Foto: © Tourismus & Events Ludwigsburg
Situation im Gesundheitswesen zwingt zur Absage

Ludwigsburg.| Die Stadt Ludwigsburg hat den Ludwigsburger Barock-Weihnachtsmarkt, der eigentlich morgen hätte starten sollen, abgesagt. Grund dafür ist, dass sich die pandemische Lage in Ludwigsburg weiter zugespitzt hat. Der Geschäftsführer des Klinikums Dr. Jörg Martin sagt: „Wir stehen kurz vor einer Überlastung unserer medizinischen Versorgungskapazitäten und müssen dringend gegensteuern.“ Vor diesem Hintergrund haben Landrat Dietmar Allgaier und das Gesundheitsamt des Landkreises die dringende Empfehlung ausgesprochen, den Ludwigsburger Barock-Weihnachtsmarkt abzusagen.

Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht: „Wir stehen in der Verantwortung, eine Überlastung der Kliniken zu vermeiden. Es tut unheimlich weh, dass damit auch die Absage des Ludwigsburger Weihnachtsmarktes unumgänglich ist.“ Auch in Esslingen wird der Weihnachtsmarkt abgesagt. Darüber gab es zwischen OB Knecht und Esslingens Oberbürgermeister Matthias Klopfer eine enge Abstimmung. Auch die Stadt Stuttgart wurde über das Vorgehen informiert.

Für Mario Kreh, als Geschäftsführer des Eigenbetriebs Tourismus & Events zuständig für den Weihnachtsmarkt, ist die Entscheidung nachvollziehbar, nichtsdestotrotz ein äußerst schwerer Schlag: „Wir waren bis zuletzt zuversichtlich, einen unter den aktuellen Gegebenheiten verantwortbaren Weihnachtsmarkt umzusetzen. Die heutige Entwicklung einen Tag vor dem planmäßigen Beginn schmerzt besonders, bedeutet das doch für die Händler des Weihnachtsmarktes eine teils existentielle wirtschaftliche Bedrohung.“

Im Zuge der zunehmenden Absagen in der Region und im gesamten Bundesgebiet appellieren OB Matthias Knecht und Mario Kreh an die Verantwortlichen von Bund und Land, für die Händler und Betroffenen der Weihnachtsmärkte wirtschaftliche Hilfsprogramme aufzulegen, zumal es sich vornehmend um Familien- und Einzelunternehmen handelt.

Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht ruft die Ludwigsburgerinnen und Ludwigsburger dringend auf, sich impfen zu lassen. Sein Appell richtet sich sowohl an bisher Ungeimpfte als auch an diejenigen, die jetzt eine Auffrischungsimpfung bekommen können. „Das Impfangebot wird jetzt stetig aufgestockt. Das Land hat den Landkreisen und Kommunen mehr mobile Impfteams zugesagt. Auch der Landkreis und wir als Stadt werden noch weitere Impfangebote schaffen.“ Eine gemeinsame Kraftanstrengung sei jetzt nötig, damit das Gesundheitswesen nicht noch weiter belastet wird.