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Ausstellungsbeginn Sonderausstellung „Orange – Farbe und Lebensgefühl der 1960er/1970er Jahre“
Am Sonntag, 25. Oktober 2020 beginnt die neue Sonderausstellung „Orange – Farbe und Lebensgefühl der 1960er/1970er Jahre“ im Stadtmuseum Hornmoldhaus mit Fahrzeugschau im Rathaushof. Vom Eierbecher bis zum Familienauto – in den 1960er/1970er Jahren waren viele Alltagsgegenstände in bunten Farben gestaltet. Vor allem die Farbe Orange zählte zu den beliebten Farbtönen der damaligen Zeit. Sie zierte Küchenutensilien, Büromaterialien, Kleidung und Fahrzeuge aller Art sowie Möbel, Freizeitartikel und Kinderspielzeug. Sehr beliebt waren Farbkombinationen mit Dunkelbraun, Hellgrün oder Lila. Extravagante Muster und geschwungene Linien für Tapeten, Vorhänge und Teppiche verstärkten den psychodelischen Effekt der Farben und prägten nicht nur die Inneneinrichtung vieler Haushalte, sondern auch die damalige Kunst- und Designwelt. Moderne Materialien wie Plastik unterstützten diesen Trend, da sie kostengünstig in leuchtenden Farben und schwungvollen Formen verarbeitet werden konnten. Der Farbton Orange war damals jedoch nicht nur eine beliebte Modefarbe gemischt aus Gelb und Rot, sondern steht auch für das Lebensgefühl einer bestimmten Epoche.

Öffentliche Führung durch die Ausstellung »Keine Schwellenangst! Die Tür als Motiv in der Gegenwartskunst«
Die nächste öffentliche Führung durch die aktuelle Ausstellung »Keine Schwellenangst! Die Tür als Motiv in der Gegenwartskunst« findet am Sonntag, 25. Oktober um 16.30 Uhr mit der stellvertretenden Galerieleiterin Dr. Petra Lanfermann statt.
Türen sind Alltagsgegenstände und ihre elementare Funktion für unser Leben spiegelt sich in zahlreichen Redensarten – von »Offene Türen einrennen« bis »Jemandem die Tür vor der Nase zuschlagen«. Es gibt ein Davor und Dahinter, ein Drinnen und Draußen sowie eine Schwelle, auf der sich entscheidet, wer eintreten darf bzw. über die man in die Welt hinaustritt. Die Ambivalenz und symbolische Aufladung des Motivs Tür veranschaulicht die Ausstellung mit Zeichnungen, Gemälden, Fotografien, Filmen, Skulpturen und Installationen von 21 internationalen Gegenwartskünstler*innen wie Thomas Demand oder Ilya Kabakov. Seit dem coronabedingten Lockdown mit Kontaktsperre, homeoffice und Türklinkenphobie ist allen bewusst, dass die Tür Schutz, Ruhe und Rückzug gewährleisten oder aber Freiheitsentzug, Enge und Isolation bedeuten kann.
Außerdem ist im Historischen Gebäudeteil die neue Studioausstellung »Einblick in die Sammlung« Türen und Fenster – Drinnen und Draußen ebenfalls bei freiem Eintritt zu sehen.
Die Teilnahme an der Führung kostet 3 €, der Eintritt ist frei. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine vorherige telefonische Anmeldung möglich unter: 07142 74-483.
Barrierefreier Zugang im gesamten Haus inklusive Sanitäranlage ist vorhanden.

Letzter Sonntagsspaziergang durch die Bietigheimer Altstadt für dieses Jahr
Am kommenden Sonntag, 25. Oktober 2020 veranstaltet das Presseamt der Stadt Bietigheim-Bissingen um 10.30 Uhr den letzten Sonntagsspaziergang durch die historische Innenstadt in diesem Jahr. Treffpunkt ist am Ku(h)riosum / Kronenplatz.
In zirka eineinhalb Stunden lernen die Bietigheim-Bissinger Bürgerinnen und Bürger wie auch die Besucher die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt kennen.
Die Führung kostet 3,50 Euro pro Person, Ermäßigte bezahlen 2 Euro, Kinder bis sechs Jahre sind frei. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Karten müssen vorab in der Tourist Information, Marktplatz 9 (Marktplatz Arkaden), 74321 Bietigheim-Bissingen erworben werden. Die Tourist Information ist Montag – Freitag von 9 – 18 Uhr und Samstag von 9 – 14 Uhr geöffnet.

Kunstgenuss zum Feierabend: After-Work-Kurzführung zur Studioausstellung »Einblick in die Sammlung« Türen und Fenster – Drinnen und Draußen
Den Wissenshunger direkt nach der Arbeit bei einer ganz besonderen After-Work-Veranstaltung stillen: am Donnerstag, 29. Oktober 2020 bietet die wissenschaftliche Volontärin Rebekka Spitzweg M.A. um 17.30 Uhr eine 30-minütige Kurzführung durch die Studioausstellung »Einblick in die Sammlung« Türen und Fenster – Drinnen und Draußen an. Die Teilnahme an der Führung kostet 3 €, der Eintritt ist frei. Die Städtische Galerie ist an diesem Tag von 14 bis 20 Uhr geöffnet.
Parallel und ergänzend zur großen Ausstellung »Keine Schwellenangst! Die Tür als Motiv in der Gegenwartskunst« zeigt die Städtische Galerie im historischen Gebäudeteil eine Auswahl an Werken aus dem eigenen Bestand, in denen Türen und Fenster, Pforten und Luken die Hauptrolle spielen. Wie überaus reizvoll diese Motive sind, zeigen Linolschnitte, Zeichnungen, Gemälde und Filme von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwart von knapp 30 Künstler*innen, darunter Gerd Arntz und Georg Schrimpf, Mimmo Paladino und Dieter Goltzsche, Ute Pleuger und David Schnell sowie Künstler*innen der Region wie Karlheinz Groß und Oda Seemann, Wolfgang Häberle und Wolf-Rüdiger Hirschbiel. Vielfältig sind die Darstellungen von Öffnungen in einer Wand oder Mauer, die mit Holzläden oder Metallgittern geschlossen sind oder eben doch einen Durchblick eröffnen. Die Abgrenzung von Räumlichkeiten bei gleichzeitiger Erhaltung eines Durchgangs oder Ausblicks spielt bei Landschaftsszenen mit Türmen, Toren und Zäunen ebenso eine Rolle wie bei Interieurs mit Sprossenfenstern und Balkontüren.