von Bernhard Gaus

Ludwigsburg.| Die vier baden-württembergischen Erstligisten sind im Halbfinale des BGV Handball Cup unter sich. Die Zweitligateams aus Bietigheim-Bissingen und Konstanz streiten sich am Freitag (15 Uhr) in der Ludwigsburger MHPArena nach jeweils zwei Vorrundenniederlagen um Rang 5.

Im ersten Halbfinale stehen sich am Freitag in der MHPArena die Rhein-Neckar Löwen und Frisch Auf Göppingen gegenüber (17.30 Uhr). Ab 20 Uhr spielen der TVB Stuttgart und HBW Balingen-Weilstetten den Finalgegner aus. Drei Spiele vor einer Kulisse von knapp 500 Fans werden auch für die Organisatoren der SG BBM Bietigheim zur Corona-Bewährungsprobe. Der Finaltag wird am Sonntag in der Stuttgarter Porsche-Arena ausgetragen.

Bietigheims Trainer Hannes Jón Jónsson macht im Vorfeld des Ludwigsburger Halbfinaltages keinen Hehl daraus, dass er mit den Leistungen seines Teams besonders bei der 24:39-Niederlage gegen die Rhein-Neckar Löwen nicht einverstanden war. Dabei geht es dem Isländer weniger um die Niederlage an sich als um das Endresultat: „Mit einer 15-Tore-Klatsche kannst du einfach nicht zufrieden sein.“ Im ersten Spiel gegen den TVB Stuttgart (19:27) hatte Jónsson dagegen gute Ansätze gesehen: „45 Minuten lang waren Abwehr und die Torhüterleistung ganz ok“. Der Sieg des Lokalrivalen fiel am Ende um das eine oder andere Tor zu hoch aus. „Unsere Wurfquote war in beiden Spielen superschlecht. Jeder hat gesehen, dass wir spielerisch unsere Probleme hatten“, so der SG BBM-Trainer, der allerdings auch weiß, dass es seine Mannschaft besser kann.

Nach dem Ausscheiden bei BGV Handball Cup steht eine Regenerationswoche auf dem Vorbereitungsplan der Bietigheimer Handballer. Je nach körperlichem Zustand soll jeder Spieler eine ausgewogene Balance zwischen individuellem Training und Regeneration finden. In den folgenden Wochen bis zum ersten Ligaspiel gegen den TSV Dormagen am 10. Oktober will sich die SG BBM den handballerischen Feinschliff erarbeiten. „Dafür ist ausreichend Zeit, hoffentlich mit allen Spielern an Bord“, sagt Jónsson. Dann wird auch Tim Dahlhaus im rechten Rückraum wieder mit von der Partie sein, den sein Coach nach seinem vor genau zwei Wochen erlittenen Nasenbeinbruch zeitig zurückerwartet.

Zuvor wird das Platzierungsspiel gegen die Bodensee-Handballer noch einmal eine richtige Kraftanstrengung werden. Konstanz zeigt eine gute Frühform. Die Mannschaft von Trainer Daniel Eblen zieht aus den beiden Niederlagen gegen Balingen-Weilstetten (22:24) und Frisch Auf Göppingen (35:41) ein positives Fazit. Die Partien gegen die Erstligisten konnten streckenweise ausgeglichen gestaltet werden. Das blieb auch Bietigheims Trainer nicht verborgen: „Konstanz hat das Turnier bislang richtig gut gespielt.“

„Mir und ich glaube auch der Mannschaft geht es so, dass du nach einem solchen Testspiel wie gegen die Rhein- Neckar Löwen einfach keine gute Laune hast“, sagt Jónsson. Die soll sich jetzt gegen Konstanz aufhellen. „Es geht gegen einen Ligakonkurrenten“, versucht der 38-Jährige den Ehrgeiz seiner Schützlinge anzustacheln, „das Spiel wollen wir gewinnen“.