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StartRegionRems-Murr KreisSchlussstein für das frühere Klinik-Areal in Backnang ist gesetzt

Schlussstein für das frühere Klinik-Areal in Backnang ist gesetzt

RegionRems-Murr KreisSchlussstein für das frühere Klinik-Areal in Backnang ist gesetzt

Baustart des Parkhauses

  • Erste geförderte Mietwohnungen in Backnang durch Überbauung des Parkhauses
  • Landkreis unterstützt das Vorhaben mit fünf Millionen Euro

Backnang.| In den letzten Jahren hat sich auf dem ehemaligen Klinik-Areal in Backnang das erste nahezu autofreie Quartier der Murr-Metropole entwickelt. Mit der Fertigstellung einer Wohnanlage mit acht Einzelgebäuden und insgesamt 63 Wohnungen wurde im Frühjahr 2020 bereits ein Meilenstein bei der Neugestaltung des Areals erreicht.

Die Sanierung des ehemaligen Klinik-Parkhauses und die anschließende Überbauung davon setzt nun den Schlussstein für das Quartier: Der offizielle Baubeginn des Parkhauses wird am 21. Juni mit einem Baggerbiss eingeleitet.

Im Zuge der Parkhaus-Sanierung wird ein modernes Mobilitätskonzept in das Parkhaus integriert. Somit entstehen nicht nur insgesamt mehr Parkplätze, sondern insbesondere auch mehr PKW-Ladesäulen. Zudem sollen überdachte Fahrradabstellplätze mit Ladesäulen für Pedelecs entstehen. In Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Backnang ist darüber hinaus auch ein Car-Sharing Angebot angedacht. Die Fertigstellung des Parkhauses ist für September 2024 geplant.

Flächenrecycling: 48 geförderte Mietwohnungen durch Überbauung des Parkhauses

Im Anschluss an die Sanierung des Parkhauses wird dieses überbaut. Dadurch entstehen über dem Parkhaus nach Planungen der Kreisbaugruppe dringend benötigte, öffentlich geförderte Mietwohnungen. Diese werden an Haushalte mit Wohnberechtigungsschein vermietet. Die Mietpreise werden nach dem Landeswohnraumförderprogramm 33 Prozent unter der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen.

„Auch bei uns im Rems-Murr-Kreis ist Wohnraum weiterhin eine Mangelware“, sagt Landrat Dr. Richard Sigel. „Deshalb investiert der Landkreis über die Kreisbaugruppe auf dem früheren Klinik-Areal in 48 neue geförderte Wohnungen und stellt bereits in Vorbereitung fünf Millionen Euro für die Sanierung des Parkhauses zur Verfügung. Das ist nicht nur ein Baustein in unserer Wohnbaustrategie, sondern der Startschuss für dieses Projekt ist für mich auch ein sichtbares Zeichen des inzwischen guten Miteinanders zwischen dem Landkreis und der Großen Kreisstadt Backnang, das bei diesem Projekt einmal mehr sichtbar wird“, so der Landrat weiter.

Dirk Braune, Geschäftsführer der Kreisbaugesellschaft, sagt: „Bei der Entwicklung des gesamten Areals hat Kooperation eine große Rolle gespielt. Nur durch die Zusammenarbeit des Rems-Murr-Kreises mit der Stadt Backnang konnte dieses neue und innovative Konzept überhaupt entstehen. Bei den neuen Wohnungen handelt es sich um dreigeschossige Wohnanlagen, die wir in klimafreundlicher Holzmodulbauweise bauen. Es sind außerdem unsere ersten Mietwohnungen in Backnang“, so Dirk Braune.

„Die Zusammenarbeit zwischen der Kreisbaugesellschaft und der Stadt Backnang trägt mit diesem Projekt bei der Schaffung bezahlbaren Wohnraums erstmals Früchte, die wir in den nächsten Jahren ernten wollen“, sagt Maximilian Friedrich, Oberbürgermeister der Stadt Backnang. „Die Entscheidung des Kreistags zum Neubau des Klinikums in Winnenden war für die Backnanger Bürgerschaft seinerzeit ein schmerzlicher Verlust. Gleichwohl ist es allen Beteiligten durch eine attraktive Quartiersentwicklung gelungen, nicht nur eine städtebauliche Lücke in Backnang zu schließen, sondern vor allem dringend benötigte, öffentlich geförderte Mietwohnungen zu schaffen. Damit ist die Nachnutzung des Areals ein großer Gewinn für die Stadt Backnang und den hiesigen Wohnungsmarkt“, so Maximilian Friedrich weiter.

Sowohl das Parkhaus als auch die Wohnbebauung werden durch zwei Aufzüge und ein Rampenbauwerk barrierefrei sein. Eine Photovoltaikanlage auf den Dächern rundet die ökologische Bilanz ab.

Durch die Parkhaus-Überbauung werden das Wohnen und die medizinische Versorgung im Quartier vereint. Die Wohnbebauung wird voraussichtlich bis zum Sommer 2025 fertiggestellt. Die Entwicklung des Quartiers Bonhoefferstraße erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis, der Stadt Backnang und der Kreisbaugruppe. Der Landkreis unterstützt das Vorhaben mit fünf Millionen Euro.

Parkmöglichkeiten während den Baumaßnahmen

Die Baumaßnahmen erfolgen bewusst in zwei Abschnitten, sodass immer nur an einer Hälfte des Parkhauses gearbeitet wird. Damit ist während der Bauzeit immer ein Teil der Stellplätze vorhanden. Kundinnen und Kunden des Gesundheitszentrums können damit weiterhin in der anderen Hälfte des Parkhauses parken (40 Plätze). Zudem stehen 27 zusätzliche Ausweichparkplätze direkt vor Ort auf dem Quartiersplatz zur Verfügung. Für die Mieterinnen und Mieter des Gesundheitszentrums samt Mitarbeiterschaft gibt es einen separaten Parkplatz auf dem Aurelis-Areal in der Maubacher Straße mit 120 Parkplätzen.

Vom ehemaligen Klinikareal zum Quartier Bonhoefferstraße

Neben den medizinischen Einrichtungen wird im ehemaligen Klinikareal mit insgesamt 130 Einheiten ein breites Spektrum an Wohnformen verwirklicht. Das Quartier Bonhoefferstraße – ergänzt durch zwei unmittelbare Nachbargrundstücke – verfügt über insgesamt vier Einrichtungen zur medizinischen Versorgung von Patienten und der Pflege von Menschen mit schweren Erkrankungen. Dazu zählt das seit 2001 bestehende Dialysezentrum der PHV-Stiftung, welches über mehr als 30 Behandlungsplätze verfügt, sowie das Gesundheitszentrum der Rems-Murr-Gesundheits GmbH & Co. KG (RMG). Dort befinden sich neben Arztpraxen beispielsweise auch die örtliche Notfallpraxis, ein ambulanter OP-Bereich und weitere Gesundheitsdienstleister. Des Weiteren befindet sich eine Pflegeeinrichtung mit zwei Pflegegruppen für schwer demenziell erkrankte Menschen sowie eine Pflegegruppe für jüngere Patienten mit körperlichen Einschränkungen auf dem Areal. Außerdem wurde auf dem Gelände von der Hospizstiftung Rems-Murr e.V. ein stationäres Hospiz errichtet. Die medizinische Versorgung steht somit auch künftig im Fokus.


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