Badewanne aus der ersten Ludwigsburger Kinderkrippe in der Schaufensterausstellung im MIK

Ludwigsburg.| 26 Wochen lang wird für jeden Buchstaben des Alphabets im Museumsschaufenster im Innenhof des MIK jeweils eine Woche lang ein ausgewähltes Sammlungsobjekt gezeigt. Unter dem Buchstaben I wie Industrie zeigt die Schaufensterausstellung ab dem 12. Juli eine historische Kinderbadewanne aus der Charlottenkrippe, wo die Kinder der Franck-Arbeiterinnen betreut wurden.

1882 wurde in Ludwigsburg die erste Kinderkrippe eröffnet. Knapp 10 Jahre später ließ Wilhelm Franck (1828–1892) in der Wilhelmstraße 35 eigens für die Krippe ein Wohnhaus errichten und finanzierte eine professionelle Betreuungskraft. Seine Stiftung war nicht ganz uneigennützig. Als Mitinhaber der Kaffeemittelfima Heinrich Franck Söhne war es für ihn von wirtschaftlicher Bedeutung, dass die Kinder seiner Arbeiterinnen während der Zwölfstundentage gut versorgt waren. Nur so standen dem Unternehmen die billigen Arbeitskräfte, die vor allem für die aufwändige Verpackung des Ersatzkaffees verantwortlich waren, dauerhaft zur Verfügung. Für ein Familienleben blieb wenig Zeit.

Die Schaufensterausstellung „Ludwigsburger Poesiealbum“ lässt sich dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr vor Ort sowie auch digital entdecken. Nähere Informationen finden Sie auf der Homepage des Ludwigsburg Museums (www.ludwigsburgmuseum.de) sowie auf Facebook und Instagram.