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Schon seit mehr als einem Jahr ist das Leben aller komplett auf den Kopf gestellt. Allen voran trifft das ganz besonders hart die Singles. Insgesamt leidet zwar natürlich jedes menschliche Individuum unter dem Mangel an sozialen Kontakten, doch für die Singles kommt natürlich auch noch der Mangel an körperliche Nähe erschwerend hinzu.

Da wundert es vermutlich wenig, dass viele Singles zum Dildo greifen, weil nur er es noch vermag, zu gewissen körperlichen Freuden zu verhelfen. Dennoch fehlt vielen Singles deutlich die Zuneigung und oftmals auch noch der so wichtige emotionale Rückhalt. Damit wächst sowohl das Gefühl der Einsamkeit und natürlich vor allem die Sehnsucht nach Liebe.

Kontaktbeschränkungen sind ein harter Einschnitt für alle Singles
Nichts von alledem, was Singles für gewöhnlich unternehmen, ist während der Pandemie möglich. Kein Treffen in fröhlicher Runde in der Lieblingskneipe oder im Café, auch das Feiern in der Nacht ist nicht mehr möglich, und die Freizeit wie gewohnt in den unterschiedlichsten Einrichtungen zu verbringen, ist nun auch unmöglich.

Treffen im eigenen Zuhause sind ebenfalls nur sehr beschränkt möglich. Sämtliche vermeintlichen Vorteile des Singlelebens scheinen auf einen Schlag ausgelöscht zu sein. Viele Singles wussten vor Ausbruch der Pandemie durchaus etwas mit ihrem Leben anzufangen und genossen ihre Freiheiten.

Die Lücken, die ein Singleleben dennoch mit sich bringt, konnten in der Regel recht gut und erfolgreich geschlossen werden. Doch nun hat eine bisher nie gekannte Einsamkeit Einzug gehalten, und ganz besonders betroffen sind hier natürlich die Singles.

Die Pandemie macht die Partnersuche nicht gerade leichter
Neben der Einsamkeit, die die zahlreichen Beschränkungen mit sich bringen, und durch die sich jeder aufgrund fehlender Kontakte besonders eingeschränkt fühlt, kommt für die Singles noch eine nie zuvor empfundene Einsamkeit hinzu, und darüber hinaus wird die Partnersuche auch noch erheblich erschwert.

Auf Zufallsbekanntschaften kann man nun nicht mehr hoffen, allenfalls könnte es im Kollegenkreis zu vielversprechenden Kontakten kommen, sofern man nicht in das Home-Office verbannt ist. Einzig gebliebene Möglichkeit stellt vor allem das Online Dating dar.
Online-Dating während der Pandemie vermehrt betrieben

Mit der Pandemie hat sich häufig die Sehnsucht nach Liebe gerade bei den Singles deutlich verstärkt. Dass es sich weniger um eine Vermutung als vielmehr um eine Tatsache handelt, zeigt sich deutlich darin, dass das Online-Dating während des ersten Lockdowns intensiver betrieben wurde als zuvor.

Dieses stellte eine Online Studie der Hochschule Fresenius in Köln fest. In dem Zeitraum zwischen April und Juni 2020 wurden anlässlich dessen fast 2000 Personen zu ihrem Online-Dating Verhalten befragt. Die Studien-Teilnehmer teilten hier als Hauptursache für den Besuch auf den diversen Internet Plattformen mit, dass sie sich sehr einsam fühlten und vor allem die sozialen Kontakte zu anderen Menschen vermissen würden. Gleichzeitig zeigte die Studie aber auch, dass es trotz Kontaktbeschränkungen zu persönlichen Treffen kam.

Ein klares Indiz dafür, wie groß die Sehnsucht nach Liebe bei einigen Singles ausgeprägt ist, zeigt sich dank der Studie vor allem darin, dass man sich hier vielfach über die Kontaktbeschränkungen hinweggesetzt und sich dennoch mit der Online-Bekanntschaft persönlich getroffen hat.

Laut der vorgenannten Studie trafen sich knapp 70 % der befragten Teilnehmer persönlich mit ihrem Date. Darüber hinaus haben dabei sogar 30 % die Abstandsregeln einfach ignoriert. Das zeigt ganz klar, wie groß das Bedürfnis nach menschlicher Nähe gerade während der Pandemie unter den Singles ist.

Die Änderung des Kommunikationsverhaltens
Inzwischen hat sich deutlich gezeigt, dass sich auch das Kommunikationsverhalten der Singles verändert hat. Laut der Studie hat sich beispielsweise gezeigt, dass die Nutzer insgesamt schneller auf erhaltene Nachrichten antworteten. Außerdem wurde nun auch deutlich häufiger zum Telefon bei den Nutzern von Online-Plattformen gegriffen. Am wenigsten hingegen nutzte man den Videochat.