• Nachlass von Erwin Zeller im Stadtarchiv
  • Künstlerin Lis Klein setzt sich mit dem Thema „Erinnerung“ auseinander

Ludwigsburg.| Der Nachlass des Ludwigsburger Fotografen Erwin Zeller (1889-1962), der im Trompetergässle mehrere Jahrzehnte ein Atelier hatte, diente der Luxemburger Künstlerin Lis Klein als Inspirationsquelle für die Auseinandersetzung mit dem Thema „Erinnerung“. Lis Klein, Diplomandin der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart, hat viele der im Stadtarchiv Ludwigsburg verwahrten Glasplatten aus dem Fotografennachlass erneut belichtet. Auf den Glasplatten sind Personen, Gebäude und Landschaften zu sehen. Zu vielen dieser Motive gibt es keine ergänzenden Informationen.

Es ist unbekannt, in welchem Zusammenhang sie aufgenommen wurden, welche Personen und Ereignisse auf ihnen dauerhaft gebannt werden sollten. Im Unterschied zum gewöhnlichen Vorgehen hat Lis Klein aber mindestens zwei Glasplatten gleichzeitig belichtet. Mehrere Bilder gehen so scheinbar in einander auf. Der Betrachter wird mit „verschwimmenden Erinnerungen“ konfrontiert.

Lis Kleins Arbeit regt dazu an, sich mit der Vergänglichkeit und Flüchtigkeit der Erinnerung auseinanderzusetzen. Das Diffuse, das Erinnerungen oft anhaftet, erfährt durch Lis Klein eine Visualisierung. Die zu diesem Themenkomplex in der Staatlichen Akademie gezeigte Installation „Memorabilia“ ist auf Grund der Corona-Pandemie leider nicht zugänglich. Auf der Website des Stadtarchivs Ludwigsburg (https://www.ludwigsburg.de/start/kultur+und+freizeit/memorabilia.html) finden sich einige Eindrücke von ihren Werken.