Foto: © Laurents Hörr / FIA WEC
Auszeichnung durch FIA WEC Rookie Test in Bahrain

Die exzellenten Leistungen des 24-jährigen Stuttgarters blieben auch den Verantwortlichen des Welt-Automobilsport-Verbands (FIA) und der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) nicht verborgen. Als einer von nur zwei Fahrern weltweit wurde ihm nun die Ehre zuteil, am offiziellen FIA WEC Rookie Test teilzunehmen.

Dieser Rookie Test ist Belohnung und inoffizielle Nachwuchssichtung für Fahrer, die in besonderer Weise auf sich aufmerksam gemacht haben. In den Siegerautos der unterschiedlichen Klassen dürfen diese am Tag nach dem letzten Saisonrennen ausgiebig testen und ihr Talent auf großer Bühne beweisen.

Vor dem letzten Rennen der WEC-Saison, am 05.11. in Bahrain, zu dem Laurents Hörr auf Einladung angereist war, stand noch nicht fest, welches Fahrzeug er am Sonntag ausgiebig bewegen darf. Die Werksteams von Porsche und Ferrari lagen in der GTE-Pro-Klasse gerade mal einen Punkt auseinander und so wurde es richtig spannend.

Nachdem Ferrari am Samstag hauchdünn vor Porsche das Rennen und Meisterschaft entschieden hatte, war dann endlich klar, dass Laurents Hörr zum ersten Mal in seiner Karriere einen Ferrari 488 GTE Evo pilotieren würde.

Insgesamt fünf Stunden stand Hörr das frisch gekrönte Champion-Fahrzeug aus Maranello zur Verfügung. Schon nach kurzer Zeit gewöhnte sich der frischgebackene LMP3-Europameister an den neuen Boliden und legte zur Begeisterung seiner Box gleich bei der Premiere durchaus beeindruckende Rundenzeiten vor.

„Ich bin mega stolz und dankbar, dass ich auch hier beweisen durfte, was ich kann!“ so Laurents Hörr direkt nach dem Test. Hörr weiter: „das gesamte Team war sehr angetan von meinem Grundspeed, vor allem auf den Longruns. Ich war sogar signifikant schneller als das Schwesterauto, das zeitgleich unterwegs war.“

Nach den drei Meistertiteln in Folge, dem Championat im Michelin Le Mans Cup 2019 und 2020, sowie dem Titel in der European Le Mans Series 2021 unterstreicht Laurents Hörr auch bei diesem Test, dass derzeit im Langstreckensport kein Weg an ihm vorbeiführt. Der Grundstein für eine ganz große Karriere scheint gelegt zu sein.