 238.000 Euro. Dem Bereich „Umwelt / Sonstige Aktivitäten“ flossen in Summe 203.000 Euro zu. Das „Schullandheim Strümpfelbrunn“ konnte sich im Jahr 2021 über insgesamt 181.000 Euro an Fördermitteln freuen.

„Allein diese Zahlen belegen die Dimensionen der Hilfe“, betonte Allgaier und machen klar, „dass es viele Einrichtungen ohne die Kreissparkasse ungleich schwerer gehabt hätten, durch die Corona-Zeiten durchzukommen.“

Große Bandbreite, große Volumina

„Es waren genau 394 Projekte, die im vergangenen Jahr von den Zuwendungen der Kreis-sparkasse und ihrer Stiftungen profitiert haben“, berichtete Allgaier, „394 mal klopfte das Gute an die Tür.“ In diesen Projekten waren beziehungsweise sind in Summe Tausende von Menschen im Kreis involviert. „Allen kam diese Hilfe zugute“, unterstrich Allgaier.

Ab dem Jahr 2010 gerechnet, „wurden über 10.000 Projekte im Kreis gefördert“, sagte Allgaier. Solche Zahlen geben einen „Einblick in die unglaublich umfassende und breit gefächerte Förderpraxis der Kreissparkasse und ihrer Stiftungen“, sagte Allgaier.

Zwei Jahre Corona haben, so Allgaier, viele Aktivitäten im Kern bedroht. „Bei deren Rettung kam es auch auf die Hilfe der Kreissparkasse an.“

Förder-Thema 1: Kultur

„Die hohe Lebensqualität im Landkreis, dessen hohe Attraktivität und Anziehungskraft hängen auch und vor allem von seinen vielfältigen Angeboten im Bereich Kultur ab“, sagte Allgaier. Diese Vielfalt zu unterstützen und – in Corona-Zeiten besonders wichtig – zu bewahren, das habe sich die Kreissparkasse auf die Fahnen geschrieben.

Viele Projekte zeugen davon, so Allgaier. Beispielhaft seien hierfür etwa die Kultur-Ein-richtungen, die Sprech-Theater anbieten. So habe die Kreissparkassen-Stiftung „Kunst, Kultur und Bildung“ im Jahr dem Theatersommer im Cluss-Garten / Scala 25.000 Euro an Förderung zukommen lassen. In Oberriexingen freuten sich die Macher und Akteure des Theaters unter der Dauseck über eine Zuwendung in Höhe von 3.000 Euro. Das in Asperg beheimatete Glasperlenspiel wurde mit 1.500 Euro unterstützt.

„Das sind Beispiele aus nur einem Kultur-Segment, die aber zeigen, wie wichtig und unter-stützenswert sie für die Kreissparkasse sind“, betonte Allgaier. Ein kurzer Blick auf eine Groß-Spende im Kultur-Bereich Musik mache zudem klar, wie groß die Hilfe ist und wie sie wirke.

Im Dezember 2021 spendete die Kreissparkasse „sage und schreibe 50.000 Euro an die Jugendmusikschulen im Landkreis“, so Allgaier. Der Verwendungszweck verdeutliche, wem diese Hilfe geholfen hat: Kinder und Jugendliche wurde so die Anschaffung von Instrumenten ermöglicht und damit das Musizieren. 15 Musikschulen im Kreis hätten, so Allgaier, davon profitiert. Allein diese Spende sei „ein wichtiger Beitrag zum Erhalt kultureller Vielfalt an der Basis“ gewesen.

Förder-Thema 2: Umwelt- und Naturschutz

Auch die Liste an geförderten Projekten im Bereich Umwelt- und Naturschutz sei nach den Worten von Allgaier „sehr lang“. Der Stiftungsvorsitzende wollte anhand eines Förderbeispiels die Kernanliegen der Förderphilosophie in diesem Bereich verdeutlichen.

Der thematische Bogen bei Umwelt- und Naturschutz-Maßnahmen reiche von Trockenmauer-Sanierungen über die Unterstützung von Streuobstwiesen-Projekten bis hin zu einem im Jahr 2021 begonnenen neuen Förder-Fall: nämlich das Klimaschutz-Projekt „Energiesparmodelle an Schulen im Landkreis“, so Allgaier.

Die Kreissparkassen-Stiftung „Umwelt- und Naturschutz“ stellt für dieses auf vier Jahre angelegte Projekt insgesamt 72.000 Euro zur Verfügung. 12 Schulen nehmen an dem Projekt teil, also Hunderte junger Menschen. Das als Kooperationsprojekt zwischen dem Landkreis und der Stadt Ludwigsburg angelegte Vorhaben zielt darauf ab, verstärkt klimafreundliche Handlungsmöglichkeiten im (Schul-)Alltag aufzuzeigen. In der Folge sollen die jungen Menschen ressourcenschonenden Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen lernen.

„Mit Projekten dieser Art fördern wir nicht nur den Gemeinsinn und die Bereitschaft dafür, miteinander Ziele erreichen zu wollen, nein, wir legen ganz praktisch veranwortliches Denken und Handeln in die Hände junger Menschen“, so Allgaier. So schreibe man Zukunft.

Förderthema 3: Hilfe für Flüchtlinge aus der Ukraine 

Ende Februar 2022 hat mit der brutalen russischen Aggression gegen die Ukraine eine neue Zeitrechnung begonnen – Millionen Menschen sind seither auf der Flucht. Viele davon suchen in Deutschland Schutz und Hilfe, auch im Landkreis Ludwigsburg.

„Die Kreissparkasse leistet auf ganz unterschiedliche Art und Weise Hilfe“, sagte Allgaier. So unterstützt der Finanzdienstleister das Landratsamt dabei, Sozialarbeiter und Übersetzer mit dem Know-how für aktuelle Bank- und Finanzthemen auszustatten.

Zudem erhalten Ukrainer, so Allgaier, auf www.sparkasse.de Hinweise zur Eröffnung eines Bürgerkontos und der Bargeldversorgung in ihrer Heimatsprache.

Über die Spendenplattform „WirWunder“ fördert die Kreissparkasse Hilfsprojekte rund um den Ukraine-Krieg und die Ukraine-Flüchtlingshilfe (www.ksklb.de/wirwunder).

Darüber hinaus findet zwischen Landratsamt und Kreissparkasse ein intensiver Austausch darüber statt, wie nach den Worten von Allgaier „möglichst schnell und pragmatisch Immobilien zur Unterbringung ukrainischer Flüchtlinge gefunden werden können“.

Seit Mitte Mai bietet die Volkshochschule (vhs) im jüngst eröffneten Pop-up-Store ZUKUNFTSRAUM, in der ehemaligen Buchhandlung Aigner, einen integrativen Deutschkurs für Jugendliche und junge Erwachsene aus der Ukraine an. Der kostenlose Kurs bereitet auf die Sprachprüfung B1 vor.  Die Kreissparkasse stellt der vhs, neben den Lehrmaterialien, für die Durchführung der Kurse den dringend benötigten Raum kostenfrei zur Verfügung. Würde man den Gegenwert dieser Hilfe in Euro berechnen, käme man auf eine Gesamtsumme von rund 5.000 Euro.

„Zudem hat die Kreissparkasse unter ihren Mitarbeitern eine Spendensammlung initiiert“, sagte Allgaier. Die Idee: für jeden Euro, den die Mitarbeiter gespendet haben, legt die Kreissparkasse einen weiteren Euro drauf. „Das hat in Summe rund 20.000 Euro erbracht“, so Allgaier. Davon werden Menschen profitieren, die in Not geraten sind und Untersützung bei der Tafel Ludwigsburg finden.

Zitate von Gast-Vortragenden:

Frau Martina Wörner, Leiterin der Volkshochschule Ludwigsburg
„Die hochmotivierten Teilnehmer des Jugendintegrationskurses sind überaus glücklich, einen Zukunftsraum zu haben, der ihnen nach der Erfahrung mit dem Krieg eine Perspektive auf ein neues Leben durch Sprache und berufliche Orientierung gibt. Möglich geworden ist dies auch, weil die Kreissparkasse den Zukunftsraum für die Dauer des Kurses kostenlos zur Verfügung stellt.“

Frau Ulrike Bötcher, neue Geschäftsführerin Tafel Ludwigsburg Ludwigstafel e.V.
„Aus Sicht von Ulrike Bötcher, der neuen Geschäftsführerin der Tafel Ludwigsburg Ludwigs Tafel e.V., ist die Unterstützung seitens der Kreissparkasse mit den Mitteln, die aufgrund der Mitarbeiter-Sammlung zur Verfügung gestellt wurden, soziales Engagement in Reinkultur. Die Zahl bedürftiger Menschen hat jüngst durch die Not der ukrainischen Flüchtlinge nochmal zugenommen. Da hilft jeder Euro, denn jeder Euro kommt Menschen zugute, die Hilfe dringend benötigen und auf Solidarität angewiesen sind. Es ist schön zu wissen, dass die Kreissparkasse sich an die Seite der Bedürftigen stellt und den Helfern von der Tafel hilft zu helfen.“


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