Bild: Stefan Dahl, 1. Vorsitzender des SV Freiberg, und Daniel Hanke, 2. Vorsitzender, nahmen die Ehrung am gestrigen 11. August 2020 vor dem Stadtbad in Freiberg entgegen | Foto: privat

SV Freiberg ist anerkannter Stützpunkverein des Bundesprogramms „Integration durch Sport“

 

Freiberg a. N.|  Als Anerkennung für das große Engagement beim Thema Integration erhielt der Schwimmverein SGV Freiberg e.V. (SV Freiberg) Ende Juli die Auszeichnung „Anerkannter Stützpunktverein“ des Bundesprogramms „Integration durch Sport“, das vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) gefördert wird.

Sport verbindet: Drei von zehn Baden-Württembergern haben ausländische Wurzeln. Viele davon spielen selbstverständlich in den rund 5.700 Sportvereinen im württembergischen Teil des Bundeslands Fußball, treiben Leichtathletik oder schwimmen. Damit gibt man

sich im SV Freiberg allerdings nicht zufrieden. Um die Integration von ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern noch stärker zu fördern, hat sich der Freiberger Schwimmverein um die Aufnahme in das Bundesprogramm „Integration durch Sport“ bemüht – mit Erfolg. Neben der engen inhaltlichen Zusammenarbeit mit dem Württembergischen Landessportbund (WLSB) freut sich der Verein über die Auszeichnung als „anerkannter Stützpunktverein“ in Form einer Plakette. Stefan Dahl, 1. Vorsitzender des SV Freiberg, und Daniel Hanke, 2. Vorsitzender, nahmen die Ehrung am gestrigen 11. August 2020 vor dem Stadtbad in Freiberg entgegen.

„In den letzten Jahren hat sich euer Verein mit seinen handelnden Personen immer wieder als zuverlässiger und starker Partner im Themenfeld Integration dargestellt“, würdigte Laura Bartsch, verantwortliche Koordinatorin des Programms beim WLSB, das Engagement des SV Freiberg. „Als Stützpunktverein tragt ihr maßgeblich zur Stärkung der Vielfalt unserer Sportlandschaft und Gesellschaft bei.“

„Wir freuen uns sehr, dass unser Verein nun einer von rund 40 Stützpunktvereinen in Württemberg ist“, so Stefan Dahl. Mit der Auszeichnung werde nicht nur die Arbeit der vergangenen Jahre anerkannt, es sei auch eine Motivation, die erfolgreiche Integrationsarbeit im Verein fortzuführen oder gar auszuweiten. Hier hat sich der SV Freiberg vor allem mit seiner Schwimmpatenschaft einen Namen gemacht.

Freiberger Schwimmpatenschaft für Kinder aus sozial schwächeren Familien und Asylbewerber
Schwimmen gehört zu den Fähigkeiten, die jeder Mensch zu seiner eigenen Sicherheit besitzen sollte. Kinder sollten das Schwimmen bereits im Kindergartenalter oder als junge Grundschüler erlernen, um sich in Schwimmbädern und offenen Gewässern sicher und unbeaufsichtigt bewegen zu können. Leider können nicht alle Eltern ihren Kindern das Schwimmen selbst beibringen oder die Kosten für einen Schwimmkurs aufbringen. „Unser Leitbild, nach dem wir insbesondere Kindern und Jugendlichen unabhängig von Alter, Geschlecht oder Herkunft zusammenbringen und ihnen die gemeinschaftliche sportliche Betätigung ermöglichen möchten, setzt voraus, dass bei uns kein Kind aus sozialen Gründen auf Sport und Bewegung im Verein verzichten muss“, erklärt der 1. Vorsitzende.

Aus diesem Grund hat der SV Freiberg vor sieben Jahren seine Schwimmpatenschaft ins Leben gerufen und diese drei Jahre später auf Asylbewerber ausgeweitet. Im Rahmen der Schwimmpatenschaft bekommen die „Patenkinder“ die Möglichkeit, im SV Freiberg das Schwimmen zu erlernen und am Vereinsleben teilhaben zu können. Dies ermöglicht der Verein durch die kostenlose Teilnahme an Anfängerschwimmkursen, eine kostenlose Vereinsmitgliedschaft sowie die Bereitstellung oder Förderung von Schwimmbekleidung und -ausstattung für die an der Patenschaft teilnehmenden Kinder und Jugendlichen.

Über das Programm „Integration durch Sport“:
Das Bundesprogramm „Integration durch Sport“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat. Das Programm wird in Württemberg durch den Württembergischen Landessportbund (WLSB) in Kooperation mit dem Landessportbund Baden-Württemberg (LSB) umgesetzt.